Wahlleiter Maik ter Beek und seine Helfer rüsten sich für die Kommunalwahl am 13. September
Corona erschwert die Vorbereitungen

Laer -

Spannend werden die Kommunalwahlen in Laer. Immerhin bewerben sich mit Helga Bennink, Manfred Kluthe und Palitha Löher gleich drei Kandidaten um das Bürgermeisteramt. Mit hohem Aufwand sind die Wahlvorbereitungen verbunden, die Wahlleiter Maik ter Beek und seine Helfer Michael Wielers sowie Daniel Theis zurzeit treffen. Die Corona-Pandemie sorgt für erschwerte Bedingungen und einige Neuerungen.

Dienstag, 11.08.2020, 17:08 Uhr aktualisiert: 12.08.2020, 16:58 Uhr
Wegen der Kommunalwahl in Zeiten von Corona haben Laers Wahlleiter Maik ter Beek (l.) und sein Stellvertreter Michael Wielers in diesen Tagen
Wegen der Kommunalwahl in Zeiten von Corona haben Laers Wahlleiter Maik ter Beek (l.) und sein Stellvertreter Michael Wielers in diesen Tagen Foto: Sabine Niestert

Die UBG tritt nicht mehr an. Und auch die FBL sowie einen Einzelkandidaten wie Uwe Veltrup wird es im neuen Gemeinderat von Laer nicht mehr geben. Um Sitze bewerben sich mit der CDU, der SPD, der FDP und den Grünen lediglich vier Parteien, was die Sache übersichtlicher macht.

Während seiner jüngsten Sitzung hat der Wahlausschuss unter dem Vorsitz von Maik ter Beek die entsprechenden Weichen für die Kommunalwahl am 13. September gestellt. Das Gremium hat alle eingereichten Wahlvorschläge zugelassen. Dazu gehören auch die drei Bürgermeisterkandidaten Helga Bennink, die für die Grünen ins Rennen geht, und Manfred Kluthe, der zwar parteilos ist, aber für die CDU antritt. Als dritter im Bunde will Palitha Löher noch einmal sein Glück versuchen. Dieses Mal kämpft er als Einzelbewerber um das höchste Amt in der Gemeinde.

Vermutlich werden zwei der drei Kandidaten in die Stichwahl gehen, sprich, die Bürger werden am 27. September erneut an die Wahlurnen gerufen. Wer Landrat des Kreises Steinfurt wird, dürfte sich bei insgesamt fünf Bewerbern auch erst im zweiten Durchgang entscheiden.

Das und die Corona-Pandemie erschweren Wahlleiter Maik ter Beek und seinen Helfern Michael Wielers sowie Daniel Theis die Arbeit. Das Trio steckt mitten in den Vorbereitungen und ist froh, dass es fast alle 86 erforderlichen Wahlhelfer bereits gefunden hat. „Die letzten Rückenmeldungen fehlen noch“, erklärt Maik ter Beek.

Immerhin gilt es, zehn Wahllokale zu besetzen und die Stimmzettel der Briefwähler auszuzählen. „Die Anzahl der Wahlhelfer ist ausreichend bemessen, sodass einer von ihnen auch noch den Zugang zum Wahllokal steuern kann“, erklären die Verantwortlichen, die wegen der Corona-Pandemie strikt darauf achten müssen, dass die Abstandsregelungen und Hygiene-Bedingungen eingehalten werden.

Für die Wahlvorstände hat die Gemeindeverwaltung Trennwände aus Plastik angeschafft sowie Desinfektionsmittel und Einmal-Kulis bestellt, was natürlich zusätzliche Kosten verursacht. Besser wäre es, alle Wähler würden ihren eigenen Kugelschreiber mitbringen.

„Voraussichtlich ab dem 24. August wird die Briefwahl beginnen“, kündigt Michael Wielers an. Das Briefwahlbüro wird im Alten Speicher am Rathaus eingerichtet. Dafür wird der Geschäftsführer des Dorfmarketingvereins sein Büro räumen. Drei Mitarbeiterinnen der Verwaltung werden sich den Dienst im Nebengebäude teilen. Dieses hat montags bis freitags von 8.30 bis 12 Uhr, montags von 14 bis 16 Uhr und dienstags von 14 bis 18 Uhr geöffnet. Wähler im Verwaltungsgebäude sind wegen Corona momentan nicht erwünscht.

„Wir müssen zehn Wahllokale eröffnen, auch wenn es wahrscheinlich eine höhere Anzahl an Briefwählern gibt“, vermutet Michael Wielers. Für einige Laerer gelte es auch, ein anderes Wahllokal als noch vor sechs Jahren anzusteuern. Neu sind beispielsweise die Ewaldi-Apo­theke und die Turnhalle Am Hofkamp.

Bei der Kommunalwahl kann ab 16 Jahren gewählt werden. Rund 5300 Wahlberechtigte gibt es im Ort. Die Bürger wählen nicht nur den neuen Gemeinderat, Bürgermeister und Landrat, sondern auch den Kreistag. Deswegen müssen sie gleich vier Mal ihr Kreuz machen.

„Eine Wahlhelfer-Party kann es in diesem Jahr nicht geben“, bedauert der Wahlleiter, dass diese natürlich coronabedingt ausfallen muss. Zur im Rathaus vorgesehenen Präsentation der Wahlergebnisse dürfen sich am Abend des 13. Septembers insgesamt nur 25 Besucher einfinden. „Nur so ist es möglich, dass der erforderliche Abstand eingehalten werden kann“, begründet Maik ter Beek die Beschränkung. Jede der vier Parteien dürfe im Vorfeld fünf Personen benennen. Zudem seien die drei Bürgermeisterkandidaten und die Presse am Wahlabend willkommen.

Die Ergebnisse werden auch auf der Homepage der Gemeinde und im Internet präsentiert.

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