Verwaltungsvorstand berichtet über zahlreiche Projekte
In der Gemeinde tut sich was

Laer -

Glasfaserausbau im Außenbereich, verschiedene Baugebiete, die Dorfentwicklungsplanung – in Laer bewegt sich derzeit einiges. Das machte der Verwaltungsvorstand während einer Ausschusssitzung deutlich.

Sonntag, 14.06.2020, 16:50 Uhr aktualisiert: 15.06.2020, 14:38 Uhr
150 Adressen im Außenbereich erhalten einen Glasfaseranschluss. Die Nachfragebündelung ist abgeschlossen.
150 Adressen im Außenbereich erhalten einen Glasfaseranschluss. Die Nachfragebündelung ist abgeschlossen. Foto: Peter Kneffel/dpa

Auch wenn die Gemeindeverwaltung derzeit ohne einen Bürgermeister auskommen muss und mit den Auswirkungen der Corona-Pandemie zu kämpfen hat, gibt es keinen Stillstand im Ewaldidorf. Das machte der Verwaltungsvorstand während der jüngsten Sitzung des Ausschusses für Wirtschaftsförderung, Dorfentwicklung, Tourismus und Marketing deutlich.

Dass die Verwaltung keinen Einfluss auf den Glasfaserausbau im Außenbereich hat, machte Kämmerer Thorsten Brinker deutlich. So würde die Maßnahme zu 100 Prozent – 50 Prozent vom Land und 50 Prozent vom Bund – gefördert. Die Kommune warte noch auf den Förderbescheid, mit dem Brinker nach den Sommerferien rechnet. Er verstehe auch nicht, warum der Außenbereich nicht komplett angeschlossen würde, zumal zurzeit so viel Geld im Umlauf sei. Bewilligt sind 150 Adressen und die Nachfragebündelung ist abgeschlossen.

Attraktiver Standort in der Nähe von Münster

In den Gewerbegebieten weist die Gemeinde Laer fünf förderfähige Adressen auf. Der Kreis Steinfurt wurde bereits per Dringlichkeitsbeschluss beauftragt, einen Förderantrag zur Breitbandversorgung mit Glasfaseranschlüssen zu stellen.

Der Verwaltungsvorstand sei sich einig, dass Laer ein attraktiver Standort in der Nähe von Münster sei. Dieser bedürfe ein Standortmarketing, eine Strategie und brauche Geld, betonte der Kämmerer, der vorschlug, eine eigene Internetseite zu erstellen.

Politik arbeitet städtebauliche Eckpunkte aus

Über die Baugebiete „Freisenbrock III“ und „Freisenbrock IV“ berichtete Stefan Wesker, der den Fachbereich Infrastruktur und Bauen leitet. Da das Gebiet III – die Erschließungsarbeiten laufen voraussichtlich bis August 2020 – vollständig verkauft sei, müsse die Gemeinde mit ihrem nächsten Baugebiet starten.

Im „Freisenbrock IV“ solle die Bauleitplanung im Jahr 2021 abgeschlossen sein. Verschiedene Erschließungssysteme seien der Politik zur Beratung vorgelegt worden und die Beratungen liefen bereits. Ferner würden in der Politik derzeit verschiedene städtebauliche Eckpunkte (ökologische Häuser, Passivhäuser, Bauhausstil, Sozialer Wohnungsbau mit dem Kreis Steinfurt und so weiter) ausgearbeitet. Der Abschluss dieser Prozesse in der Politik sei bis Oktober 2020 geplant, so Wesker.

Allerdings könne Laer nicht ins Unermessliche wachsen, schließlich müsse auch die Infrastruktur dafür ausgerichtet sein. Darüber müssten die Verantwortlichen auch vor dem Hintergrund der Frage nachdenken, was die Gemeinde Laer sich auf Dauer leisten könne.

Image für die Gemeinde Laer zu erzeugen

Die Dorfentwicklungsplanung stellte Klimaschutzmanager Daniel Matlik vor, der bereits seit drei Jahren mit der Materie befasst ist und bei der Ausgestaltung möglichst alle Bürger mit ins Boot nehmen möchte, um gemeinsam ein Image für die Gemeinde Laer zu erzeugen. Der Geograf hat mehrere Fördertöpfe angezapft, um finanzielle Unterstützung für Maßnahmen, wie beispielsweise für die Sanierung der Wirtschaftswege zu bekommen. So fördert das Land „ländliche Wegekonzepte“ mit einem Anteil von 75 Prozent und maximal mit 50 000 Euro. Bei der Erfassung der Wege habe sich herausgestellt, dass es mehr sind als gedacht, berichtete Matlik.

Mehr über dieses Thema können interessierte Bürger während einer Versammlung am heutigen Montag (15. Juni) um 16.30 Uhr in der Sporthalle Am Hofkamp erfahren. Dabei soll auch der Arbeitskreis Wegenetzkonzept erstellt werden. Eine Anmeldung dazu ist bei der Gemeindeverwaltung erforderlich.

Um das Thema Quartierskonzept geht es unter anderem während der Sondersitzung des Ausschusses für Umwelt, Verkehr, Klima- und Landschaftsschutz, die heute um 18.30 Uhr in der Sporthalle stattfindet. Für diese Sitzung sind allerdings keine Zuschauerplätze mehr verfügbar, so die Verwaltung.

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