Norbert Wiechers hat seinen Betrieb verkauft und arbeitet weiterhin an seinem Lebenstraum
Mehr Zeit fürs Schweinemuseum

Horstmar -

Seinen Hof-, Stall- und Fütterungsbetrieb im Horstmarer Gewerbebetrieb hat Norbert Wiechers Ende 2019 verkauft. Nun will sich der 66-Jährige ganz seinem Lebenstraum, der Realisierung des Schweinemuseums im ehemaligen Bahnhof widmen. Zunächst einmal freuen sich seine Mitstreiter Ludger Hummert, Albert Krotosszynski und er auf die Wiedereröffnung des Bahnhofscafés, die für April geplant ist.

Freitag, 10.01.2020, 15:38 Uhr aktualisiert: 13.01.2020, 16:22 Uhr
So kennen die Besucher des Bahnhofscafés deren Betreiber Ludger Hummert, Albert Krotoszynski und Norbert Wiechers (v.l.). Sie freuen sich auf die Wiedereröffnung, die im April passend zum Beginn der Radfahrsaison geplant ist. Das kleine Foto zeigt Norbert Wiechers und Thomas Hilbt aus Laer. Er war der erste Mitarbeiter des Landmaschinenschlossers.
So kennen die Besucher des Bahnhofscafés deren Betreiber Ludger Hummert, Albert Krotoszynski und Norbert Wiechers (v.l.). Sie freuen sich auf die Wiedereröffnung, die im April passend zum Beginn der Radfahrsaison geplant ist. Das kleine Foto zeigt Norbert Wiechers und Thomas Hilbt aus Laer. Er war der erste Mitarbeiter des Landmaschinenschlossers.

Norbert Wiechers hat zum Jahresende seinen Hof-, Stall- und Fütterungsbetrieb im Horstmarer Gewerbegebiet aufgegeben. „52 erfüllte Arbeitsjahre reichen aus“, so der 66-Jährige, der sich auf ein aktives Rentnerleben freut.

Die Landwirtschaft befände sich in einem starken Strukturwandel. Immer mehr Büroarbeiten, neue Haltungsformen, Tier-, Dünge- und Gülleverordnung sowie Landverknappung, führten dazu, dass es für das nebengelagerte Gewerbe immer schwieriger werde, zu bestehen, schildert der gelernte Landmaschinenschlosser die erschwerten Bedingungen, die ihn zum Aufhören bewogen hätten.

Seine fünf Kinder wollten den Betrieb nicht weiterführen. Also verkaufte Norbert Wiechers ihn an eine Borghorster Firma. Einen Raum hat der Bastler und Tüftler allerdings behalten, in dem er nach wie vor handwerklich tätig sein kann. „Ich muss meine Ideen, und davon habe ich wenigstens vier, bis zur Wiedereröffnung des Bahnhofscafés im April umgesetzt haben“, erklärt der leidenschaftliche Sammler von Schweinen, der vor einigen Jahren auch die Idee für die Errichtung eines Schweinemuseums im ehemaligen Horstmarer Bahnhof hatte. Seitdem betreibt der Initiator gemeinsam mit Ludger Hummert und Albert Krotoszynski das Bahnhofscafé, das weit über die Grenzen von Horstmar bekannt ist und für die kommende Saison wieder ein abwechslungsreiches Programm bietet, wie beispielsweise die Schlüter-Schlepper-Tage vom 21. bis 24. Mai (Interessierte können sich unter Telefon 01 72/5 30 49 32 melden).

Dem Familienvater liegt daran, dass der Bahnhof zu einem Kommunikationscenter. „Der Grundstein dafür ist gelegt worden“, freut sich der Initiator über die bisherige erfolgreiche Entwicklung.

Norbert Wiechers engagierte sich schon immer ehrenamtlich und sozial. So gehört er beispielsweise dem Vorstand des Stadtmarketingvereins „HorstmarErleben“ an. Zudem hat der 66-Jährige vor sechs Monaten die Leitung für das Wasserprojekt in Nigeria übernommen, die zuvor Dieter Bielefeld inne hatte. Zur Zeit befinde man sich in der Prüfungsphase, die ersten Arbeiten seien gemacht worden, berichtet Wiechers.

„Gebe lieber was mit warmen Händen“, folgte der frisch gebackene Rentner stets dem guten Rat seiner Mutter. So hat er jahrelang mit dem „Schrottgeld“ aus der Firma die Clinik Clowns in Münster unterstützt. Auch Geldgeschenke aus Jubiläen, der Betriebserweiterung und Geburtstagsfeiern wurden immer für diese Zwecke gestiftet.

Zum Ende des Jahres 2019 griff der Landmaschinenschlosser noch einmal ganz tief in die Tasche. So hat er der Firma Thomas Hilbt aus Laer (der übrigens sein erster Mitarbeiter war), die zu Weihnachten eine Geldspende in Höhe von 4000 Euro für herzkranke Kinder bereitgestellt hatte (wir berichteten), für deren Betrieb eine Tafelschere veräußert. Den Verkaufserlös in Höhe von 1000 Euro stellte er ebenfalls für diesen Zweck zur Verfügung.

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