Grüne sprechen mit Jörg Diekmeier über die Tagespflege
Senioren brauchen eine verlässliche Anlaufstelle

Laer -

In den Räumen der Corona bedingt geschlossenen Tagespflege „To Hues“ trafen sich auf Einladung des Grünen Ortsverbandes die Bundestagsabgeordnete und Fachpolitikerin für Soziales und Gesundheit, Maria Klein Schmeink, und der Inhaber der „Sozialen Dienste Laer“, Jörg Diekmeier, zu einem Gespräch. Dieser ärgerte sich darüber, dass die Tagespflegeeinrichtung wegen der Corona-Pandemie ihre Pforten schließen musste.

Freitag, 11.09.2020, 23:40 Uhr aktualisiert: 14.09.2020, 06:10 Uhr

Auf Einladung des Grünen-Ortsverbands war die Grünen-Bundestagsabgeordnete und Fachpolitikerin für Soziales und Gesundheit, Maria Klein-Schmeink, zu Gast. Die Laerer Grünen waren durch Lorenz Danzer, Bürgermeisterkandidatin Helga Bennink und Elke Schuchtmann-Fehmer, Spitzenkandidatin für den Kreistag und gesundheitspolitische Sprecherin der Kreistagsfraktion, vertreten.

In den Räumen der coronabedingt geschlossenen Tagespflege „To Hus“ trafen sie Jörg Diekmeier, Inhaber der „Sozialen Dienste Laer – SDL“ zu einem fachlichen Austausch. Das geht aus einem Pressebericht der Grünen hervor. Wie es dort weiter heißt, erklärte Diekmeier, dass die Tagespflege wegen der Pandemie ihre Pforten schließen musste. Derzeit sei es aus betriebswirtschaftlicher Sicht einfach nicht möglich, die Tagespflege an Ort und Stelle weiterzuführen.

„Wir müssten bei deutlich reduzierter Gästezahl das komplette Personal vorhalten. Das rechnet sich einfach nicht“, so Diekmeier. Erschwerend komme noch hinzu, dass Menschen mit Pflegegrad eins zwar häufig einen Bedarf an Tagesbetreuung haben, aber die Kosten dafür nicht über die Pflegekasse abgerechnet werden dürften, erklärte er verärgert weiter. „Lebensqualität vor Ort erhält gerade im Alter eine besondere Bedeutung. Wir brauchen eine generationsübergreifende Dorfentwicklung. Die Bedarfe von Alt und Jung müssen ineinander greifen. Dazu gehören eben auch Tagesbetreuungsangebote“, stellte Lorenz Danzer fest. Bürgermeisterkandidatin Helga Bennink ergänzte, dass die Menschen im Alter eine verlässliche Anlaufstelle brauchen: „Ideal wäre ein leicht zugänglicher Quartierstützpunkt in der Ortsmitte zusammen mit einer Tagespflege. Solch ein Ort der Begegnung wäre ein großer Gewinn für Laer“.

„Das Angebot einer Tagespflege muss für Pflegebedürftige auch der niedrigen Pflegegrade ohne Hürden zugänglich sein“, mahnte Maria Klein-Schmeink an. So würden viele Pflegebedürftige einfach gerne weiterhin in ihrem gewohnten Häuslichkeit wohnen bleiben, bräuchten aber tagsüber Unterstützung und Kommunikation. Drei von vier Pflegebedürftigen würden zu Hause von ihren Angehörigen oder aus der Nachbarschaft heraus betreut. Das könnten diese aber nur leisten, wenn sie verlässliche Entlastung fänden. „Dazu ist die Tagespflege so wichtig“, betonte die Bundestagsabgeordnete.

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