Christdemokraten holen alle Direktmandate und zusätzlichem Sitz auf Kosten der SPD-Fraktion
Traumergebnis für CDU und Kluthe

Laer -

Auf seine neue Aufgabe als Bürgermeister freut sich Manfred Kluthe, der auch einen Tag nach der Wahl zahlreiche Glückwünsche bekam. Die ersten hatte der parteilose Kandidat, den die CDU unterstützt hatte, bereits während der Wahlparty am Sonntag entgegengenommen. Über ihr Traumergebnis freute sich die CDU, die alle Direktmandate und einen Sitz über die Reserveliste errang.

Montag, 14.09.2020, 19:34 Uhr aktualisiert: 15.09.2020, 17:12 Uhr
Mit seiner Frau Nadine und den beiden Töchtern Mia (r.) und Emma verfolgte Manfred Kluthe während der Wahlparty die Präsentation der Wahlergebnisse im großen Sitzungssaal des Laerer Rathauses. Natürlich war die ganze Familie überglücklich, als das Endergebnis für die Bürgermeisterwahl fest stand.
Mit seiner Frau Nadine und den beiden Töchtern Mia (r.) und Emma verfolgte Manfred Kluthe während der Wahlparty die Präsentation der Wahlergebnisse im großen Sitzungssaal des Laerer Rathauses. Natürlich war die ganze Familie überglücklich, als das Endergebnis für die Bürgermeisterwahl fest stand. Foto: Sabine Niestert

Für die Christdemokraten ist es ein Traumergebnis. Sie haben 50,50 Prozent der Stimmen geholt und alle Direktmandate gewonnen. Zudem ist es Margarete Müller gelungen, noch über die Reserveliste in den Rat zu kommen. „Ich habe es selbst nicht geglaubt“, erklärt die CDU-Frau im Gespräch mit den WN, dass sie nicht damit gerechnet hat, in den neuen Gemeinderat einzuziehen. Gedanklich hatte die Fraktions-Vorsitzende schon mit dem Kapitel abgeschlossen, das die zweifache Mutter nun wieder neu aufschlagen kann.

„Politik war 26 Jahre lang mein Leben“, erklärt die Ortsvorsteherin von Holthausen, die sich freut, weiterhin Einfluss nehmen zu können. „Das entscheidet der Rat, da will ich nicht vorgreifen“, antwortet Margarete Müller auf die Frage, ob sie auch weiterhin Ortsvorsteherin bleiben wird.

Glücklich über das gute Ergebnis zeigt sich nach einer ersten Wahlanalyse auch der Vorsitzende der Ortsunion, Benedikt Niehues. Das habe man natürlich auch noch ein bisschen gefeiert. „Wir wollen die uns anvertraute Verantwortung gerne und mit großem Respekt übernehmen“, betont er. Sorge, dass die CDU der Ratsarbeit nicht gewachsen ist, da ihre Faktion bis auf Peter Majer und Margarete Müller aus neuen Gesichtern besteht, habe er nicht. Schließlich seien alle gut geschult worden und hätten sich entsprechend vorbereitet. Zudem hegt Niehues die Hoffnung, dass mit den vielen neuen Ratsmitgliedern die alten Grabenkämpfe endlich aufhören und es ein gedeihliches Miteinander im nächsten Gemeinderat gibt.

Das wünscht sich auch der designierte Bürgermeister Manfred Kluthe, der sich natürlich über seinen Erfolg freut. „Ich bin dankbar für das große Vertrauen und froh darüber, dass die Spannung, die sich zeitweise aufgebaut hatte, sich jetzt wieder abbaut“, erklärt der Mann, dcr bald an an der Spitze der Gemeinde steht. Gefreut habe er sich auch über die zahlreichen Glückwünsche, die ihn am Wahlabend, aber auch am Tag danach erreichten. Respekt zollt Klute seinen Mitbewerbern Palitha Löher und Helga Bennink, die sich im Wahlkampf sehr fair verhalten hätten. „Man fühlt mit, aber darf sich trotzdem über den eigenen Erfolg freuen“, räumt der Studiendirektor ein, der bereits am Wahlabend erste Gespräche mit den Grünen, Elke Schuchtmann-Fehmer und Lorenz Danzer, geführt hat. Sie hätten sich gegenseitig die Zusammenarbeit angeboten, berichtet er.

Die nächsten Tage wird Kluthe nutzen, sich vom Berufskolleg in Münster zu verabschieden und alles geordnet zu übergeben. Zur Arbeit ins Laerer Rathaus kann er dann zu Fuß gehen oder mit dem Rad fahren.

„Ich werde versuchen, alle mitzunehmen“, kündigt der künftige Bürgermeister an. Er wolle keine One-Man-Show veranstalten, sondern die neue Chance zu gestalten, gemeinsam mit allen Ratsmitgliedern nutzen.

Des einen Freud ist des anderen Leid. Sah es zunächst so aus, als ob die SPD mit vier Sitzen in den Rat einziehen könnte, hat sich das Blatt mit dem Auszählen des letzten Wahlbezirks noch gewendet. Er bescherte Margarete Müller elften zusätzlichen Sitz für die CDU. Das ging auf Kosten der SPD. Für sie können jetzt nur noch Martin Püllen, Gerrit Thiemann und Sabine Schulte in den Rat einziehen. „Das ist wirklich sehr schade“, bedauerte Gerrit Thiemann gestern den Mandatsverlust.

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