Schulleitung berichtet im Fachausschuss über die aktuelle Lage
Corona gibt weiterhin den Ton an

Laer -

Corona gibt im laufenden Betrieb der Werner-Rolevinck-Schule auch weiterhin den Ton an. Das zeigte der Bericht der Kommissarischen Leiterin, Sylvia Beyer, während der jüngsten Sitzung des Schulausschusses. So wurden die Klassenfahrten für die vierten Jahrgänge abgesagt und die Einschulung der i-Männchen fand in Etappen statt, um die Hygiene- und Abstandsregeln der Pandemie einhalten zu können.

Dienstag, 25.08.2020, 18:04 Uhr aktualisiert: 26.08.2020, 16:42 Uhr

„Die Sicherheit der Kinder und Familien steht im Vordergrund“, betonte Sylvia Beyer, die während der jüngsten Sitzung des Schulausschusses über die aktuelle Lage hinsichtlich der Corona-Pandemie berichtete. Wie die Kommissarische Leiterin der Werner-Rolevinck-Schule erklärte, habe sie sich vom Schulträger beim Wiederbeginn nach den Ferien gut unterstützt gefühlt. So habe man gemeinsam ein Hygienekonzept erarbeitet. Dieses sähe unter anderem vor, dass es einen offenen Schulbeginn gäbe und das die Kinder nach den Pausen abgeholt würden, um Ruhe im Gebäude zu haben. Zur Belüftung ständen im Treppenhaus alle Fenster auf.

Es würden jetzt viele Förderstunden angeboten, um den Leistungsstandard der Schüler nach dem lange ausgefallenen Präsenzunterricht zu ermitteln. Schwimmen in Altenberge sei zurzeit nicht möglich. Dafür gehe man auf den Sportplatz. „Wir dürfen nicht singen“, wies Beyer auf ein Verbot im Musikunterricht hin. Um den Unterricht ein wenig zu entzerren, habe man zwei Räume im Altbau in Betrieb genommen.

„Eine kritische Größe“, beschrieb die Pädagogin das Lehrerzimmer, in dem sich zeitweise immerhin 25 Kollegen aufhielten. Hier suche man nach einer Lösung.

Die Einschulung habe in drei Etappen stattgefunden und in der Kirche begonnen. „Es war nicht so einfach für uns, auf ein Programm zu verzichten“, bekannte Beyer. Schwer sei es den Verantwortlichen auch gefallen, die Klassenfahrten für die vierten Jahrgänge abzusagen. „Das hat uns sehr leid getan“, bedauerte die Hauptverantwortliche.

Für Kinder benachteiligter Familien seien 30 I-Pads mit Tastatur bestellt worden, die diesen als Leihgabe zur Verfügung gestellt würden. Für die Lehrer gäbe es Laptops.

Wie Verwaltungsmitarbeiter Matthias-Holger Reher erklärte, würden im Altbau vier Klassenräume wieder hochgefahren, um Ausweichmöglichkeiten zu schaffen, falls sich die Lage wieder zuspitzen würde und es erneut zum Schichtbetrieb käme. Der Ordnungsamtsleiter, der auch für das Schulwesen zuständig ist, berichtete, dass der Schulträger vorsichtshalber zusätzliche Stühle und Tische eingelagert habe, um im Bedarfsfall Unterricht auf Distanz zu gewährleisten.

„Die Landesregierung ist die entscheidende Instanz und die sieht manches anders als wir“, gab Reher zu bedenken. Man habe aber einen hohen Standard entwickelt, um allen Anforderungen gerecht zu werden.

Dankbar und erleichtert zeigte sich Petra Steeger, dass die offene Ganztagsschule mit vier Gruppen, statt bisher drei an den Start gehen konnte. Die dadurch mögliche Aufstockung des Personals sichere auch eine gute Betreuung, so die Geschäftsführerin der Initiative, die den offenen Ganztag trägt. Das Mittagessen laufe, aber Obstpausen gäbe es aus hygienischen Gründen nicht mehr.

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