Corona-Pandemie wirkt sich auch auf die Rentenberatung von Heinz Floer aus
Nur fernmündlich statt persönlich

Laer/Horstmar -

Seine sonst üblichen Sprechstunden im Laerer Rathaus und im St.-Gertrudis-Haus in Horstmar musste Heinz Floer in diesem Jahr zum größten Teil coronabedingt absagen. Dafür stand der Versicherten-Berater des DRV-Bundes allen Ratsuchenden telefonisch zur Verfügung. Der 78-Jährige, der als gewiefter „Paragrafen-Fuchs“ gilt, hat schon vielen Menschen zur Rente verholfen.

Dienstag, 29.12.2020, 17:29 Uhr
Für Rentenberater Heinz Floer ist das Studium von Akten und Gesetzestexten ein Muss.
Für Rentenberater Heinz Floer ist das Studium von Akten und Gesetzestexten ein Muss. Foto: Drunkenmölle

Die Corona-Pandemie hat auch sein Leben verändert. Bevor das Virus zugeschlagen hat, ist Heinz Floer regelmäßig zum Rathaus nach Laer und zum St.-Gertrudis-Haus nach Horstmar gefahren, um dort seine persönliche Beratungen anzubieten. Der 78-Jährige ist ehrenamtlicher Versichertenberater des DRV-Bundes und als solcher unentgeltlich unterwegs. Inzwischen berät er grundsätzlich nur noch telefonisch. Sein Einsatz ist trotzdem nicht nur unbezahlbar, sondern auch unverzichtbar und unglaublich wichtig. Das geht aus einem Schreiben des Kreises Steinfurt hervor, der den Burgsteinfurter neben zahlreichen anderen ehrenamtlichen Helfern aus diesem Grund auch im Februar zu einem Dankeschön-Abend in das DA, Kunsthaus Kloster Gravenhorst nach Hörstel gebeten hatte. „Sie sind eingeladen, weil ein Mensch aus Ihrer Umgebung Sie für die Gästeliste vorgeschlagen hat“, heißt es in dem Schreiben.

Natürlich hat Heinz Floer sich über diese offizielle Wertschätzung seiner Arbeit gefreut. Seit 1998 ist er der Versichertenälteste und gilt als ein mit allen Wassern gewaschener „Paragrafen-Fuchs“, der nicht nur zahlreichen älteren Menschen geholfen hat. Seine mitunter penetrante Gründlichkeit hat sich für manchen Antragsteller schon häufig in Euro und Cent ausgezahlt. „Hinter jedem Fall, der auf meinem Schreibtisch landet, steht ein Einzelschicksal“, weiß der Experte aus seiner langjährigen Erfahrung. Regelmäßig nimmt der ursprünglich gelernte Textilkaufmann, der von 1973 bis 2002 als Sozialversicherungsfachangestellter für die Stadt Burgsteinfurt und zuletzt im Versicherungsamt für die Rentenangelegenheiten der Steinfurter zuständig war, an Schulungen und Fortbildungsveranstaltungen teil. Denn nur so kann der Fachmann die Hilfesuchenden auf dem neuesten Stand beraten. Zeitweise hat der Ehrenamtler auch Rentensprechtage in Burgsteinfurt, Metelen und Nordwalde angeboten. Zudem war er ehrenamtlicher Richter beim Amtsgericht im Kreis Steinfurt und von 2008 bis 2019 beim Schöffengericht in Rheine und zuletzt beim Landgericht in Münster aktiv. Doch inzwischen fordert auch das Alter seinen Tribut. Schließlich sind die meisten Menschen in Floers Alter schon lange Rentner. Doch die Hände in den Schoß zu legen, kommt für den versierten Kenner nicht infrage. Wenn dieser mal keine Lust auf Akten, Formulare, Anträge, Versicherungskonten, Paragrafen und Zahlen hat, kümmert er sich liebend gerne um seine „Flämischen Riesenkaninchen“, die er selbst züchtet. Mit seinen Tieren hat Floer schon so manche Meisterschaft gewonnen. Nebenbei schreibt der Allrounder auch noch für Tierfachzeitungen Berichte und Kommentare über Kleintiere, natürlich – wie sollte es auch anders sein – über Rassekaninchen. Nebenbei besitzt der agile Rentner ein Diplom als Kleintierheilpraktiker und sammelt leidenschaftlich alte Gerätschaften, mit denen er seinen Naturgarten in Burgsteinfurt ziert.

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