Bürgermeister Manfred Kluthe hält während der Ratssitzung in der Turnhalle seine Antrittsrede
Denkwürdig und bewegend

Laer -

Mit einem Applaus begrüßte der noch amtierende Gemeinderat während der letzten Sitzung in seiner Amtsperiode den neuen Bürgermeister Manfred Kuthe und seine Frau Nadine. Der neue Hauptverwaltungsbeamte nahm bereits am Donnerstag seinen Dienst auf.

Donnerstag, 01.10.2020, 21:16 Uhr
Der stellvertretende Bürgermeister, Gerrit Thiemann (l.), und der Allgemeine Vertreter des Bürgermeisters, Maik ter Beek, gratulierten dem neuen Bürgermeister Manfred Kluthe und seiner Frau Nadine mit Geschenken zum Amtsantritt.
Der stellvertretende Bürgermeister, Gerrit Thiemann (l.), und der Allgemeine Vertreter des Bürgermeisters, Maik ter Beek, gratulierten dem neuen Bürgermeister Manfred Kluthe und seiner Frau Nadine mit Geschenken zum Amtsantritt.

Ehrengäste der letzten Sitzung des noch amtierenden Gemeinderates am Mittwochabend waren zweifelsohne Bürgermeister Manfred Kluthe und seine Frau Nadine. Schon bei ihrer Begrüßung durch den stellvertretenden Bürgermeister, Gerrit Thiemann, gab es Applaus für die Beiden, die ebenfalls – wie zahlreiche andere Gäste – in der ausgebuchten Turnhalle zunächst einmal als Zuhörer Platz nahmen.

Gemeinsam erlebten sie eine denkwürdige sowie bewegende Sitzung mit Höhen und Tiefen, die teilweise auch sehr emotionsgeladen verlief. So galt es für zahlreiche langjährige Ratsmitglieder, Abschied zu nehmen und dabei gemeinsam auf eine sechsjährige Amtszeit zurückzublicken, die phasenweise mehr als schwierig war.

Mehr Ruhe sei mit der Abwahl von Peter Maier in die Reihen gekommen, meinte die CDU-Fraktionsvorsitzende Margarete Müller. Doch die Bürgermeister-Vakanz habe nicht nur die Verwaltung, sondern auch den Rat vor große Her­ausforderungen gestellt. Dass beide Seiten diese relativ gut gemeistert haben, zeigten zahlreiche lobende Wortbeiträge, mit denen sich einige Redner, wie beispielsweise Elke Schuchtmann-Fehmer, Bettina Leinhoes, Professor Dr. Reinhardt Nippert und Uwe Veltrup, beim Allgemeinen Vertreter des Bürgermeisters, Maik ter Beek, den Fachbereichsleitern sowie dem gesamten Mitarbeiterteam für ihren unermüdlichen Einsatz in diesen harten Zeiten dankten.

Dem schloss sich der neue Bürgermeister in seiner Antrittsrede, die er hielt, nachdem er seine Annahmeurkunde unterschrieben und die Rathausschlüssel von Maik ter Beek erhalten hatte, gerne an. Die gute Arbeit des Mitarbeiterteams der Verwaltung ermögliche ihm einen guten und geordneten Start, der sonst nicht möglich gewesen wäre, so Kluthe.

Der neue Hauptverwaltungsbeamte dankte aber auch dem scheidenden Gemeinderat, der in seiner sechsjährigen Amtszeit zahlreiche Projekte auf den Weg gebracht habe. Die wolle er gerne, gemeinsam mit dem Rat und der Verwaltung weiter vorantreiben und umsetzen.

„Die Pandemie ist und bleibt eine Bedrohung und eine finanzielle Belastung“, befürchtete Kluthe, dass die Menschen noch lange mit dem Coronavirus klarkommen müssten.

„Ein Bürgermeister ist ein Mensch, der sich kümmern, moderieren und Brücken bauen muss“, umschrieb der frisch gebackene Verwaltungschef seine neue Rolle. Seiner Familie – insbesondere seiner Frau Nadine – dankte er dafür, dass sie immer hinter seiner Kandidatur gestanden habe. „Die Wähler haben mir den klaren Auftrag gegeben“, freute Kluthe sich darüber, dass diese von Erfolg gekrönt war und er ab sofort die Geschicke der Gemeinde leiten darf. Dabei hoffe er auf die Unterstützung der Verwaltung und des Rates.

„Es tut mir leid, aber ich kann es nicht ändern“, bekannte Sitzungsleiter Gerrit Thiemann zum Ende des öffentlichen Teils, dass es ihm während der Ratssitzungen unter seiner Regie nicht gelungen sei, Uwe Veltrup in seinen Reden und Stellungnahmen zu stoppen. Besonders Margarete Müller, Annette Mesenbrock und Marion Lendermann hätten unter den „Beleidigungen“ des fraktionslosen Ratsherrn zu leiden gehabt, bedauerte der stellvertretende Bürgermeister, dass seine zahlreichen Versuche, das zu verhindern, gescheitert seien.

Dieses öffentliche Bekenntnis von Gerrit Thiemann bezeichnete Annegret Mesenbrock als eine „absolute Größe“ des stellvertretenden Bürgermeisters. Applaus gab es auch vom Plenum dafür.

Für den fairen Wahlkampf dankte Palitha Löher dem neuen Bürgermeister und Helga Bennink. Das habe richtig Spaß gemacht, bekannte er. Anders das Verhalten von Uwe Veltrup, der sich 80 Stunden vor der Wahl mehr als „grenzüberschreitend“ verhalten habe, so der Ratsherr.

 

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