Kolpingsfamilie unterstützt das Jugendzentrum Chillaer und ein Projekt von Pater Adalbert Mantubu
Willkommene Spenden

Laer -

Weil der Kolpingsfamilie der Nachwuchs besonders am Herzen liegt, spendet sie immer mal wieder Geld an die Initiative für Kinder und Jugendliche. Sie ist nicht nur Trägerin der Offenen Ganztagsschule, sondern auch der Offenen Kinder- und Jugendarbeit. Ihr hat die Kolpingsfamilie 1000 Euro zukommen lassen. Das Geld hat der Leiter des Jugendzentrums Chillaer, Patrick Jensen, für Verschönerungsmaßnahmen eingesetzt.

Freitag, 18.12.2020, 14:56 Uhr aktualisiert: 23.12.2020, 15:54 Uhr
Patrick Jensen (r.) zeigt Josef Laumann und
Patrick Jensen (r.) zeigt Josef Laumann und Foto: Sabine Niestert

„Es ist wirklich schön geworden“, schwärmt Elisabeth Moser-Emmerich von den Veränderungen des Jugendzentrums Chillaer. Josef Laumann nickt bestätigend. Die Geschäftsführerin und der Teamsprecher der Kolpingsfamilie sind an diesem Vormittag auf Einladung von Patrick Jensen ins Haus gekommen, um zu schauen, wofür dieser ihre 1000 Euro-Spende verwendet hat.

Keine Frage, der Einrichtungsleiter hat das Geld gut angelegt, um den Treff für die Kinder und Jugendlichen weiter zu verschönern und variabler nutzbar zu machen. Das Jugendzentrum ist zwar coronabedingt weiterhin geschlossen, doch der Sozialarbeiter hofft, dass er es im Januar wieder öffnen darf und es dann mit der geplanten Strukturveränderung losgehen kann. Die vergangenen Wochen hat der 33-Jährige genutzt, um einige Veränderungen vorzunehmen. Dabei ging es aber nicht nur um Dekoratives, sondern auch um Notwendiges. So sind die orange-farbenen Vorhänge des Thekenraums zwar ein wahrer Hingucker, doch im Sommer – wenn die Sonne auf der Südseite des Hauses steht – sind die Besucher regelrecht geblendet und können nichts mehr sehen. Das ist nun vorbei, denn neue Plissees, die vor den Fenstern angebracht worden sind, sorgen für einen Blend- und Sichtschutz.

„Viele der Jugendlichen haben sich ein Kino gewünscht“, berichtet der Leiter des Jugendzentrums, der jetzt Vorführungen vor Ort anbieten kann. Neue tiefblaue Überziehgardinen ermöglichen es, dass der Raum komplett abgedunkelt werden kann. Davon dürften auch die Disco-Abende profitieren.

„Ich habe extra eine Einführung bekommen, wie die Plissees zu handhaben sind“, lobt Patrick Jensen die gute Zusammenarbeit mit dem Raumausstatter Georg Berkenbrock aus Horstmar. Der habe ihm erfreulicherweise auch einige Stoffreste versprochen, aus denen im nächsten Jahr Kissen im Rahmen einer Nähaktion entstehen könnten.

Eigentlich wollte der Sozialarbeiter mit dem Ehrenamtsteam vor Weihnachten noch die Räume, den Flur und sein Büro streichen, doch das kann er wegen des erneuten Lockdowns vergessen. Dass sie die Einsammelaktion für die ausgedienten Weihnachtsbäume im Januar nicht absagen müssen, hoffen Elisabeth Moser-Emmerich und Josef Laumann, die dafür noch Unterstützung gebrauchen könnten. Der Sozialarbeiter verspricht, sich unter den Jugendlichen umzuhören. Die wären dann am 16. Januar (Samstag) gefordert. So haben die beiden Kolpingvertreter entschieden, den zunächst vorgesehenen Termin am 9. Januar coronabedingt um eine Woche zu verschieben. So profitieren beide Seiten voneinander. Die Kolpingsfamilie spendet fürs Jugendzentrum, und der Nachwuchs hilft bei der Sammelaktion. Das nennt man wohl eine Win-Win-Situation.

Zurück zum neu gestalteten Jugendzentrum. Das hat auch neues, schickes Mobiliar bekommen, das zum gemütlichen Sitzen und Spielen einlädt.

Aber nicht nur innen, auch außen präsentiert sich der Jugendtreff neu. So ziert ein großes Chillaer-Logo den Eingangsbereich, das Patrick Jensen selbst entworfen hat. Erkennungszeichen der verschiedenen Gruppen finden sich auf den dortigen seitlichen Fenstern. Mit Milchglas wurden die Fenster der Südseite ausgestattet, die ebenfalls bunt gestaltet sind. Bei diesen Neuerungen hat der Sozialarbeiter mit der heimischen Werbetechnik-Firma Elfering zusammengearbeitet. „Das hat gut geklappt“, freut er sich über die gelungenen Verschönerungen. Diese sind allerdings nicht allein von den 1000 Euro der Kolpingsfamilie finanziert worden. Vielmehr hat Jensen noch Fördergelder investiert, die übrig geblieben sind, weil wegen der Pandemie fast alle Veranstaltungen in diesem Jahr abgesagt werden mussten.

Ähnlich ist es der Kolpingsfamilie ergangen. „Coronabedingt hat in 2020 kaum was stattgefunden“, bedauert Josef Laumann. Wie Elisabeth Moser-Emmerich und er betonen, liegt der Kolpingsfamilie die Jugend besonders am Herzen. Deswegen haben die Verantwortlichen auch schon oft der Initiative für Kinder und Jugendliche in Laer und Holthausen, die nicht nur Trägerin der Offenen Ganztagsschule, sondern auch der Offenen Kinder- und Jugendarbeit ist, Geld gespendet. „Diese Unterstützung stammt aber niemals aus Mitgliedsbeiträgen“, betont der Vorstandssprecher. Vielmehr handele es sich dabei um Erlöse aus verschiedenen Aktionen und Aktivitäten. „Das Geld bleibt meistens im Ort“, bestätigt die Geschäftsführerin. Ausnahmen sind allerdings Spenden für Projekte in Uganda, das Partnerland des Kolpingwerk- Diözesanverbandes Münster ist. Zudem helfen die Kolpinger Pater Adalbert Mantubu, der aus dem Kongo stammt. Der Seelsorger unterstützt das Zentrum Tondisa Ebale, das sich in Kinshasa befindet. Dessen Ziel ist es, junge Mitarbeiter im pastoralen Bereich auszubilden. In einem Brief bedankt sich der Direktor der Einrichtung bei der Kolpingsfamilie für eine Spende von 2000 Euro. Mit dem Geld konnten weitere Nähmaschinen für das Zen­trum gekauft werden.

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