Spallek kandidiert für die Grünen
Chancen auf den Bundestag

Altenberge/Nordwalde/Laer -

Dr. Anne-Monika Spallek von den Kreis-Grünen hat Chancen, in den Bundestag einzuziehen: Die NRW-Grünen wählten die Billerbeckerin bei der Landesdelegiertenkonferenz auf Platz 21 der Landesliste. Damit hat sie Aussichten, es über die Liste zu schaffen. Bei den letzten Bundestagswahlen 2017 entfielen in NRW 7,6 Prozent der Stimmen auf die Grünen – das brachte zwölf Mandate. Wenn sich die derzeitigen Umfragewerte jenseits von 20 Prozent bewahrheiten sollten, könnte sich die Anzahl ungefähr verdreifachen.

Sonntag, 18.04.2021, 12:46 Uhr aktualisiert: 18.04.2021, 12:51 Uhr
Anne-Monika Spallek kandidiert für den Wahlkreis 127 Coesfeld-Steinfurt. Dazu gehören auch die Kommunen Altenberge, Nordwalde und Laer.
Anne-Monika Spallek kandidiert für den Wahlkreis 127 Coesfeld-Steinfurt. Dazu gehören auch die Kommunen Altenberge, Nordwalde und Laer.

 

Spallek kandidiert im hiesigen Bundestagswahlkreis 127 Coesfeld-Steinfurt II. Dazu gehören auch die Gemeinden Altenberge, Nordwalde und Laer. Gewonnen hat in dem Wahlkreis 127 in der Vergangenheit der CDU-Kandidat. Von den Grünen trat seit 2013 Friedrich Ostendorff an, der über die Liste erfolgreich war, aber aus Altersgründen bei den anstehenden Bundestagswahlen nicht mehr dabei ist. Neben Spallek sind im Wahlkreis 127 Marc Henrichmann (CDU) aus Havixbeck, Johannes Waldmann (SPD) aus Ascheberg und Rene Arning (FDP) aus Coesfeld bekannt, die diesmal um die Stimmen der Bürger kämpfen wollen.

„Ich freue mich sehr, das ist ein super Ergebnis“, so Spallek nach der Listenkür am Wochenende gegenüber unserer Zeitung. Für die Billerbeckerin, die erst seit gut fünf Jahren für die Grünen tätig ist, ein Sprung von „null auf hundert“.

Sie hatte sich zunächst um Platz 19 der Liste beworben, unterlag da aber einer weiteren Kandidatin. Beim nächsten Anlauf um Platz 21 klappte es dann, wo sie gegen Maria Nistoroiu vom Grünen-Kreisverband Düren die Nase vorn hatte: Von 263 Stimmen entfielen 231 auf Spallek. Die 53-Jährige überzeugte bei der Landesdelegiertenkonferenz am Wochenende mit einer engagierten Rede, in der sie den Fokus auf die Stärkung des ländlichen Raums und regionale Strukturen legte. „Wir haben die Erde von unseren Kindern nur geborgt“, hielt sie ein Plakat hoch, mit dem die Grünen bereits 1983 in den Wahlkampf zogen. Spallek verwies darauf, dass die Energiewende vor allem im ländlichen Raum stattfinde. Er spiele eine zentrale Rolle für die ökologische Zukunft und deswegen müssten die bäuerlichen Betriebe unterstützt werden. „Ich will mit regionalen Wertschöpfungsketten vom Acker bis zum Teller eine nachhaltige Nahversorgung schaffen“, sagte die 53-Jährige, die in Billerbeck einen Hof für ältere Pferde betreibt.

Erfolgreich sei die Wende nur, wenn die Bürger mitgenommen würden und es für die Betriebe faire und auskömmliche Bedingungen gebe. Den Ausbau der Digitalisierung als Voraussetzung, um im ländlichen Raum arbeiten zu können.

Spallek ist Sprecherin der Arbeitsgemeinschaft Wald, Landwirtschaft und ländlicher Raum der Grünen in NRW und war von 2016 bis 2020 Sprecherin des Kreisverbands Coesfeld. Seit 2020 ist sie im Kreistag und im Billerbecker Rat aktiv, zuvor als Sachkundige Bürgerin. „Sollte ich in den Bundestag kommen, werde ich die Ämter im Kreistag und Rat nicht mehr ausführen können“, sagt sie. In Billerbeck möchte sie dann aber weiterhin leben.

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