Vertreterversammlung der Volksbank Ochtrup-Laer zieht eine positive Bilanz
Herausforderungen gut gemeistert

Ochtrup/Laer/Horstmar -

Es ist dieses Jahr (fast) alles anders, auch bei der Volksbank Ochtrup-Laer. Dennoch konnte das Geldinstitut jetzt seine ordentliche Vertreterversammlung durchführen. Dabei kamen sowohl die Herausforderungen aus dem vergangenen Jahr als auch der Vorschlag, auf eine Ausschüttung der Dividende zu verzichten, zur Sprache.

Sonntag, 11.10.2020, 16:48 Uhr aktualisiert: 12.10.2020, 16:24 Uhr
Aufsichtsrat und Vorstand dankten Dr. Rolf Saatjohann für sein langjähriges Engagement (v.l.): Josef Fislage, Dr. Burchard Graf von Westerholt, Ralf Hölscheidt, Leo Oberberghaus, Dr. Rolf Saatjohann, Uwe Schmitz-Klüner, Marianne Scho, Peter Gaux, Andreas Koers und Burkhard Kajüter.
Aufsichtsrat und Vorstand dankten Dr. Rolf Saatjohann für sein langjähriges Engagement (v.l.): Josef Fislage, Dr. Burchard Graf von Westerholt, Ralf Hölscheidt, Leo Oberberghaus, Dr. Rolf Saatjohann, Uwe Schmitz-Klüner, Marianne Scho, Peter Gaux, Andreas Koers und Burkhard Kajüter.

In diesem Jahr ist vieles anders – aufgrund der Corona-Pandemie konnte die ordentliche Vertreterversammlung der Volksbank Ochtrup-Laer, die üblicherweise im Juni eines Jahres stattfindet, erst jetzt in der Vechtehalle Langenhorst unter Einhaltung der Abstands- und Hygienevorschriften durchgeführt werden. Wie aus einer Pressemitteilung des Geldinstitutes hervorgeht, waren dazu lediglich die Mitgliedervertreter sowie wenige Gäste eingeladen.

Im Juni wurde bereits im Rahmen eines Umlaufbeschlusses der Jahresabschluss 2019 durch den Aufsichtsrat festgestellt. „Möglich machte dies die vorübergehende Änderung unseres Gesetzgebers mit dem Gesetz zur Abmilderung der Folgen der Covid-19-Pandemie im Zivil-, Insolvenz- und Strafverfahrensrecht“, so Josef Fislage, Aufsichtsratsvorsitzender und Leiter der Vertreterversammlung.

„Das Jahr 2019 stellte die Volksbank Ochtrup-Laer durchaus vor Herausforderungen“, resümierte Vorstand Ralf Hölscheidt. Die Einführung eines neuen Datenverarbeitungssystems, die weiterhin dominierende Niedrigzinsphase sowie eine anlassunabhängige Prüfung der Bankenaufsicht waren nur einige Schlagwörter. Doch trotz dieser Herausforderungen verzeichnete die Volksbank mit ihren 128 Beschäftigten sowohl im Kundeneinlagen- als auch im Kundenkreditgeschäft ein deutliches Wachstum. Die Bilanzsumme erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr um sechs Prozent auf jetzt 672,7 Millionen Euro.

Eigenkapital weiter aufgestockt

Im Kreditgeschäft verzeichnete die Bank ein Wachstum von rund 8,1 Prozent auf 500,5 Millionen Euro. Dazu trug insbesondere das Privatkundengeschäft durch die verstärkte Nachfrage nach Wohnungsbaukrediten bei, heißt es im Pressetext weiter. Die Einlagen stiegen im Vergleich zum Vorjahr um 7,8 Prozent auf die neue Rekordhöhe von 454 Millionen Euro. Gefragt waren aufgrund des Niedrigzinsniveaus weiterhin kurzfristig fällige Anlageformen.

„Mit Blick auf das überdurchschnittliche Wachstum freuen wir uns, dass wir im vergangenen anspruchsvollen Geschäftsjahr das Eigenkapital weiter aufstocken konnten“, erklärte Vorstandsmitglied Burkhard Kajüter.

Nach den Berichten des Vorstandes und des Aufsichtsrates wurde deren Vorschlag zur Gewinnverwendung vorgestellt. Der Vorschlag, auf eine diesjährige Ausschüttung der Dividende angesichts der Unwägbarkeiten im Zusammenhang mit der aktuellen Corona-Krise und der Empfehlung der Bankaufsichtsbehörden folgend zu verzichten, wurde – bei neun Gegenstimmen – mit deutlicher Mehrheit angenommen.

Gesamtspendensumme von rund 119 000 Euro

Der Dividendenbetrag soll nunmehr als Gewinnvortrag eingestellt werden, so dass der Vertreterversammlung 2021 die Option bleibt, gegebenenfalls eine nachträgliche Ausschüttung zu beschließen.

Im Bereich von Spenden und Sponsoring war die Volksbank ihrem weiteren Bericht zufolge wieder stark engagiert. Im Jahr 2019 kam eine Gesamtspendensumme in Höhe von rund 119 000 Euro zusammen.

Turnusmäßig anstehende Wahlen zum Aufsichtsrat bestätigten Stefanie Blomberg, Josef Fislage, Thomas Bettmer und Leo Oberberghaus für drei weitere Jahre im Amt. Angesichts der geplanten personellen Verkleinerung des Aufsichtsrates schied Dr. Rolf Saatjohann aus Horstmar auf eigenem Wunsch nach 16 Jahren Amtszeit aus. Dr. Graf von Westerholt dankte ihm für die gute und konstruktive Zusammenarbeit während dieser Zeit und würdigte sein Engagement.

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