Schreibwarengeschäft Kuse in Zeiten des zweiten Lockdowns
Verkauf an der Ladentür

Laer -

Auf das Ende des zweiten Lockdowns hoffen in diesen Tagen wohl alle Menschen, ganz besonders aber der Einzelhandel. Schließlich ist das öffentliche Leben stark eingeschränkt. Geschäftsinhaberin Sigrid Dapper hat die Zeit genutzt, um ihr Schreibwarengeschäft zu renovieren, was bei laufendem Betrieb nicht möglich gewesen wäre. Zudem bietet sie mit ihren Mitarbeiterinnen einen Verkauf an der Ladentür an.

Freitag, 05.02.2021, 18:30 Uhr aktualisiert: 08.02.2021, 17:38 Uhr
Eine Plexiglasscheibe und ein Sicherheitsabsperrband trennen die Kundin und die Verkäuferin an der Warenausgabestelle, die sich am Seiteneingang an der Hohen Straße befindet.
Eine Plexiglasscheibe und ein Sicherheitsabsperrband trennen die Kundin und die Verkäuferin an der Warenausgabestelle, die sich am Seiteneingang an der Hohen Straße befindet. Foto: Sabine Niestert

Die Einzelhändler im Ewaldidorf sind krisenerprobt. Nach dem ersten Lockdown im März folgte am 16. Dezember der zweite, der die Ladenbesitzer erneut dazu zwang, ihre Läden zu schließen. Doch zum Glück gibt es „Laer-online.de“. Dabei handelt es sich um eine digitale Plattform für Laer und Holthausen, die sich bereits zu Beginn der Corona-Pandemie als Kommunikationsmittel im Frühjahr 2020 bewährt hat.

Bürgermeister Manfred Kluthe, der damals noch als Studiendirektor am Berufskolleg für Medientechnik tätig war, hat die Plattform entwickelt. Die Idee dazu stammte vom Unternehmernetzwerk Laer und dem CDU-Ortsverband Laer-Holthausen, die seinerzeit wussten, dass sie schnell handeln müssen, um nicht nur die Läden, sondern auch die Gastronomie vor Ort zu unterstützen.

„Sicher zu Hause bleiben und hier vor Ort einkaufen“, lautete das Motto der Aktion, das zum kontaktlosen Einkaufen aufforderte, und unter anderem auch zum Oster-Sofa-Shopping einlud. Seitdem sind viele Monate vergangen und die Einzelhändler haben ihre eigenen Konzepte gefunden, mit dem zweiten Lockdown umzugehen.

Nur ein Beispiel dafür ist Sigrid Dapper, die das Geschäft Kuse an der Bernhard-Holtmann-Straße betreibt. Für Leseratten und Spielfreunde ist es eine beliebte Adresse. Neben Büchern und Spielen gibt es aber auch Schreibwaren und Geschenkartikel, wie beispielsweise Schmuck und Dekoartikel. Eigentlich muss man gerade diese Waren sehen, um in Versuchung zu kommen. „Auf Wunsch einer Kundin habe ich das Sortiment fotografiert“, berichtet die Geschäftsfrau, dass diese sich dann anhand der zu gemailten Bilder etwas ausgesucht hat. Ihre Mitarbeiterinnen und sie hätten die Waren zusammengestellt, und die Frau konnte sich ihre Bestellungen abholen.

Das geschieht natürlich mit dem vorgeschriebenen Hygieneabstand. Die Ausgabe erfolgt am Seiteneingang an der Hohen Straße. Während der oder die Kundin draußen vor der Tür wartet, steht im Inneren des Geschäfts eine Mitarbeiterin, die die Ware herausgibt. Getrennt sind die beiden durch eine Plexiglasscheibe, und jeder trägt die erforderliche Maske. Von 8.30 bis 13 Uhr stehen die Ladeninhaberin und ihre Mitarbeiter für die Käufer bereit. Während Sigrid Dapper die Bestellungen per Telefon oder Handy aufnimmt, stellen ihre Helferinnen die Körbe mit den gewünschten Artikel zusammen, die dann zu einer vereinbarten Zeit abgeholt werden können. Die gewünschte Ware kann aber auch per E-Mail bestellt werden.

So liefe der Betrieb trotz der schweren Zeiten weiter, zeigt sich Sigrid Dapper dankbar und erfreut, dass gerade die Stammkunden dieses Angebot gut annehmen. Zudem hat sie die Zeit genutzt, den Laden zu renovieren. So wurde der Boden erneuert und es wurde gestrichen. „Das hätten wir während des geöffneten Betriebs gar nicht machen können“, ist die Inhaberin froh, die Zeit gut genutzt zu haben. Trotzdem hoffen sie und ihr Team, bald wieder öffnen und die Kunden im Laden begrüßen zu können.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7802529?categorypath=%2F2%2F2669082%2F2670173%2F2686135%2F2686808%2F2686834%2F
Nachrichten-Ticker