CDU und Grüne sind Wahlsieger
Kluthe schafft es gleich im ersten Anlauf

Laer -

Die Sensation ist perfekt. Gleich im ersten Anlauf hat Manfred Kluthe die Bürgermeisterwahl in Laer für sich entschieden. Mit 56,4 Prozent ließ der parteilose Kandidat, dessen Bewerbung die CDU unterstützt hat, seine Mitbewerber Helga Bennink und Palitha Löher hinter sich. Eindeutige Sieger der Gemeinderatswahlen sind die CDU und die Grünen.

Montag, 14.09.2020, 00:30 Uhr aktualisiert: 14.09.2020, 06:10 Uhr

Die Überraschung ist groß und die Freude könnte bei der CDU nicht größer sein. Manfred Kluthe hat es am Sonntag gleich im ersten Durchgang mit stattlichen 56,4 Prozent geschafft, neuer Bürgermeister von Laer zu werden. „Eigentlich würden wir uns jetzt in den Armen liegen, aber wegen Corona geht das ja nicht“, erklärt CDU-Ortsvereinsvorsitzender Benedikt Niehues. Mit seinen Parteigenossen freut er sich über den Sieg des 43-jährigen Studiendirektors, der zwar parteilos, aber das „Zugpferd“ der Christdemokraten im Wahlkampf gewesen ist.

Zu den ersten Gratulanten gehören neben der Familie, die beiden Mitbewerber. „Das ist ein respektables Ergebnis“, erklärt Helga Bennink, die dem neuen Mann an der Spitze der Gemeinde alles Gute für die Zukunft wünscht. Die Kandidatin der Grünen hat 23,1 Prozent eingefahren, worüber sie nicht enttäuscht ist. „Das ist eben Politik“, meint sie, dass es eben Verlierer und Gewinner gibt.

20,5 Prozent der Stimmen hat Palitha Löher auf sich vereinigt. Damit hat es der parteilose Einzelkandidat auch im zweiten Anlauf nicht geschafft, Bürgermeister von Laer zu werden. Da das Ergebnis ziemlich eindeutig sei, müsse man nicht viel drüber diskutieren, meint der Casemanager im Jobcenter des Kreises Steinfurt, der mit seiner Frau und den beiden Töchter in der ersten Reihe sitzt und die Ergebnisse an der Leinwand im Rathaus mit den anderen Besucher verfolgt.

Hinter Familie Löher haben die Kluthes Platz genommen. Sie halten sich an den Händen, als die letzten Schnellmeldungen erscheinen. „Ich bin überwältig, dass ich es gleich im ersten Wahlgang geschafft habe“, freut sich der zweifache Vater, als das Endergebnis endlich feststeht. Den Wählern dankt er für Ihr Vertrauen dankt und allen Unterstützern für ihre Hilfe.

„Ich freue mich auf die neue Aufgabe und will für Laer und Holthausen das Beste erreichen“, kündigt Kluthe an. Dabei wird ihn die CDU unterstützen. Die ist natürlich stolz, einen Stimmenzuwachs von 10,9 Prozent erobert und elf Sitze errungen zu haben. Damit fühlen sich die Christdemokraten in ihrer Strategie bestätigt, mit einer fast neuen Mannschaft an den Start zu gehen.

Zufrieden zeigen sich auch Elke Schuchtmann-Fehmer und Lorenz Danzer von den Grünen. Natürlich bedauern sie, dass es Helga Bennink nicht geschafft hat, Bürgermeisterin zu werden. Doch immerhin habe sie als Zweite ein gutes Ergebnis erreicht. Dafür haben die Grünen bei der Ratswahl 5,8 Prozent der Stimmen zugelegt und sich gleich vier Mandate gesichert.

Enttäuscht vom Wahlergebnis zeigt sich Ralf Kösters. „Wir hätten auf drei Sitze gehofft“, bedauert der Vorsitzende des FDP-Ortsvereins, dass es nur zwei geworden sind. „Wir müssen irgendetwas falsch gemacht haben“, fügt der Liberale hinzu. So haben die Freidemokraten 0,7 Prozent der Stimmen verloren.

Einen noch herberen Verlust müssen die Sozialdemokraten hinnehmen. „Es ist schade, dass wir 5,1 Prozent verloren haben“, räumt Gerrit Thiemann ein. Verluste der SPD schienen im Bundestrend zu liegen. Doch immerhin käme die SPD mit vier Mandaten in den Rat zurück. Um die zahlreichen jungen Bewerber nicht zu enttäuschen, werde man diese als Sachkundige Bürger verstärkt miteinbeziehen.

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