Weihnachtsmarkt: Gespräch zwischen dem Dorfmarketingverein und der Verwaltung soll Klarheit bringen
Nur ein Nikolausempfang?

Laer -

Die Frage, ob der Laerer Weihnachtsmarkt am ersten Dezember-Wochenende stattfindet, ist noch nicht geklärt. In bisher bekannter und beliebter Weise ist die Veranstaltung, die sonst mit einer Kunstausstellung im Rathaus und Alten Speicher verbunden ist, allerdings nicht möglich. Der Dorfmarketingverein denkt aber über eine reduzierte Variante im Freien nach. So könnte man sich beispielsweise einen Nikolausempfang für die Kinder vorstellen.

Dienstag, 20.10.2020, 17:48 Uhr
Ein Bild wie dieses von der Weihnachtsausstellung im Laerer Rathaussaal wird es in diesem Jahr nicht geben. Die Corona-Pandemie und ihre Folgen sprechen dagegen.
Ein Bild wie dieses von der Weihnachtsausstellung im Laerer Rathaussaal wird es in diesem Jahr nicht geben. Die Corona-Pandemie und ihre Folgen sprechen dagegen. Foto: Daniela Leveling

Vor dem Hintergrund der steigenden Fälle von Corona-Infizierten fällt die Entscheidung, ob der Laerer Weihnachtsmarkt in diesem Jahr stattfinden soll, den Verantwortlichen besonders schwer. Andererseits müssen diese sich bald zu der Frage äußern, um Planungssicherheit für die Beschicker zu schaffen. Die Händler wollen schließlich wissen, ob sie sich das erste Dezember-Wochenende (für den 5. und 6. Dezember steht der Weihnachtsmarkt samt Kunstausstellung im Terminkalender) frei halten müssen, oder ob die zweitägige beliebte Einstimmungsveranstaltung auf Weihnachten ausfällt.

Dass sich der Dorfmarketingverein bereits seit Wochen Gedanken über diese Problematik macht, bestätigt dessen Geschäftsführer Gerrit Thiemann. Wie er im Gespräch mit den WN erklärt, sei diese Frage zurzeit zwar noch offen, aber es stehe auf alle Fälle bereits fest, dass der Weihnachtsmarkt in seiner bisher gewohnten Form nicht stattfinden würde. So könne es wegen der Corona-Pandemie und der damit verbundenen Hygiene- und Abstandsregeln keine Angebote im Rathaus, im Alten Speicher und im Pfarrzentrum geben.

Klarheit, ob Aktivitäten im Freien am zweiten Advents-Wochenende möglich sind, solle ein Gespräch des Dorfmarketingvereins, der die Veranstaltung organisiert und durchführt, mit Bürgermeister Manfred Kluthe und dem Ordnungsamt bringen. Dieses ist für den morgigen Donnerstag vorgesehen.

„Unter diesen Bedingungen ist alles sehr schwierig“, räumt der Geschäftsführer des Dorfmarketingvereins ein. Dessen Entscheidungsträger überlegten noch, ob man am besagten Wochenende einen Nikolausempfang für die Kinder auf dem Rathausplatz organisieren könne. Um die Anzahl der Besucher zu entzerren, wäre dieser vielleicht an zwei Terminen möglich. Aber auch für so eine Freiluftveranstaltung gäbe es zahlreiche Regeln. So müsse der Platz beispielsweise abgesperrt und bestuhlt werden. Diese und zahlreiche andere Fragen seien jetzt mit dem Leiter des Ordnungsamtes zu klären.

Gespräche habe es bereits mit dem Laerer Blasorchester gegeben, das den Nikolausempfang gerne musikalisch gestalten würde. „Die Musiker brennen darauf, endlich wieder öffentlich aufzutreten“, schildert Gerrit Thiemann seinen Eindruck von der Stimmungslage in der Musikerschaft.

Im Gespräch sei der Dorfmarketingverein beispielsweise auch mit den Vereinigten Schützen Laer und der örtlichen Kolpingsfamilie, die sich ebenfalls gerne einbringen würden.

Noch unsicher in der Frage, ob der Weihnachtsmarkt in reduzierter Form als Nikolausempfang für die Kinder stattfinden kann, scheint im Gespräch mit dieser Zeitung auch Bürgermeister Manfred Kluthe zu sein. Für ihn zählt auch die soziale Bedeutung der Veranstaltung, auf der sich die örtlichen Vereine präsentieren und Menschen in adventlicher Atmosphäre begegnen. Viele der Besucher würden sich auch gar nicht unbedingt nur für den Glühwein, sondern für die Kunst und das Handwerk interessieren, meint der Gemeindechef, der noch einen weiteren Aspekt zu bedenken gibt. So sei es auch wichtig, ab und an zu üben, denn mit jeder Veranstaltung würde die Gemeinde auch ein bisschen schlauer. Dabei seien kreative Lösungen gefragt, die den Bestimmungen der Corona-Schutzverordnung gerecht würden.

„Der Einzelhandel muss weiter überleben“, warnt der Hauptverwaltungsbeamte zudem vor dem Anstieg von Insolvenzen, die coronabedingt zu beklagen sind. Immerhin ist mit dem Laerer Weihnachtsmarkt normalerweise auch ein verkaufsoffener Sonntag verbunden.

 

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