Bürgermeister Manfred Kluthe ist seit zwei Wochen im Amt und hat schon einiges erlebt
Viele Aufgaben fordern den Neuen

Laer -

Wie vielfältig die Aufgaben eines Bürgermeisters sind, hat Manfred Kluthe bereits in den ersten zwei Wochen seiner Amtszeit erfahren. So hat der frisch gebackene Gemeindechef bereits zahlreiche Gespräche geführt und Termine wahrgenommen. Von den Mitarbeitern in der Verwaltung fühlt sich der 43-Jährige gut aufgenommen. Gespannt ist der Hauptverwaltungsbeamte auf die konstituierende Ratssitzung am 4. November. Um diese gemeinsam vorzubereiten, hat er die Fraktionsspitzen am kommenden Montag in sein Büro eingeladen.

Dienstag, 13.10.2020, 18:57 Uhr aktualisiert: 18.10.2020, 11:38 Uhr
Beim Kennenlern-Besuch hat Bürgermeister M
Beim Kennenlern-Besuch hat Bürgermeister M

Auch wenn er noch keine 100 Tage als neuer Bürgermeister von Laer im Amt ist, kann Manfred Kluthe schon einiges erzählen. Genau am 1. Oktober hat der 43-Jährige seine Arbeit als Hauptverwaltungsbeamter aufgenommen und in den fast zwei Wochen schon viel erlebt. „Ich bin sehr gut aufgenommen worden“, berichtet der ehemalige Studiendirektor, der gleich an seinem ersten Arbeitstag alle 37 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu einer Personalversammlung in die Turnhalle eingeladen hat.

Zu ihnen gehört auch Britta Bens, die im Sekretariat des Bürgermeisters sitzt, und bestens über seine Termine Bescheid weiß. Für sie ist Manfred Kluthe der fünfte Chef. „Meine Ausbildung habe ich gemacht, als Dieter Kolvitz hauptamtlicher Bürgermeister von Laer war“, erinnert sich die Verwaltungsmitarbeiterin. Es folgten Dr. Hans-Jürgen Schimke, Detlev Prange und Peter Maier. Nun arbeitet sie für dessen Nachfolger Manfred Kluthe, der froh ist, die erfahrene Kraft als Sekretärin an seiner Seite zu haben.

„Die ersten Tage waren sehr spannend und aufregend“, resümiert der frisch gebackene Verwaltungschef, der inzwischen bereits zahlreiche Termine wahrgenommen und viele Gespräche geführt hat. Dazu gehört beispielsweise auch ein Kennenlern-Besuch bei Laers ehemaliger Bürgermeisterin Hildegard Voß-Segbert zum 92. Geburtstag. Die Begegnung mit dieser „aktiven“ und „geistreichen“ Frau, die unter anderem Mitbegründerin der Gemeindepartnerschaft Laer/Badersleben war, habe ihn sehr fasziniert, räumt der zweifache Familienvater ein. Beim Abschied habe die Jubilarin sich gewünscht, dass Laer nur noch positive Schlagzeilen macht. Das sei das, was er sich natürlich auch wünsche.

Aufschlussreich und informativ sei auch das Gespräch mit Elke Schuchtmann-Fehmer gewesen, das er am Dienstagvormittag geführt hat. Die ehemalige Ratsfrau der Grünen habe ihm einiges über die politische Entwicklung der vergangenen 30 Jahre berichtet. Es sei wichtig, die Vergangenheit zu kennen, doch auch, dass man gemeinsam mit den Bürgern, dem Rat und der Verwaltung nach vorne blicke.

Am Nachmittag steht die Teilnahme an der Südkreisrunde der Bürgermeister in Saerbeck auf dem Programm, der Kluthe freudig entgegenblickt. Schließlich lerne er dabei seine Amtskollegen aus den anderen Orten kennen. Mit Horstmars Bürgermeister Robert Wenking habe er schon öfter telefoniert.

„Ich bin ein offener Mensch“, freut sich der gelernte Tischler über die vielen neuen Kontakte, die er auch bei seinem Besuch in der Gastwirtschaft Daßmann in Holthausen und während der Mitgliederversammlung der Initiative für Kinder und Jugendliche knüpfen konnte.

Damit die Bürger ihm sagen können, wo sie der Schuh drückt, plant Kluthe demnächst regelmäßige Bürgersprechstunden im Rathaus und auf dem Wochenmarkt. Und neben der bereits bekannten Abendsprechstunde in Holthausen soll es künftig auch eine solche in Laer geben. Zudem möchte der Bürgermeister einmal im Monat dem Nachwuchs im Kinder- und Jugendtreff Chillaer für Gespräche zur Verfügung stehen.

Doch alles brauche seine Zeit, räumt der Parteilose ein, der genau weiß, dass noch einiges auf ihn zukommt. Allerdings sei er hartes Arbeiten bereits vom Berufskolleg gewöhnt. Als Studiendirektor in der erweiterten Schulleitung sei er oft auch in den Ferien im Einsatz gewesen.

Neben der Kennlernzeit und Einarbeitungsphase in die Verwaltungsstrukturen bereitet sich der Bürgermeister auf die konstituierende Ratssitzung am 4. November vor. So hat er für den kommenden Montag die Fraktionsspitzen der Parteien zu sich ins Rathaus eingeladen, um wichtige Themen zu erörtern. Dabei gelte es, beispielsweise über die Struktur der Ausschüsse und die Besetzung der Bürgermeisterposten zu sprechen.

„Ich will die Weichen richtig stellen“, nennt Manfred Kluthe nur eines seiner Ziele, als guter Moderator einvernehmlich zwischen Rat und Verwaltung wirken zu wollen. Ihm sei durchaus bewusst, dass nach der Konstituierung ein weiterer wahrer Marathon an Sitzungen und Terminen auf ihn zukommt. Um diesen kraftvoll meistern zu können, gönnt sich Kluthe jetzt erst einmal drei Tage Urlaub, die er mit seiner Frau Nadine und den Töchtern Emma und Mia verbringen möchte.

Er werde gut auf sich aufpassen, verspricht der Bürgermeister seiner Familie, Verwandten und Freunden. Sie müssten sich keine Sorgen um ihn machen, dass er wegen der vielfältigen Aufgaben als Bürgermeister „ausbrennen“ könnte. „Es ist zwar hart, aber ich mache es mit ganz viel Spaß und Freude“, bekennt der Gemeindechef und die Begeisterung in seiner Stimme wirkt ansteckend.

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