Online-Meeting bringt Ortsentwicklung zur Sprache
Standort soll noch besser werden

Laer -

Während eines gemeinsamen Online-Meetings, zu dem die Wirtschaftsvereinigung für den Kreis Steinfurt gemeinsam mit dem Unternehmernetzwerk Laer eingeladen hatte, ging es um die Zukunft des Standortes Laer in wirtschaftlicher, sozialer, ökologischer und auch kultureller Sicht. Zu den Teilnehmern gehörte auch Bürgermeister Manfred Kluthe, der versprach, die Ortsentwicklung mit allen Kräften voranzutreiben.

Dienstag, 19.01.2021, 18:20 Uhr aktualisiert: 19.01.2021, 18:31 Uhr
Digital tagten die Wirtschaftsvereinigung Steinfurt gemeinsam mit dem Unternehmernetzwerk Laer, Bürgermeister Manfred Kluthe und zahlreichen weiteren Teilnehmern im virtuellen Raum.
Digital tagten die Wirtschaftsvereinigung Steinfurt gemeinsam mit dem Unternehmernetzwerk Laer, Bürgermeister Manfred Kluthe und zahlreichen weiteren Teilnehmern im virtuellen Raum. Foto: Rainer NIx

Wirtschaftliches, gesellschaftliches sowie kulturelles Leben steht und fällt mit Kommunikation. In der Corona-Zeit hat sich der virtuelle Raum als gangbarer Weg des Austausches erwiesen. Das zeigte sich auch beim ersten gemeinsamen Online-Meeting, zu dem die Wirtschaftsvereinigung Steinfurt (WVS) gemeinsam mit dem Unternehmernetzwerk Laer (UNL) eingeladen hatte. Als Moderator fungierte der WVS-Geschäftsführer Heiner Hoffschroer. Neben dem UNL-Vorsitzenden Reinhard Lülff nahmen Bürgermeister Manfred Kluthe und Repräsentanten aus der Unternehmerschaft und Politik daran teil.

Laers Bürgermeister ist 100 Tage im Amt und zog eine erste Bilanz. „Auf allen Feldern, wirtschaftlich, sozial, ökologisch und auch kulturell wollen wir hier in Laer vorangehen“, versprach er. Die Entwicklung des „sehr guten Standortes“ habe Priorität. Rund 300 Antrittsbesuche hat er vor allem im Bereich der Wirtschaft absolviert. „Ich bekam viele positive Rückmeldungen, im Rathaus einen Ansprechpartner mit offenem Ohr vorzufinden, darüber, dass sich etwas bewegt und dass wir in der Verwaltung wichtige Aspekte auf dem Schirm haben“, sagte der Bürgermeister.

Zweifellos gibt es viel zu tun. Ein regelmäßiger Newsletter soll die Unternehmer in aktuelle Entwicklungen einbinden. Eine digitale Ausbildungsmesse im Februar oder März gibt potenziellen Absolventen von Gesamtschulen, Realschulen und Gymnasien Orientierung hinsichtlich möglicher Ausbildungsbetriebe. Ebenso ist die Veranstaltung wichtig, um Unternehmen die Chance auf Fachkräfte aus der Region zu eröffnen.

WVS-Geschäftsführer Heiner Hoffschroer sprach die Themen Breitbandausbau und Verstärkung der Funknetze an. Letztere seien in Laer lückenhaft, was sich beim mobilen Telefonieren störend bemerkbar mache. „Wir müssen erkennen, dass hier auf jeden Fall ein Handlungsfeld existiert“, so Kluthe. Der Funkverkehr müsse ebenso reibungslos laufen wie der Internet-Datenaustausch. Die mögliche Errichtung eines Funkmastes in Laer müsse mit dem Rat abgestimmt werden.

Gerade werde bereits der Breitbandausbau im Außenbereich umgesetzt, der zu 100 Prozent gefördert wird. „Wir sind derzeit dabei, von Horstmar über Laer bis Altenberge schon mal einen großen Teil des Außenbereiches mit Breitband zu versorgen“, erläuterte der Gemeindechef. Auch 5G-Technik, ein seit 2019 an Verbreitung zunehmender Mobilfunkstandard sowie das leistungsstarke „Long Range Wide Area Network“, kurz „LoRaWAN“, seien Themen.

Eine mittelstandsfreundliche Verwaltung sowie Umsiedlungen innerhalb des Ortes und Neuansiedlungen von Gewerbe stehen ebenso im Fokus. Einzelhändler und Gastronomen sollen mit gemeinsam entwickelten Aktionen gestärkt werden, denn sie stehen auch außerhalb der Pandemie-Krise unter Druck. Gewerbe- und Standortmarketing gewinnen zunehmend an Bedeutung. Das UNL als starkes Netzwerk mit kompetenten Partnern soll sich nach Kräften einbringen. Es gilt für sämtliche bestehenden Netzwerke in Laer, gemeinsam mit der Verwaltung auf eine positive Zukunft hinarbeiten. Nach ermutigenden Gesprächen plant Kluthe im ersten Jahr seiner Amtszeit, drei Gewerbe-Neuansiedlungen zu realisieren. Ob es gelingt, bleibt abzuwarten.

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