Ulrike und Johannes Kluck berichten von ihrem Besuch in der Partnergemeinde von Laer
Wiedersehen in Badersleben

Laer -

Über ihren Besuch in der Partnergemeinde Badersleben berichten Ulrike und Johannes Kluck. Die Vertreter des Laerer Heimatvereins standen mit ihrem Wohnmobil auf dem Parkplatz des dortigen Freibades. Wie sie erklären, hat es in Badersleben bisher keine Corona-Infektionen gegeben.

Montag, 27.07.2020, 18:14 Uhr aktualisiert: 29.07.2020, 15:10 Uhr
Der Ortsbürgermeister von Badersleben, Olaf Beder (l.), seine Frau Ines und der ehemalige Bürgermeisters von Badersleben, Eckard Rosemann haben Johannes Kluck und seine Frau – sie ist nicht auf dem Bild, weil die das Foto gemacht hat, vor Ort herzlich begrüßt.
Der Ortsbürgermeister von Badersleben, Olaf Beder (l.), seine Frau Ines und der ehemalige Bürgermeisters von Badersleben, Eckard Rosemann haben Johannes Kluck und seine Frau – sie ist nicht auf dem Bild, weil die das Foto gemacht hat, vor Ort herzlich begrüßt. Foto: Kluck

Nach längerer Zeit der Abschottung durch die Corona-Krise haben Ulrike und Johannes Kluck vom Heimatverein wieder einen Besuch bei den Freunden in Badersleben gemacht. In der Partnergemeinde von Laer traf sich das Ehepaar aus dem Ewaldidorf mit Ortsbürgermeister Olaf Beder und und seiner Frau Ines, die bei der Gemeinde Huy als Sachbearbeiterin für Badersleben zuständig ist, Ria Küchenmeister, die mit ihrem Mann Dietmar, dem langjährigen Vorsitzenden des Heimatvereins, seit 30 Jahren aktiv die Partnerschaft gepflegt hat, Olaf Quaas, der zur Zeit kommissarisch den Heimatverein leitet, und dem Ehepaar Prothmann, das sich seit vielen Jahren im Heimatverein und in der katholischen Kirche engagiert.

Am wieder geöffneten Freibad empfingen Olaf und Ines Beder die Klucks. Wie die Eheleute in einem Bericht schreiben, standen sie mit ihrem Wohnmobil auf dem Parkplatz des Freibades, das an eine Obstwiese und weitere Wiesenflächen angrenzt. Der Besucherandrang im Bad hielt sich in Grenzen, vielleicht aus Vorsicht wegen Corona oder auch wegen des nicht ganz beständigen Wetters.

„Frau Duhme, die im Freibad Dienst tut, und ihr Mann haben uns sehr nett aufgenommen und sogar am nächsten Morgen am 49,50 Meter-Becken zum Frühstück eingeladen“, berichten die Laerer Heimatfreunde. Die erste Übernachtung sei sehr erholsam gewesen. In der zweiten Nacht hätten ihr Mann und sie jedoch gemerkt, dass in ihrer Nähe etwas vorging und ab Mitternacht einige Autos an der anderen Seite des Stellplatzes parkten. „Wir hörten Musik und Bässe aus den Autoradios, junge Leute stiegen aus. Da sie auch um unser Fahrzeug liefen und ins Freibad gingen, legten wir uns etwas kritisch auf die Lauer“, so Ulrike Kluck, die sich erleichtert zeigt, dass nichts passiert ist. Am nächstren Tag hätten sie dann erfahren, dass eine Abi-Party auf dem nebenan liegenden Grundstück stattgefunden hatte.

„In Badersleben hat es bisher keine Corona-Infektionen gegeben. Im Penny-Markt muss man Mundschutz tragen und einen Wagen beim Einkaufen benutzen“, beschreibt Ulrike Kluck die Situation vor Ort. Ihr Mann und sie haben Ria Küchenmeister besucht, die gerade aus dem Krankenhaus entlassen worden war. Nach dem Tod ihres Mannes, der als Vorsitzender des Heimatvereins viel für Badersleben und den Heimatverein erreicht hat (Organisation zahlreicher Feste, Sanierung der Bockwindmühle und der Wassermühle, Einrichtung des Heimatmuseums, Einrichtung des Tierarztmuseums, Einholung von Fördermitteln, viele Anerkennungspreise), habe sie immer noch einiges abzuwickeln.

Da auf dem idyllisch gelegenen Gelände des Heimatvereins an der Bockwindmühle das Vereinsgebäude mit Gästebetten und Sanitäranlagen, Küche und so weiter modernisiert worden ist, können dort nur kleinere Gruppen untergebracht werden. Das Heimatmuseum ist zur Zeit noch geschlossen. Es enthält eine Dokumentation über die 100-jährige Geschichte der damals deutschlandweit bekannten Landwirtschaftsschule in Badersleben. Die Äcker gehören zu den ertragreichen Böden der Magdeburger Börde. Eine Sammlung über typische DDR-Produkte gibt es ebenfalls im Museum zu sehen.

Gemeinsame Aktivitäten der Heimatvereine Bader­s­leben und Laer könnten auf dem Gebiet des Naturschutzes liegen. Dabei wäre eventuell eine Zusammenarbeit mit den Pfadfindern möglich. Ein Thema der Spring, der das Freibad Badersleben speist, und der Ewaldibach in Laer sein, so die Klucks. Badersleben grenze an den Huy, der wiederum ein Ausläufer des Harzes sei. Im Huy gäbe es ein besonders großes zusammenhängendes Buchenwaldgebiet, mit zahlreichen Wandermöglichkeiten auf gekennzeichneten Rundwegen. „Wanderer und Radfahrer haben dort sehr gute Möglichkeiten, die Natur und die geschichtsträchtige Umgebung (z.B. Halberstadt, Wernigerode, Quedlinburg) zu erkunden“, schwärmen die Klucks.

Da Olaf Beder Geschichtslehrer am Gymnasium ist, würde er auch einen Workshop mit Jugendlichen beispielsweise über die DDR-Geschichte oder die Folgen der Wiedervereinigung organisieren. Der Pädagoge hat hat sich von seiner langwierigen Verletzung, die er sich beim Volleyball-Turnier in Laer im November 2019 zugezogen hatte, erholt und ist jetzt wieder – abgesehen von den Ferien – im Schuldienst.

„Die Volleyballer aus Baders­leben möchten, wie in den vergangenen Jahren, im November wieder zum Turnier nach Laer kommen und hoffen, dass das dann wieder möglich sein wird“, erklären die Klucks abschließend.

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