Stefan Wesker und Gerrit Thiemann leiten die Geschicke der Gemeinde Laer
Erfolgreich im Zweischichtbetrieb

Laer -

Zwar ist die Gemeindeverwaltung seit Mitte März wegen der Corona-Pandemie geschlossen, dennoch läuft die Arbeit in gewohnter Weise weiter. Derzeit führen Stefan Wesker, Mitarbeiter der Verwaltung, und Gerrit Thiemann, stellvertretender Bürgermeister, die Geschicke.

Donnerstag, 23.04.2020, 15:06 Uhr aktualisiert: 28.04.2020, 11:24 Uhr
Stefan Wesker (r.) als Allgemeiner Vertreter des Bürgermeisters und Bürgermeister-Vertreter Gerrit Thiemann leiten zurzeit die Geschicke der Laerer Gemeindeverwaltung
Stefan Wesker (r.) als Allgemeiner Vertreter des Bürgermeisters und Bürgermeister-Vertreter Gerrit Thiemann leiten zurzeit die Geschicke der Laerer Gemeindeverwaltung Foto: abi

Auch wenn die Gemeindeverwaltung im Ewaldidorf seit dem 16. März wegen des Corona-Virus geschlossen ist, läuft die Arbeit dort erfolgreich weiter. Das bestätigt zumindest der stellvertretende Bürgermeister, Gerrit Thiemann, der zu einem Pressegespräch vor das Rathaus eingeladen hat. Mit dabei ist Stefan Wesker. Er leitet zur Zeit die Belegschaft, da der Allgemeine Vertreter der Bürgermeisters, Maike ter Beek, erkrankt ist.

Homeoffice

Der Leiter der Fachbereichs 3, zu dem die Infrastruktur und das Bauen gehören, ist vom Zweischichtbetrieb überzeugt, den die Verwaltungsspitze schon vor sechs Wochen eingeführt hat, um eine mögliche Ausbreitung des Coronavirus in der Mitarbeiterschaft einzudämmen und die Infektionsketten zu unterbrechen. Damit sie sich im Krankheitsfall nicht gegenseitig anstecken, arbeiten die Kollegen und er in zwei Teams. Während das eine in Bereitschaft ist, agiert das andere von zuhause aus.

Fest im Griff

„Die Verwaltung hat die Arbeit fest im Griff“, lobt Gerrit Thiemann den Einsatz aller Mitarbeiter, die sich natürlich auch erst an die ungewohnte Situation gewöhnen mussten. „Die Kleinigkeiten fallen weg und ich habe mehr Zeit für die großen Projekte“, freut sich der Bauamtsleiter, dass er im Homeoffice oftmals sogar mehr schafft, als in der Verwaltung. Dort gebe es immer wieder Unterbrechungen und er könne nicht so konzentriert an einer Sache arbeiten.

Dass alles so reibungslos funktioniert, führt der Diplom-Ingenieur auch auf die gute Zusammenarbeit mit den anderen Abteilungsleitern zurück und Gerrit Thiemann sieht es ähnlich. Matthias-Holger Reher kümmere sich um Corona, Kämmerer Thorsten Brinker um die Finanzen und Zentrale Dienste und Stefan Wesker um die Baugebiete, nennt der Bürgermeister-Stellvertreter die Zuständigkeitsbereiche. Wie er weiter berichtet, treffen sich jeden Dienstagnachmittag die Verwaltungsspitze und die Fraktionsvorsitzenden sowie die Bürgermeister-Stellvertreter, um Dringlichkeitsentscheidungen zu treffen und die Verwaltung am Laufen zu halten.

4. Mai

„Wir warten den 4. Mai ab“, antwortet Stefan Wesker auf die Frage, ab wann in Laer wieder der Rat und die Fachausschüsse tagen. Vielleicht könnten dann Mitte Mai die Sitzungen vor Ort beginnen, mahnt der Allgemeine Vertreter des Bürgermeisters zur Vorsicht. Schließlich sei man nur eine kleine Verwaltung, die sich keine Ausfälle leisten könne.

Auch Gerrit Thiemann möchte nichts überstürzen. Kulturveranstaltungen seien zunächst einmal bis Ende August abgesagt. Er hofft, dass das Pfingstkonzert des Madrigalchores in den Herbst verschoben werden kann. Einen Termin für Storno gäbe es in 2021 bereits. Hingegen seien die Schützenfeste und die Kirmes und vieles andere gestrichen.

Die Frage, ob die Kommunalwahl am 13. September stattfindet, ist noch nicht geklärt. „Ich befürchte, die Kommunalpolitiker haben mit dem Termin mehr Probleme als die Verwaltung“, erklärt Gerrit Thiemann, dass diese dafür jedenfalls gerüstet sei.

„Wir haben die kompletten Flächen der Grundschule desinfiziert und das Putzpersonal wird entsprechend geschult“, betont Wesker, dass die Gemeinde ihren Aufgaben als Schulträger gerecht wird und für die Wiederaufnahme des Unterrichts vorbereitet ist. Allerdings müsse noch weiter abgestimmt werden, für welche Dinge die Schulleitung und für welche die Kommune zuständig sei.

Da der Altbau der Schule leer stehe, gebe es eine geeignete Ausweichfläche, wenn Klassen geteilt werden müssten, zeigt sich Wesker erleichtert. In der Frage, wie es mit den Kitas weitergeht, seien die Träger in Verbindung mit der Landesregierung gefordert. Der Kreis entscheide dann letztendlich, welche Familien vor Ort noch in den Genuss einer Sonderbetreuung kämen.

Wie Wesker und Thiemann erklären, stehe man auch mit der Kirchengemeinde Heilige Brüder Ewaldi in engem Kontakt. Beide Seiten interessiere, wie es mit dem Marienhospital in Laer auf Dauer weitergehe. Dieses stehe nach wie vor mit 200 Betten als „Fieberlazarett“ für den Kreis Steinfurt zur Verfügung, sei aber zurzeit nicht belegt.

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