Laer will sich für den „Investitionspakt zur Förderung von Sportstätten 2020 und 2021“ bewerben
„Wir sind auch mal dran“

Laer -

Die Gemeinde Laer soll sich am „Investitionspakt zur Förderung von Sportstätten 2020 und 2021“ beteiligen. Ein entsprechender Förderantrag ist bis zum 16. Oktober bei der Bezirksregierung Münster zu stellen. Dafür sprach sich der Ausschuss für Bauen und Planen aus, der dem Rat die Festlegung des Bereichs um die Laerer Sportstätten als Sanierungsgebiet im Sinne der Städtebauförderung empfiehlt.

Dienstag, 18.08.2020, 18:40 Uhr aktualisiert: 19.08.2020, 15:02 Uhr

„Wir sind auch mal dran“, meinte Laers Klimaschutzmanager Daniel Matlik, der während der jüngsten Sitzung des Ausschusses für Bauen und Planen den „Investitionspakt zur Förderung von Sportstätten 2020 und 2021“ zur Städtebauförderung in Nordrhein-Westfalen vorstellte. Diesen hat das Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung NRW im Juli 2020 erstellt.

„Das Programm ist mit heißer Nadel gestrickt, aber für uns in 2020 besonders interessant“, warb Matlik um die Zustimmung der Ausschussmitglieder. Immerhin gehe es um insgesamt 48 Millionen Euro Fördergelder. Käme die Gemeinde in das Programm, erhielte sie damit die Chance, ihre örtlichen Sportstätten aufzuwerten, was einen Versuch wert sei. Das sahen auch die Parteien so, die für den Rat eine entsprechende Empfehlung aussprachen. So soll dieser beschließen, dass der Bereich um die Laerer Sportstätten als Sanierungsgebiet im Sinne der Städtebauförderung festgelegt wird. Dazu gehören die örtlichen Sportstätten bestehend aus der Turnhalle, der Zweifachsporthalle, dem Sport- und Kunstrasenplatz sowie dem anliegenden Umfeld. Das Sanierungsgebiet erhält die Projektbezeichnung „Sportquartier Laer“.

Ein entsprechender Förderantrag ist bis zum 16. Oktober bei der Bezirksregierung Münster zu stellen. Die für diesen Zeitraum festgelegte Förderung beträgt 90 Prozent zusätzlich einer einmaligen Übernahme der verbliebenen zehn Prozent durch das Land NRW. Maßnahmen im Sanierungsgebiet sind unter anderem die energetische Sanierung sowie die bauliche Aufwertung der Sportstätten, die Schaffung der Barrierefreiheit, die Erhöhung der Aufenthaltsqualität. Zudem ist die Öffnung des Vereinsheims als Treffpunkt angedacht.

„Die in sich geschlossene Anlage soll sich für die Gesamtbevölkerung öffnen“, erklärte Bauamtsleiter Stefan Wesker, dass es nicht um die reine Förderung des Vereins ginge.

„Ein attraktives Vereinsleben braucht moderne, nachhaltige Sportstätten und einen zentralen Treffpunkt. Um auch weiterhin diese wichtigen gesellschaftlichen Funktionen aufrechterhalten zu können, ist eine Sanierung der in die Jahren gekommenen Sportstätten dringend erforderlich“, heißt es in der Sachdarstellung der Gemeindeverwaltung. Erste Ergebnisse aus der Alten- und Sozialplanung und des derzeit erstellten Quartierskonzeptes bestätigten diese Auffassung, heißt es dort weiter.

„Wichtig ist, dass wir unsere Netzwerke nutzen“, appellierte der Klimaschutzmanager an die Parteien, ihre Funktionsträger auf Landes- und Bundesebene anzusprechen, damit Laer in die Förderung zu kommen.

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