CDU Laer und Holthausen stellt Weichen für den Kommunalwahlkampf
Mit neuem Team im Aufwind

Laer -

Mit überwältigender Mehrheit haben die Christdemokraten während ihrer Aufstellungsversammlung den Bürgermeister-Kandidaten Manfred Kluthe bestätigt. Der 43-jährige Berufsschullehrer ist unabhängig und gehört keiner Partei an, geht aber für die CDU ins Rennen.

Freitag, 05.06.2020, 18:34 Uhr aktualisiert: 08.06.2020, 16:06 Uhr
Mit dieser Mannschaft tritt die CDU Laer und Holthausen zur Kommunalwahl am 13. September an.
Mit dieser Mannschaft tritt die CDU Laer und Holthausen zur Kommunalwahl am 13. September an. Foto: Benedikt Niehues

Deutlich verjüngt und (fast) komplett neu aufgestellt, präsentiert sich die CDU Laer und Holthausen für die Kommunalwahl am 13. September. Das zeigte sich während der Aufstellungsversammlung, die unter den gebotenen Hygiene- und Abstandsregeln der Corona-Pandemie auf der Tenne des Ortsverbands-Vorsitzenden Benedikt Niehues in der Aabauerschaft stattfand. Dort begrüßte der Hausherr neben den Mitgliedern auch den Bundestagsabgeordneten Marc Henrichmann, den CDU-Landratskandidaten Mathias Krümpel, das CDU-Kreistagsmitglied Andreas Schulte aus Horstmar und seinen Mitstreiter und Stellvertreter Niklas van Stein, der zum Kreistagskandidaten für den Wahlkreis Altenberge und Laer benannt worden ist.

Besonders hieß der Gastgeber den Bürgermeisterkandidaten Manfred Kluthe willkommen, der zwar für die CDU ins Rennen geht, aber parteilos und unabhängig ist. Das sei ein Vorteil, meinte der Bewerber in seiner Antrittsrede. So könne er ganz unbefangen an die Sache herangehen und alle Interessen vertreten.

„Laer braucht eine Person, die nicht spaltet, sondern verbindet“, betonte der 43-Jährige, der seit sechs Jahren mit seiner Familie in Laer lebt und ursprünglich gelernter Tischler ist. Für den zweifachen Familienvater ist klar, dass ein Bürgermeister ortsverbunden, aber auch bereit sein muss, über den Tellerrand zu schauen.

„Die CDU hat mich quasi entdeckt“, erklärte Manfred Kluthe, wie es dazu gekommen ist, dass die Christdemokraten mit ihm an der Spitze in den Wahlkampf ziehen wollen. Aufmerksam auf ihn geworden während seines Einsatzes in der Flüchtlingshilfe – hier hatte er sich für die Fahrradwerkstatt eingesetzt – sowie durch seine ehrenamtlichen Arbeit für die neue Online-Plattform „Laer-online.de“ hätten ihn die verantwortlichen Christdemokraten gefragt, ob er nicht antreten wolle. Da seine neue Heimat Laer ihm am Herzen liege und er sehr motiviert sei, etwas für die Gemeinde und ihre Bürger zu bewegen, habe er ja gesagt.

Begründet sei seine Zusage auch durch das „tolle und schlagkräftige“ Team, das ihm bei seiner Ratsarbeit und in der Kommunalpolitik zur Seite stehen wolle. Gemeint sind damit jene Kandidaten, die sich um ein Ratsmandat bewerben. Dabei handelt es sich um viele neue Gesichter. Das zeigte die Vorstellungsrunde. Mit 18 Jahren ist Kai Potthoff der jüngste und Klemens Tacke mit 62 Jahren, der in Holthausen antritt, der älteste Kandidat in der Runde.

Leider gibt es im bunt gemischten Team der zehn Direktkandidaten mit Karin Decker und Sybille Höner nur zwei Frauen. „Wir haben es wirklich versucht und viele Gespräche geführt“, bedauerte Benedikt Niehues, dass es trotzdem nicht gelungen sei, die Frauenquote zu erfüllen.

Der Vorsitzende erinnerte an den erfolgreichen Auftakt zu den „Werkstatt-Gesprächen“ mit der CDU-Landtagsabgeordneten Christina Schulze Föcking. Deren geplante Fortsetzung sei jedoch am Ausbruch der Corona-Pandemie gescheitert, die alles auf den Kopf gestellt habe. Trotzdem habe die CDU weiter daran gearbeitet, möglichst viele Bürger mit ins Boot zu holen und sich neu sowie breit aufzustellen.

Hilfe in dieser schwierigen Situation hat es durch das neu gegründete Unternehmernetzwerk (UNL) gegeben, dessen erklärtes Ziel es ist, die Wirtschaft vor Ort weiter nach vorne zu bringen und das Image von Laer zu verbessern. Um das zu erreichen, müsse man auch in der Politik mitwirken, hatten die Initiatoren schnell erkannt und ihr diesbezügliches Engagement angekündigt. Folgerichtig treten die UNL-Mitbegründer Dr. Reinhard Lülff und Geschäftsführer Klemens Mormann ebenfalls zur Wahl an.

Beide sind erst kürzlich in die CDU eingetreten und setzen sich wie der Bürgermeisterkandidat besonders für die Dorferneuerung und die Forcierung der Digitalisierung ein. Für deren Weiterentwicklung sowie die globale Entwicklung des Klimaschutzes und eine neue Form der Bürgerbeteiligung steht auch Manfred Kluthe, der als Lehrer am Adolph-Kolping-Berufskolleg in Münster arbeitet und als Abteilungsleiter für die Digitalisierungsprozesse zuständig ist. „Ich werde mich mit Herz, Verstand und Leidenschaft für Laer einsetzen“, versprach der Kandidat, dessen Wahlrede mit Applaus und einem guten Wahlergebnis belohnt wurde.

Für die Bereitschaft, politische Verantwortung zu übernehmen, dankte Henrichmann allen Kandidaten, denn Ruhm, Ehre und Dank gäbe es heutzutage meistens nicht dafür, bedauerte der Bundestagsabgeordnete. Er wolle jedenfalls dazu beitragen, dass sich die Disco-Kugel am 13. September ein bisschen schneller drehe, versprach er – anspielend auf die besondere Location der Veranstaltung. Diese hatte mit einer Gedenkminute für den plötzlich verstorbenen Ratsherrn Robert Vowinkel begonnen. Der 57-Jährige habe sich auf den Wahlkampf gefreut und sei voll motiviert gewesen, erklärte Benedikt Niehues, der ankündigte, dass die Partei ganz im Sinne des Verstorbenen weitermachen werde.

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