Landwirtschaftlicher Ortsverein Laer-Holthausen zeigt sich gut aufgestellt
WLV-Initiative zeigt positive Wirkung

Laer -

Die Regularien waren während der Jahreshauptversammlung des Landwirtschaftlichen Ortsvereins Laer-Holthausen in der Gaststätte „Haus Veltrup“ schnell erledigt. Eine gesunde Kassenlage attestierte Thomas Bölling dem LOV. Sei es das Anlegen und Pflegen der Blühstreifen, die Sommertour mit dem Fahrrad, das Erntekranzbinden sowie die Erntedankmesse mit dem anschließenden Frühschoppen. Vorsitzender Norbert Lengers erinnerte die Mitglieder an arbeitsreiche, aber auch viele schöne Stunden. und ein interessantes Programm in 2019.

Freitag, 31.01.2020, 17:18 Uhr aktualisiert: 04.02.2020, 08:20 Uhr
Informativ war die Jahreshauptversammlung des LOV Laer-Holthausen in der Gaststätte „Haus Veltrup“. Zu den Referenten gehörte unter anderen auch Bauamtsleiter Stefan Wesker (vorne).
Informativ war die Jahreshauptversammlung des LOV Laer-Holthausen in der Gaststätte „Haus Veltrup“. Zu den Referenten gehörte unter anderen auch Bauamtsleiter Stefan Wesker (vorne). Foto: Heinrich Lindenbaum

Seitens der Kommune berichtete der stellvertretende Bürgermeister Gerrit Thiemann. Verschiedene Projekte wolle man bis zum Sommer noch abschließen, aber auch über die Kommunalwahl hinaus gehe die Arbeit weiter, erklärte er. Als Beispiele nannte er den Freisenbrock III, in dem fast alle Plätze verkauft seien, sowie die Sanierung der Friedhofkapelle und den Ausbau von Glasfaser in den Außenbezirken.

Bauamtsleiter Stefan Wesker berichtete über die Sanierung der Wirtschaftswege. Zunächst einmal müsse man schauen, ob es öffentliche, private oder auch Haupt- und Nebenwirtschaftswege seien. „Wir sind in einem guten Abstimmungsgespräch mit den Landwirten“, betonte der Diplom-Ingenieur und stellte die Planungsstufen eins bis drei vor. Das größte Problem sei immer die Finanzierung, aber man hoffe, über Fördertöpfe die notwendigen Mittel zur Verfügung gestellt zu bekommen.

„Auch der Bürgerradweg nach Holthausen wird kommen. Aber diese Maßnahme braucht ihre Zeit“, gab der Referent zu bedenken.

In seinem Vortrag „Umgang mit kranken und verletzten Tieren im Stall und beim Transport“ verwies Dr. Christoph Brundiers, Chefveterinär im Kreis Steinfurt, auf die Bilder von kranken Tieren in der Presse und sagte: „Man will solche Bilder nicht mehr sehen. Es ist aller höchste Zeit, dass wir das strukturelle Problem angehen, denn kein Landwirt ist mit der heutigen Situation zufrieden“.

Tierschutz sei das elementare Thema der Branche. Für alle Landwirt sei es wichtig, bei kranken Tieren sofort Maßnahmen für die Behandlung einzuleiten, die Absonderung in geeignete Haltungseinrichtungen, die Tötung kranker oder verletzter Tiere zu ergreifen, sowie den Tierarzt hinzuzuziehen. Bei keiner Aussicht auf Heilung müsse die fachgerechte Nottötung durchgeführt werden.

Kreisgeschäftsführer Franz-Georg Koers vom WLV-Kreisverband Steinfurt berichtete unter anderem über die Initiative „Landwirtschaft schafft Leben“ und die Kampagne „Landwirtschaft mag doch jeder“. Ziel dieser sei, das Image der Landwirtschaft positiv und selbstbewusst mitzugestalten und die Kluft zwischen Landwirten, Verbrauchern und Kritikern zu überwinden. Die Kundgebungen, Demonstrationen, Traktorfahrten, aber auch die vielen Gespräche mit den Bürgern hätten bereits erste Erfolge gezeigt.

Klemens Mormann stellte das neu gegründete Unternehmernetzwerk Laer (kurz UNL) vor. „Wir wollen die Kommunikation miteinander und nicht übereinander“, betonte der Initiator. Wenn Politik und Wirtschaft sich gegenseitig unterstützten, könnte unabhängig von der jeweiligen wirtschaftlichen Lage in Laer und Holthausen durchaus noch mehr bewegt werden, zeigte sich der Redner überzeugt, der die Landwirte zur nächsten Veranstaltung des UNL am 12. Februar (Mittwoch) in die Halle Kühlmann einlud.

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