NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann spricht bei CDU-Wahlkampfveranstaltung
Kinderbetreuung zur Ratssitzung

Laer -

Mit launigen und kernigen Worten hat NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann am Freitagnachmittag sein Publikum auf der Biergarten-Wiese bei Smeddinck begeistert. Dorthin hatte ihn die CDU Laer und Holthausen eingeladen. Zwar war mit „Die Zukunft in NRW – Leben mit Corona“ das Thema durchaus ernst, doch der Redner verstand es, seine Informationen unterhaltsam zu verpacken. Ganz im Wahlkampf-Modus schwärmte der Besucher für die CDU und wünschte den Parteigenossen in Laer im neuen Rat eine große Fraktion und dem Bürgermeister-Kandidaten Manfred Kluthe viel Glück.

Freitag, 11.09.2020, 19:40 Uhr aktualisiert: 14.09.2020, 06:10 Uhr
Mit einem Wacholder bedankt sich der CDU-Ortsvereinsvorsitzende Benedikt Niehues (r.) bei Minister Kar-Josef Laumann für sein Kommen. Der Riesenbecker wünscht dem Bürgermeisterkandidaten Manfred Kluthe (kleines Bild) viel Glück und der CDU eine große Fraktion.
Mit einem Wacholder bedankt sich der CDU-Ortsvereinsvorsitzende Benedikt Niehues (r.) bei Minister Kar-Josef Laumann für sein Kommen. Der Riesenbecker wünscht dem Bürgermeisterkandidaten Manfred Kluthe (kleines Bild) viel Glück und der CDU eine große Fraktion. Foto: abi

Das Wetter könnte nicht besser sein und die Stimmung ist super. Dafür sorgt Josef Laumann. Der NRW-Minister für Arbeit, Gesundheit und Soziales ist auf Einladung der CDU am Freitagnachmittag nach Laer gekommen. Auf der Biergarten-Wiese der Altdeutschen Schänke Smeddinck – dort können alle Corona-Regeln bestens eingehalten werden – spricht der Besucher zum Thema, das noch immer alle Menschen bewegt.

„Das wird auch noch lange so bleiben“, befürchtet Laumann, dass die Pandemie so schnell nicht wieder verschwinden wird. Doch inzwischen seien das Land, der Bund und die Kommunen besser gegen das Virus und seine Folgen gewappnet. So gäbe es entsprechende Vorkehrungen, die die Versorgungssicherheit garantierten und ein robustes Gesundheitssystem mit zusätzlichen Kräften und Beatmungsgeräten. Einen zweiten Lockdown dürfe es natürlich trotzdem nicht geben, mahnt der Riesenbecker, der deswegen weiterhin auf die unbedingte Einhaltung der Hygiene- und Abstandsmaßnahmen sowie die Hinterlegung der Adressen drängt. Immerhin gäbe es 2,5 Millionen Menschen, die sich wegen der Beschränkungen in Kurzarbeit befänden und Berufsgruppen, wie beispielsweise Schausteller und Messebauer, die um ihre Existenz bangten.

Auch der Einzelhandel sei stark in Mitleidenschaft gezogen und mache nur noch 30 Prozent seines sonstigen Umsatzes. Ihnen allen müsse man die Chance bieten, wieder zu arbeiten und Geld zu verdienen. Deswegen ist der Christdemokrat auch gegen das Verbot von Weihnachtsmärkten, für die die Veranstalter in Corona-Zeiten eben eine andere Form finden müssten. Wochenmärkte seien schließlich auch erlaubt, betont der ehemalige Maschinenschlosser, der schon seit 1974 bei der CDU aktiv ist. Und das mit wahrer Leidenschaft, wie die zahlreichen Zuhörer an diesem Nachmittag erleben können. So fordert Laumann eine Kinderbetreuung während der Ratssitzungen, damit auch junge Familien sich politisch engagieren können. Es gehe nicht an, dass diese Generation den Kommunen wegen ihrer Doppelbelastung verloren ginge. Besser sei es über die Sitzungsstrukturen nachzudenken und sie zu verändern.

Dass die Familie die Keimzelle der Gesellschaft ist, habe sich auch während des Lockdowns gezeigt. Immerhin hätten sich die Familien um die Alten, Kranken und Behinderten gekümmert, während der Staat sich aus dieser Betreuungsaufgabe zeitweise leider zurückgezogen habe. Umso wichtiger sei es, dass eine Partei und die Arbeit familiengerecht seien, wechselt der Minister in den Wahlkampf-Modus. An der CDU habe ihn immer begeistert, dass diese aus so vielen verschiedenen Menschen besteht, die sich mit ihrer ganz individuellen Lebenserfahrung einbringen würden, was die Politik enorm bereichere. „Die CDU ist keine Unternehmer- oder Arbeiterpartei, sondern eine Volkspartei, die keine Klientelpolitik betreibt, sondern sich um das Allgemeinwohl kümmert“, so Laumann. Das mache ihn stolz, betont der ehemalige Kreisverbandsvorsitzende, der froh ist, ein Parteibuch zu haben. Schließlich gehörten zur Demokratie Parteien und die CDU sei nun mal die Beste, die es gibt. Eine Aussage, die den Gastgebern natürlich gefällt. Ihnen und dem Bürgermeisterkandidaten Manfred Kluthe wünscht der Minister eine große Fraktion, schließlich wolle man was erreichen. Die launigen und kernigen Worte kommen beim Publikum gut an. Schließlich vermitteln sie, dass Politik auch Spaß machen kann und das beflügelt bekanntlich.

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