Corona-Krisenstab des Kreises Steinfurt fährt das Fieberlazarett zum dritten Mal wieder hoch
Raus aus dem Standby-Modus

Laer -

Zum dritten Mal wird das Fieberlazarett im ehemaligen Marienhospital in Laer wieder hochgefahren. Das hat der Corona-Krisenstab am Wochenende entschieden. Grund ist der Corona-Ausbruch bei der Firma Allfrisch in Emsdetten. Ab Montagabend könnten dort Infizierte aufgenommen werden. Bis dahin das frühere Krankenhaus aus dem Standby-Modus und wieder betriebsbereit.

Montag, 28.09.2020, 18:26 Uhr aktualisiert: 29.09.2020, 16:56 Uhr
Noch sind der Container für den Wachdienst am Eingang des Marienhospitals verwaist und das Tor geöffnet. Doch das dürfte sich schnell ändern. Von hinten ist das Gelände eingezäunt
Noch sind der Container für den Wachdienst am Eingang des Marienhospitals verwaist und das Tor geöffnet. Doch das dürfte sich schnell ändern. Von hinten ist das Gelände eingezäunt Foto: Niestert

In weiser Voraussicht haben die Helfer die Hinweisschilder zum Fieberlazarett und die Zäune stehen lassen. Auch der Container vor der Einfahrt zum Marienhospital für den Wachdienst ist geblieben. Er wird spätestens wieder besetzt sein, wenn die Einrichtung vollständig aktiviert und aufnahmebereit ist. Der Krisenstab des Kreises Steinfurt hat am Wochenende beschlossen, das Fieberlazarett erneut hochzufahren. Das soll wegen des Corona-Ausbruchs bei der Firma Allfrisch in Emsdetten geschehen.

50 der ersten Tests dort hatten ein positives Ergebnis. Um weitere Ansteckungen der Betroffenen, die teilweise in beengten Wohnverhältnissen leben, zu vermeiden, wird das ehemalige Krankenhaus, das schon seit längerem für andere Zwecke genutzt wird, bereits zum dritten Mal aus dem Standby-Modus geholt. Ab Montagabend könnten dort Infizierte aufgenommen werden und ihre Isolationszeit vor Ort verbringen. Wie viele es sein werden und wann sie genau kommen, kann die Pressesprecherin des Kreises Steinfurt, Kirsten Weßling, auf Anfrage dieser Zeitung noch nicht sagen. Sie bestätigt aber, dass die Vorbereitungen bereits am Wochenende angelaufen sind, um das Gebäude möglichst schnell aufnahme- und betriebsbereit zu machen.

Routiniert gehen die Helfer des DRK und des Malteser-Hilfsdienstes vor. Schließlich haben sie sich vor rund sechs Wochen bereits um 100 Arbeiter von Tönnies aus dem Kreis Gütersloh gekümmert, für die der Kreis Steinfurt das ehemalige Hospital zum zweiten Mal zum Fieberlazarett reaktiviert hatte. Um die Einhaltung der Quarantäne zu beachten, wurden die Zäune um das Gebäude errichtet.

Dankbar ist der Krisenstab dem Kuratorium Stiftung Marienhospital, das ihm bereits im März angeboten hatte, das „Element der Gefahrenabwehr“ einzurichten. So wollten sich die Verantwortlichen für den äußersten Ernstfall rüsten. Eine weise Entscheidung, die sich anscheinend erneut bewährt.

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