Fantasievolle Stationen in Laer und Holthausen laden zum Bestaunen ein
Das Weihnachtsdorf im Kreis

Laer/Holthausen -

Die „Laerer Lichterwochen“ strahlen weit über die Grenzen des Ewaldidorfes hinaus und verbinden die Menschen, die sich mit zahlreichen Beiträgen daran beteiligen. So laden über 50 Stationen zum Erwandern und Bestaunen ein. Ursprünglich wollten die Initiatoren die schönste Station beziehungsweise Aktion prämieren, doch davon haben sie inzwischen Abstand genommen, denn jede spricht für sich.

Mittwoch, 23.12.2020, 17:50 Uhr
Das Landvolk grüßt mit dieser riesigen Strohpuppe vom Alten Damm.
Das Landvolk grüßt mit dieser riesigen Strohpuppe vom Alten Damm.

Was tun, wenn ausgerechnet in der schönsten Zeit des Jahres coronabedingt die Lichter auszugehen drohen? Getreu dem Motto „Wenn Du denkst, es geht nicht mehr, kommt von irgendwo ein Lichtlein her“ war es Anspruch der Gemeindeverwaltung und des Dorfmarketingvereins, den Menschen ein Licht in der dunklen Zeit zu bieten. Aus diesem Antrieb heraus wurde die Aktion „Laerer Lichterwochen“ geboren. Um gemeinsam mit kleinen Dingen Glück schenken zu können, brauchten die Initiatoren die Kreativität, die Hingabe, die Begeisterung und den positiven Glauben aller Bürger.

„Und wieder einmal wurden wir nicht enttäuscht, sondern schier überwältigt vom Ideenreichtum und den kreativen Ausführungen der Menschen vor Ort“, heißt es in einer Pressemitteilung der Verwaltung. Durch weihnachtliche Texte, Fotos, selbst angefertigte Bilder, Film- und Tondateien sowie viele kleine und große Lichtinstallationen wurde aus den beiden Ortsteilen „Das Weihnachtsdorf im Kreis Steinfurt.“

Entstanden sind Stationen verschiedenster Art, die alle das übergeordnete Ziel haben, eigene Gedanken, Erinnerungen oder Wünsche für das Weihnachtsfest darzustellen und für andere sichtbar zu machen. So wurden (und werden immer noch) viele positive, hoffnungsvolle und helle Akzente gesetzt.

Die Stationen haben eine unterschiedliche Dauer. Sie können an einem bestimmten Tag oder den ganzen Dezember über vorhanden sein. Die Veranstalter denken zurzeit darüber nach, die Aktion bis in den Januar hinein auszuweiten.

Auch das Adventskalenderprinzip „Jeden Tag etwas Neues“ wurde bedacht. Den kreativen Einfällen sind nur durch die Corona-Verordnungen Grenzen gesetzt. „Durch den aktuellen harten Lockdown sind diese weihnachtlichen Lichtblicke in unserem Ort wichtiger denn je, da das Zusammenkommen, wie wir es sonst in diesen Zeiten schätzen, nicht möglich ist“, geben die Kulturbeauftragte Gudrun Homann und Klimaschutzmanager Daniel Matlik, der nun auch für das Dorfmarketing verantwortlich ist, zu bedenken. Auch wenn keine größeren Gruppen die Stationen erkunden könnten, seien die Menschen nicht allein.

Ursprünglich sollte die schönste Station beziehungsweise Aktion ausgezeichnet werden. „Wenn wir einen Preis vergeben, dann müssten wir ihn 6744 mal (Anzahl der Einwohner der Gemeinde Laer) verleihen“, begründen die Verantwortlichen, warum sie diese Idee wieder verworfen haben. Jede Station, jede Kerze in einem Fenster oder jedes Lachen an einer der Stationen bringe das Gefühl des Zusammenseins und damit das, was Weihnachten ausmache.

Einen besonderen Dank verdienten insbesondere die Kollegen des Baubetriebshof um Heinz Bröker, die ihnen immer mit Rat und Tat zur Seite gestanden hätten, loben Homann und Matlik den Einsatz der Truppe, die sich beispielsweise mutig mit dem Schlauchboot aufmachte, um die Lichtinstallationen im Rathausteich aufzubauen. Ein großes Dankeschön sagen die Beiden auch im Namen von Bürgermeister Manfred Kluthe den Bürgern für ihr Engagement und die vielen positiven Rückmeldungen. „Wir sind sehr stolz und erfreut, aus anderen Orten zu hören, dass sich ein Besuch in der Gemeinde Laer zu dieser Zeit besonders lohnt“, heißt es in dem Pressetext weiter.

Für alle, die noch nicht die Gelegenheit hatten oder jetzt neugierig geworden sind, gibt es Informationen und kleine „Anschmecker“ unter laerer-lichterwochen.de, allerdings ohne den Anspruch auf Vollständigkeit. Ausgedruckte Karten zum Mitnehmen liegen in einigen Laerer Bäckereien, im Backshop Holthausen und bei der Postbank Filiale Foto Lotto Kuse aus.

„Wir wünschen allen Weihnachtswanderern viele erfreuliche Entdeckungen“, so Homann und Matlik, die alle Bürger abschließend dringend darum bitten, sich an die Einhaltung der aktuellen Corona-Schutzmaßnahmen zu halten.

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