Konstituierende Ratssitzung: Bürgermeister Kluthe und seine Stellvertreter werden in ihre Ämter eingeführt
Viele Masken und Blumensträuße

Laer -

Mit einem Blumenstrauß hat der frisch vereidigte Bürgermeister Manfred Kluthe (r.) seinen ersten ehrenamtlichen Stellvertreter Klemens Tacke beglückwünscht. Der 62-jährige Christdemokrat wurde während der konstituierenden Ratssitzung auch zum Ortsvorsteher von Holthausen gewählt.

Mittwoch, 11.11.2020, 17:05 Uhr aktualisiert: 11.11.2020, 17:10 Uhr
Bürgermeister Manfred Kluthe (2.v.l.) begrüßt seine beiden ehrenamtlichen Stellvertreter, Klemens Tacke (l.) und Gerrit Thiemann (r.) mit Blumen. Einen bunten Strauß bekommt auch Margarete Müller, die in der vergangenen Wahlperiode zweite ehrenamtliche Vertreterin des Bürgermeisters und 26 Jahre lang Ortsvorsteherin von Holthausen war.
Bürgermeister Manfred Kluthe (2.v.l.) begrüßt seine beiden ehrenamtlichen Stellvertreter, Klemens Tacke (l.) und Gerrit Thiemann (r.) mit Blumen. Einen bunten Strauß bekommt auch Margarete Müller, die in der vergangenen Wahlperiode zweite ehrenamtliche Vertreterin des Bürgermeisters und 26 Jahre lang Ortsvorsteherin von Holthausen war.

Abstand statt Händeschütteln, Masken im Gesicht und blaue Plastikschoner an den Füßen, um den Boden der kleinen Sporthalle zu schonen. Das sind die coronabedingten Bilder der konstituierenden Ratssitzung am Dienstagabend, die viele mit Spannung erwartet haben. Schließlich ist es der hoffnungsvolle Start vieler neuer Kommunalpolitiker und des frisch gewählten Bürgermeisters Manfred Kluthe, der souverän durch die 19 Punkte umfassende Tagesordnung führt. Einer davon ist seine Amtseinführung und Vereidigung durch den Altersvorsitzenden Gerrit Thiemann, die mit einem großen Blumenstrauß besiegelt wird.

„Den Beginn der neuen Amtsperiode haben wir uns alle ein bisschen anders vorgestellt“, bekennt der neue Gemeindechef hinsichtlich des schon mehrfach erprobten ungewöhnlichen Sitzungsortes, der den Auswüchsen der Corona-Pandemie geschuldet ist. „Es ist wichtig, dass der Rat und die Verwaltung handlungsfähig bleiben“, betont der Hauptverwaltungsbeamte, der bedauert, dass man auf die geplante feierliche Verabschiedung der ausgeschiedenen Ratsmitglieder im Rahmen der Sitzung angesichts der angespannten Infektionslage verzichten muss. Statt dessen hat der Erste Bürger den engagierten Kommunalpolitikern in einem Schreiben für ihren Einsatz gedankt. Ihre Nachfolger heißt er herzlich im neuen Gemeinderat willkommen.

„Wir haben große Herausforderungen zu meistern“, stimmt Kluthe diese auf die künftige Arbeit ein. Die könne nur gelingen, wenn alle gut vorbereitet seien und im ständigen Dialog ständen. Zunächst einmal gelte es, die finanzielle Situation wieder in den Griff zu bekommen und die Verschuldung der Gemeinde kontinuierlich zu verringern. Dazu bedürfe es eines gemeinsamen Plans, um sich neue Spielräume zu erarbeiten, denn nur damit könne die Kommune auf Dauer punkten. Ziel aller Bestrebungen müsse es sein, die liebenswerte Gemeinde und ihren Ortskern lebendig zu halten.

Dem Rat schlägt der Bürgermeister vor, sich auf gemeinsame Zielvereinbarungen zu einigen, die in den nächsten zehn Jahren wie ein Kompass wirken könnten. Gemeinsam müsse man auch die Pandemie bekämpfen. „Ich freue mich auf die Arbeit mit Ihnen, packen wir es an“, appelliert der Bürgermeister an die Ratsmitglieder, die während der Sitzung nicht nur selbst eingeführt und verpflichtet werden, sondern auch die ehrenamtlichen Stellvertreter des Bürgermeisters wählen.

Wie bereits in den interfraktionellen Vorgesprächen verabredet, bewerben sich Klemens Tacke von der CDU um das Amt als erster Bürgermeister-Stellvertreter und Gerrit Thiemann von der SPD als zweiter Bürgermeister-Stellvertreter. Der Sozialdemokrat hat zugesagt, dass er diesen Posten nach zweieinhalb Jahren zum 30. April 2023 wieder zur Verfügung stellen wird. Ein Mitglied von Bündnis 90/Die Grünen soll dann das Amt für den Rest der Wahlzeit übernehmen.

Mit 19 Ja-Stimmen bei zwei Enthaltungen werden die beiden Kandidaten in einer geheimen und persönlichen Abstimmung gewählt. Erste Glückwünsche dazu gibt es vom Bürgermeister, der sich freut, dass er gute Unterstützung bekommt.

Blumen und Geschenke gibt es an diesem Abend aber nicht nur für den Bürgermeister und seine Stellvertreter, sondern auch für Margarete Müller, die nach 26 Jahren das Amt der Ortsvorsteherin an ihren Parteikollegen Klemens Tacke abgibt. Die Wahl des 62-jährigen Diplom-Forstwirts, der erst seit November 2019 der CDU angehört und seit 1988 im Ortsteil Holthausen lebt, erfolgt einstimmig. Ihr liegt ein einheitlicher Wahlvorschlag zugrunde, auf den sich die Parteien während ihrer letzten interfraktionellen Besprechung vor der Ratssitzung geeinigt haben.

„Wir brauchen auch weiterhin ein Sprachrohr für Holthausen“, betont der Bürgermeister. Als Ratsherr und frisch gewählter stellvertretender Bürgermeister ist der Neue gut vernetzt. Das ist auch Margarete Müller, die in der vergangenen Wahlperiode zweite stellvertretende Bürgermeisterin gewesen ist und sich seit 1994 an vorderster Front für das Dorf und seine Bürger eingesetzt hat. Die 65-Jährige hat ihr Amt mit viel Herzblut – wie sie selbst sagt – ausgeübt. Das wissen auch die Ratsmitglieder und die Zuschauer, die ihr mit einem lang anhaltenden Applaus dafür danken. Das Engagement der geschäftigen Ratsfrau, die nicht nur diese beiden Ehrenämter, sondern zusätzlich auch den CDU-Fraktionsvorsitz inne gehabt hat, würdigt auch Manfred Kluthe mit einem Geschenk und Blumen. Solche bekommt sie auch von ihrem Nachfolger, dem klar ist, dass seine Vorgängerin vor Ort viel bewegt hat. Margarete Müller fällt der Abschied als Ortsvorsteherin sichtlich schwer, doch als Ratsfrau bleibt sie ihrer Fraktion erhalten.

 

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