Diskussion über Feuerwehrgerätehäuser
Mehrheit plädiert für zwei Standorte

Laer -

Wie geht es mit den Feuerwehrgerätehäusern in Laer und Holthausen weiter? Werden sie saniert und bleiben an ihren bisherigen Standorten? Oder gibt es einen gemeinsamen Neubau? Über diese und ähnliche Fragen diskutierten die Mitglieder des Haupt- und Finanzausschuss während ihrer jüngsten Sitzung. So gibt es entsprechende Förderprogramme des Landes zur Dorferneuerung.

Dienstag, 16.06.2020, 17:35 Uhr aktualisiert: 17.06.2020, 17:08 Uhr
Das Feuerwehrgerätehaus in Laer
Das Feuerwehrgerätehaus in Laer

„Wird als Standort für ein neu zu errichtendes Feuerwehrgerätehaus die Fläche „Hinnemann/Treus“ favorisiert?“ „Soll an beiden Standorten festgehalten werden oder ist eine Zusammenlegung der Feuerwehrgerätehäuser gewünscht?“ „Ist die gemeinsame Nutzung des Gebäudes durch Freiwillige Feuerwehr, Deutsches Rotes Kreuz (Ortsverband Laer) und Baubetriebshof gewünscht?“ Mit diesen Fragen befassten sich die Mitglieder des Haupt- und Finanzausschusses während ihrer jüngsten Sitzung, als es um die Zukunft der Feuerwehrgerätehäuser in Laer und Holthausen ging.

Da es verschiedene Fördertöpfe für den Neubau, die Sanierung, den An-, Aus oder Umbau eines Gerätehauses sowie den Umbau eines Gebäudes zu einem Feuerwehrhaus des Landes gibt, hat sich der Verwaltungsvorstand Gedanken gemacht, wie es vor Ort mit der Feuerwehr weitergehen könnte. Dazu soll es eine Bestands- und Standortanalyse beider Gerätehäuser geben.

„Wir sollten dem zu beauftragten Ingenieurbüro ein paar Eckdaten vorgeben“, appellierte der Allgemeine Vertreter des Bürgermeisters, Maik ter Beek, an die Kommunalpolitiker, einige Vorgaben zu machen.

Dass beide Gerätehäuser nicht mehr im besten Zustand sind, erklärte Gerrit Thiemann. Der Sozialdemokrat begrüßte es, dass man die Sache endlich in Angriff nehme. Ganz wichtig sei es, die Wehr in alle Planungen mit einzubeziehen. Die SPD-Fraktion favorisiere einen Neubau an jetziger Stelle unter Einbeziehung des Bauhofs. „Es soll bei beiden Standorten bleiben“, betonte der Genosse.

Ähnlich sah das Margarete Müller. Der Standort Holthausen müsse erhalten bleiben, schon um die Forderungen des Brandschutzbedarfsplans einzuhalten. So decke die Löschgruppe Holthausen den südlichen Teil von Laer und die Beerlage ab. Die CDU-Fraktionsvorsitzende befand den Standort „Hinnemann/Treus“ für gut und forderte die Einbeziehung des DRK-Ortsverbandes und des Bauhofs.

Für die „Doppellösung“ sprach sich auch Prof. Dr. Reinhardt Nippert aus. Die Möglichkeit, beide Wehren an einem Standort unterzubringen, erachtete der UBG-Fraktionsvorsitzende als problematisch.

Anders sah das Elke Schuchtmann-Fehmer. Wie die Fraktionsvorsitzende der Grünen betonte, habe ihre Partei schon in 2016 eine Machbarkeitsstudie für einen gemeinsamen Standort gefordert. Vielleicht böte sich auf dem Hof Hinnemann ja auch die Möglichkeit, eine Bürgerhalle unterzubringen. Vorteil sei, dass die Feuerwehr dort moderne Räumlichkeiten für die Kameraden aus Laer und Holthausen bekommen könnte und zentral untergebracht sei.

Die Gemeindeverwaltung wurde schließlich einstimmig beauftragt, die Ermittlung des finanziellen Aufwands beider Alternativen zu klären.

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