OGS-Arbeit Thema im Ausschuss für Jugend, Sport, Schule und Bildung
Ferienprogramm auf der Kippe?

Laer -

Kann die OGS in den Sommerferien ein Programm anbieten? Leiterin Petra Steeger versichert, das Team habe durchaus den Willen, könne aber letztendlich nicht selbst entscheiden.

Donnerstag, 18.06.2020, 17:05 Uhr aktualisiert: 19.06.2020, 15:58 Uhr
Die Arbeiten am Neubau sind noch in vollem Gang.
Die Arbeiten am Neubau sind noch in vollem Gang. Foto: abi

Sie und das Team würden gerade mit vielen Fragen konfrontiert. Was ist mit der Betreuung? Und – mit Blick auf die bevorstehenden Sommerferien – gibt es ein Ferienprogramm?

Pe­tra Steeger, Leiterin des Offenen Ganztags (OGS), informierte im Ausschuss für Jugend, Sport, Schule und Bildung über die aktuelle Arbeit, auch und gerade in Corona-Zeiten. Wirklich belastbare Aussagen könne sie zu den Informationswünschen der Eltern nicht machen.

Das derzeitig geltende Konzept lasse Veranstaltungen mit bis zu 15 Kindern zu. Eltern fragten verständlicherweise: „Aber ganze Klassen geht?“

Eine erste Umfrage unter den Eltern habe gut 30 positive Rückmeldungen für ein Ferienprogramm gegeben – „eine sehr dünne Planungsbasis“, fasste Petra Steeger zusammen.

Und verbreitete gleich im nächsten Satz Zuversicht: „Wir wollen ein Angebot machen, aber wir wissen nicht, was möglich ist.“

Für die Verwaltung ergänzte Fachbereichsleiter Matthias-Holger Reher, dass das Ministerium eine „Ergänzungsbetreuung“ in Aussicht gestellt habe. Das Angebot solle auch mit einer finanziellen Unterstützung aus dem Schulministerium einhergehen. „Aber wie das Ganze ablaufen soll, dazu liegen uns noch keine Informationen vor.“ Reher wies auf einen weiteren Aspekt hin: „Wir haben dafür auch noch kein Personal“.

Klar, aber die Sommerferien beginnen ja auch erst am 29. Juni. . .  Möglicherweise steht das Ferienprogramm in diesem Jahr auf der „Corona-Kippe“.

Derzeit gibt es sechs Gruppen im Offenen Ganztag in Laer. Drei OGS-Gruppen, eine für die erste Klasse, eine für zweite und die dritte für Schüler der dritten und vierten Klassen. Dazu gebe es jeweils gleiche Gruppen in der Übermittagsbetreuung.

Personell sei die OGS arg gebeutelt, berichtete die Leiterin. Einige der Kollegen gehörten zur Risikogruppe und würden nicht eingesetzt.

Wegen des Engpasses und dem noch nicht fertiggestellten Umbau könne kein Mittagessen für die Schüler angeboten werden. „Wir haben zwei kleine Säle“, die aber nach jeder Gruppe jeweils gereinigt und desinfiziert werden müssten. „Das ist zur Zeit einfach nicht leistbar“, sagte Pe­tra Steeger. Auch für die tägliche OGS-Arbeit fehle der große Sandkasten, eben, weil es dort keinen Sonnenschutz gebe (wir berichteten). Auch für ein eventuelles Ferienprogramm sei der Sandkasten von Bedeutung.

Sie beklagte, dass die Kommunikation mit übergeordneten Stellen besonders in der Hochzeit der Corona-Krise nicht ausreichend funktioniert habe. Petra Steeger nannte als Beispiel die Notbetreuung. Erst seien es zwei oder vier Kinder gewesen, später bis zu 40, „weil der Kreis der Berechtigten stetig erweitert wurde.“ Vielfach hätten Eltern Informationen aus unterschiedlichen Quellen mitgebracht, ehe sie als ausführende OGS offiziell informiert worden sei.

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