Extremer Wintereinbruch: Aktueller Situationsbericht aus Horstmar und Laer
Keine dramatischen Ereignisse

Horstmar/Laer -

Die Bevölkerung in Horstmar und Laer ist bisher angesichts des plötzlichen Wintereinbruchs von Samstag auf Sonntag gelassen geblieben. Es gab keine dramatischen Situationen oder Einsätze. Bereits vor den Schneefällen tagten die Krisenstäbe der Burgmannstadt und der Ewaldigemeinde. Beide stellten individuelle Einsatzpläne für die jeweiligen Bauhöfe und Feuerwehren auf und aktualisierten sie regelmäßig.

Montag, 08.02.2021, 17:26 Uhr aktualisiert: 08.02.2021, 17:40 Uhr
Am Wochenende waren die Räumfahrzeuge in Laer ständig unterwegs.
Am Wochenende waren die Räumfahrzeuge in Laer ständig unterwegs. Foto: privat

Die im Rahmen des zweiten Lockdowns angeordneten Kontaktbeschränkungen haben wohl dafür gesorgt, dass der plötzliche Wintereinbruch von Samstag auf Sonntag sowohl in Horstmar als auch in Laer keine dramatischen Situationen heraufbeschworen hat. Denn viele Menschen sind einfach zu Hause geblieben und haben den obligatorischen Sonntagsspaziergang aufgrund des Schneefalls und der Verwehungen ausfallen lassen.

Auch Dank der genauen Wettervoraussagen waren nicht nur die Bürgerinnen und Bürger auf diese extreme Wetterlage vorgewarnt worden, sondern auch die Krisenstäbe der Burgmannstadt und der Ewaldigemeinde. Beide trafen sich im Vorfeld und stellten individuelle Einsatzpläne für die jeweiligen Bauhöfe und Feuerwehren auf.

Keine Stromausfälle

„Wir haben kurzfristig Unternehmen zusätzlich beauftragt, damit wir schnellstens hinbekommen, dass der Schnee in den Horstmarer Außenbereichen entfernt wird“, hat Horstmars Bürgermeister Robert Wenking erfolgreich um Unterstützung von privater Hand gebeten. „Der Bauhof ist seit dem Wochenende pausenlos im Einsatz. Die Zusammenarbeit klappt hervorragend. Und die Bevölkerung ist dankenswerterweise ruhig geblieben und findet sich mit der Situation ab“, spart Wenking nicht mit Lob. Erleichtert nimmt der Bürgermeister zur Kenntnis, dass es in seiner Stadt bisher keine Stromausfälle wie vor 15 Jahren gegeben habe: „Das wäre in diesem Fall fatal gewesen, weil die Kälte extremer ist als 2005 und die Häuser schneller ausgekühlt wären.“

L 579 gesperrt

Auch jenseits des Schöppinger Berges klappt in derartigen Situationen die Zusammenarbeit zwischen der Freiwilligen Feuerwehr von Horstmar und von Schöppingen. „Nachdem unsere benachbarten Kameraden von einigen feststeckenden Fahrzeugen in Schöppingen berichteten, hatten wir uns am Sonntag darauf geeinigt, die L 579 für den Verkehr zu sperren“, erklärt Horstmars Wehrführer Frank Burrichter, der zusammen mit Bürgermeister Robert Wenking, Ordnungsamtsleiter Georg Becks und Vertretern des DRK-Ortsvereins noch am Sonntagmittag ein Krisengespräch führte. In diesem Zusammenhang wurde auch der Blutspendetermin am Sonntagnachmittag im Lernzentrum Drostenkämpchen abgesagt. Die Feuerwache an der Warnsveldallee war am Sonntag ständig besetzt. „Am Montag haben wir uns dazu entschlossen, das Feuerwehrgerätehaus in Leer von uns zu besetzen“, so Burrichter.

Schneeketten

Am Montagmorgen sei ein mit Schneeketten ausgerüstetes Feuerwehrfahrzeug in die Leerer Bauerschaft Haltern ausgerückt, um einem Rettungswagen zu Hilfe zu eilen, der aufgrund des Schnees Probleme hatte, zu seinem Einsatzort zu kommen. „Das hat gut geklappt, zumal auch die Sanitäter vor Ort den Einsatz unterstützten“, betont Frank Burrichter und fasst zusammen: „Alles im Allen waren wir bisher jederzeit Herr der Lage.“

Zehn bis zwölf Stunden im Einsatz

Manfred Kluthe, Bürgermeister von Laer, bedankt sich beim gemeindeeigenen Bauhof. „Die Mitarbeiter waren am Sonntag zehn bis zwölf Stunden im Einsatz. Aufgrund der extremen Schneemassen, sind am Montag erfolgreich zusätzliche Schneefahrzeuge seitens der Landwirtschaft der Gemeinde zur Verfügung gestellt worden.“ Der Bauhof der Gemeinde Laer fahre neben den Straßenzügen des normalen Räumungsplans zusätzlich systematisch die Siedlungsstraßen ab. Es werde um Geduld gebeten, bis die Fahrzeuge überall waren. „Ich finde die Solidarität und Nachbarschaftshilfe bemerkenswert. Bei meinen Gängen durch das Dorf nehme ich wahr, dass sich viele Nachbarn gegenseitig helfen, die Einfahrten frei zu bekommen“, lobt Kluthe die gegenseitige Unterstützung. Bereits jetzt überlege sich der Laerer Krisenstab, wohin die ganze weiße Pracht am Ende transportiert und deponiert werden könne, sagt Laers Bürgermeister abschließend.

Vergleichsweise ruhig verliefen der Sonntag und der Montag für die Freiwillige Feuerwehr in Laer. „Wir hatten keinen einzigen Einsatz“, berichtet der Leiter der Feuerwehr, Stephan Rikels.

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