Coronavirus: Kreis Steinfurt aktiviert Fieberlazarett / Gemeinde Laer unterstützt bei Pandemiebekämpfung   
Vorbereitungen in vollem Gang

Laer -

„Wir sind auf jede Lage gefasst und gut vorbereitet“, erklärt Friedhelm Thielen vom erweiterten Krisenstab des Kreises Steinfurt, der Kapazitäten im Fieberlazarett in Laer schafft. Dieses wird gerade im ehemaligen Marienhospital reaktiviert, um dem Nachbarkreis Warendorf bei der Pandemiebekämpfung zu helfen.

Donnerstag, 25.06.2020, 17:28 Uhr aktualisiert: 26.06.2020, 16:40 Uhr
In diesem Zelt sollen Ankommende von den Helfern registriert werden
In diesem Zelt sollen Ankommende von den Helfern registriert werden Foto: abi

Die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren. „Wir sind auf jede Lage gefasst und gut vorbereitet“, sagt Friedhelm Thielen vom erweiterten Krisenstab des Kreises Steinfurt, der nach Absprache mit der Gemeinde Laer das ehemalige Marienhospital wieder als Fieberlazarett reaktiviert. Dort sollen bis zu 100 Tönnies-Mitarbeiter und oder deren Angehörige untergebracht werden, die das Gelände nicht verlassen dürfen, weil sie unter Quarantäne stehen.

Der derzeitige Allgemeine Vertreter des Bürgermeisters, Stefan Wesker hat erreicht, dass ein Sicherheitskonzept erarbeitet wurde. So steht ein Wachdienst rund um die Uhr vor Ort bereit, der von der Polizei unterstützt wird.

Bürgermeister-Stellvertreter Gerrit Thiemann zeigte sich im Gespräch mit dieser Zeitung davon überzeugt, dass die Mehrheit der Bevölkerung hinter der Entscheidung der Gemeinde steht, den Nachbarkreis bei der Pandemiebekämpfung zu unterstützen und sich mit den Betroffenen solidarisch zu zeigen. Natürlich gäbe es auch Bürger, die Angst hätten, doch der Krisenstab des Kreises Steinfurt und alle beteiligten Organisationen sowie Helfer täten alles dafür, dass alle Vorschriften und die Landesvorgaben eingehalten würden. Letztere besagen, dass die betroffenen Menschen in den Kreisen Gütersloh und Warendorf nach jeweiligem Status – infiziert oder Kontaktperson – getrennt untergebracht werden müssen. Dafür werden dringend Unterbringungsmöglichkeiten benötigt.

Glücklicherweise sind die Fallzahlen im Kreisgebiet Steinfurt gering, sodass der Kreis die Einrichtung selbst aktuell nicht benötigt.

Die Bezirksregierung Münster hatte um Unterstützung bei der Unterbringung gebeten. „Das ist ein starkes Zeichen der Solidarität, das dem Kreis Warendorf hilft, den Lockdown schnell wieder verlassen zu können“, lobte Regierungspräsidentin Dorothee Feller die Hilfe.

Die Kosten dieser Unterstützungsmaßnahme trägt das Land Nordrhein-Westfalen.

Nähere Informationen, etwa wie viele Personen in Laer versorgt werden sollen und wann sie dort eintreffen, liegen dem Kreis Steinfurt zurzeit noch nicht vor.

  • Kreis Steinfurt
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