Oliver Mertens mag es gerne richtig kalt
Eistaucher im Ewaldibach

Laer -

Bei schönstem Winterwetter mit knackigen Minusgraden hat Oliver Mertens am Wochenende ein Bad im Ewaldibach genommen, der durch den Garten der Familie fließt. Seine Lebensgefährtin hat seine Aktion gefilmt und das Video gepostet, was vielfach kommentiert worden ist. Der Laerer Steinmetz ist ein leidenschaftlicher Kaltduscher und dadurch trainiert und abgehärtet, was ihm das Eistauchen erleichtert hat.

Mittwoch, 17.02.2021, 19:08 Uhr aktualisiert: 17.02.2021, 19:10 Uhr
Ein ungewöhnliches Bild: Oliver Mertens nimmt bei Minusgraden ein Bad im Ewaldibach. Das herrliche Winterwetter hat den leidenschaftlichen Kaltduscher dazu animiert.Fotos: privat
Ein ungewöhnliches Bild: Oliver Mertens nimmt bei Minusgraden ein Bad im Ewaldibach. Das herrliche Winterwetter hat den leidenschaftlichen Kaltduscher dazu animiert.Fotos: privat

Im heißen Sommer hat mancher Laerer vermutlich schon mal Abkühlung im Ewaldibach gesucht und die Füße ins heimische Gewässer gehalten. Aber im knackig-kalten Winter erscheint das nicht sonderlich attraktiv und erstrebenswert. Da lockt doch eher ein gemütliches Bad oder die Sauna. Für Oliver Mertens gilt das nicht. Der Laerer bevorzugt die Dusche, allerdings nicht die warme oder heiße, sondern die eiskalte. Besonders nach dem Sport springt der gelernte Steinmetz gerne unter den kalten Strahl.

„Das ist wunderbar erfrischend und belebend“, begründet der ehemalige „Warmduscher“ seine ungewöhnliche Vorliebe, die er sich vor zwei Jahren antrainiert hat. Natürlich habe es ihn zunächst einige Überwindung gekostet, doch das Gefühl danach sei einfach unbeschreiblich. „Ich fühle mich dann einfach besser“, schwärmt der Steinbildhauer, der seine kalte Dusche, die zudem auch noch gesund sei, heute gar nicht mehr missen möchte.

Die Gefahr, von dem kalten Wasser Kopfschmerzen zu bekommen, bestehe bei ihm heute nicht mehr. Dieses Problem sei nach drei bis vier Wochen Übung ausgestanden gewesen, erinnert sich der Restaurator. Und weil sein Körper inzwischen so gut abgehärtet und trainiert ist, hat „Olli“ die Minus-Grade am vergangenen Wochenende zum Eisschwimmen im Ewaldibach genutzt.

Eine ungewöhnliche und beachtliche Premiere, die seine Lebensgefährtin gefilmt und anschließend gepostet hat. „Olli – wie er leibt und lebt“ oder „harter Kerl mit leichtem Knall“, lauteten nur einige der Kommentare, die von Bewunderung bis zu der Annahme reichten, dass er möglicherweise verrückt oder masochistisch veranlagt sei.

„Das Wasser war wärmer als die Luft“, relativiert der Eistaucher im Nachhinein seinen Wagemut, der ihn für zwei Minuten in die kalten Fluten trieb. Viel schlimmer sei es gewesen, barfuß im kalten Schnee zu laufen, so der Freiluftschwimmer. Die Idee sei ihm am Sonntag ganz spontan nach dem Sport gekommen. Und da der Ewaldibach direkt durch den Garten seiner Familie fließt, konnte er sie gleich in die Tat umsetzen, nachdem der innere Schweinehund überwunden war.

„Ich habe es gemacht, weil ich es kann“, kommentiert der Sportler seine bemerkenswerte Aktion, die für Ungeübte oder Menschen mit schwachem Herzen durchaus gefährlich werden kann. Für Oliver Mertens ist das allerdings kein Thema. Er wollte einfach die tolle Winteratmosphäre bei Sonnenschein nutzen, um etwas Neues auszuprobieren.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7825041?categorypath=%2F2%2F2669082%2F2670173%2F2686135%2F2686808%2F2686834%2F
Nachrichten-Ticker