Ergebnisse der Mobilitätsbefragung im zuständigen Fachausschuss vorgestellt
„Wir sollten das Potenzial nutzen“

Laer -

Die Ergebnisse der Mobilitätsbefragung stellte Laers Klimaschutzmanager Daniel Matlik während der jüngsten Sitzung des Ausschusses für Umwelt, Verkehr, Klima- und Landschaftsschutz unter dem Vorsitz von Elke Schuchtmann-Fehmer vor. Während einer Sitzungsunterbrechung bekamen die Ausschussmitglieder und die Zuschauer die Gelegenheit, an drei Themenwänden zu diskutieren und Fragen zu erörtern.

Mittwoch, 26.08.2020, 18:38 Uhr aktualisiert: 28.08.2020, 16:52 Uhr
Nicht nur die Ausschussmitglieder, sondern auch die Zuschauer hatten während einer Sitzungsunterbrechung die Möglichkeit, Fragen zur Mobilität zu erörtern und Punkte zu vergeben.
Nicht nur die Ausschussmitglieder, sondern auch die Zuschauer hatten während einer Sitzungsunterbrechung die Möglichkeit, Fragen zur Mobilität zu erörtern und Punkte zu vergeben.

663 von zirka 1950 befragten Haushalten in Laer und Holthausen haben ihre Fragebögen zurückgeschickt, was einer Rücklaufquote von 34 Prozent entspricht. „Ein Drittel ist erfreulich hoch“, freute sich Laers Klimaschutzmanager, Daniel Matlik, während der jüngsten Sitzung des Ausschusses für Umwelt, Verkehr, Klima- und Landschaftsschutz. In deren Verlauf wurden die Ergebnisse zur Mobilitätsbefragung vorgestellt. Dabei waren die Bereiche Verbesserung des ÖPNV, klimafreundliche Mobilität und Bürgerbus für Holthausen mit Anschluss an die Schnellbuslinie abgeklopft worden. Auf diese hatte man sich während zweier Workshops (einer in Laer und einer in Holthausen) geeignet.

Nicht nur Ältere, sondern auch jüngere Bürger haben die Fragen beantwortet. Die Altersspanne reichte von 16 bis über 80 Jahre. „Wir sollten das Potenzial nutzen, denn es lohnt sich“, meinte Daniel Matlik. So hätten sich einige Bürger sehr viele Gedanken gemacht und kreative Vorschläge gleich mitgeliefert. Andere hingegen hätten nicht alle Fragen beantwortet, und es seien auch leere Fragebögen zurückgekommen, was natürlich etwas frustrierend sei.

132 Bürger beurteilen das ÖPNV-Angebot im Ortsteil Laer und 204 das in Holthausen als schlecht. 256 Stimmen bewerten die öffentliche Verbindung zwischen den Ortsteilen als schlecht.

Als Verbesserungen wünschen sich 442 Bürger günstigere Tickets, 316 Nachtverbindungen freitags und samstags sowie 350 Anschlüsse an die Nachbargemeinden. Zudem werden unter anderem eine dorfeigene Mitfahrzentrale, eine frühe Verbindung ab 5 Uhr, eine direkte Anbindung an den Bahnhof Altenberge sowie nach Borghorst, Burgsteinfurt und Coesfeld gefordert.

Einen Direktbus von Laer zum Bahnhof Altenberge würden 415 Bürger für die Freizeit, 297 für einen Einkauf, 244 für Arztbesuche, 179 für Kultur und 151 zur Arbeit nutzen wollen.

„Die passende Infrastruktur ist leider nicht gegeben“, begründete der Klimaschutzmanager bedauernd, dass die Gemeinde Laer nicht am „Stadtradeln“ teilnimmt.

Die Einführung eines Bürgerbusses in Laer fänden 504 Bürger gut. 310 Stimmen geben an, ihn auch nutzen zu wollen. Als potenzielle Ziele wurden unter anderem der Edeka, das Rathaus, die Friedhöfe, die Grundschule sowie Ärzte und Apotheken angegeben.

Ein Zehn-Punkte-Programm für Laer empfehlen die Experten. Dazu gehören beispielsweise der Ausbau der Haltestellen „Holthauser Straße“, „Hohe Straße“ und „Friedhof“ zu Mobilitätsstationen“, der Ausbau der Radwege in Richtung Altenberge, Borghorst und Holthausen, der Ausbau des ÖPNV-Angebots in den Abendstunden und am Wochenende, das Aufstellen von Mitfahrbänken im Bereich der Haltestellen „Holthauser Straße“, „Hohe Straße“ und Friedhof“, der Aufbau eines Car-Sharings im Bereich des ehemaligen Krankenhausgeländes, der Ausbau der Radinfrastruktur (zum Beispiel Ansiedlung eines Fahrradladens) und die Entwicklung eines interkommunalen Bürgerbuskonzeptes Holthausen-Laer-Horstmar-Leer, die Entwicklung einer (kreisweiten) Mobilitäts-App sowie eines klimafreundlichen Mobilitätskonzeptes für den Bereich der Werner-Rolevinck-Grundschule.

Die Empfehlungen eines Fünf-Punkte-Programms für Holthausen beinhalten den Bau eines Radwegs entlang der L 550, die Realisierung einer Anbindung an den Bürgerbus Billerbeck-Nottuln, das Aufstellen einer Mitfahrerbank im Bereich der Haltestelle „Ehrenmal“, der Ausbau der Haltestelle „Ehrenmal“/Bereich Parkplatz zur Mobilitätsstation (klein) sowie eine Taxibus-Option (T 89) oder „Bürgerbus light“ mit Betrieb am Wochenende.

Während einer Sitzungsunterbrechung hatten die Ausschussmitglieder und Zuschauer die Gelegenheit, die Fragen zur Mobilität an drei „Themenwänden“ zu erörtern und Punkte zu vergeben.

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