Haupt- und Finanzausschuss: Kämmerer tischt erfreulichen Jahresabschluss 2020 auf
Über 2,4 Millionen Euro Überschuss

Laer -

In der Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses präsentierte Kämmerer Thorsten Brinker den vorläufigen Jahresabschluss 2020, der überaus positiv ausfiel. Denn die Ewaldigemeinde erwirtschaftete einen Überschuss in Höhe von über 2,4 Millionen Euro. Allerdings resultiert das Plus aus Einmaleffekten, wie höhere Einnahmen aus der Gewerbesteuer, den Mehrverkauf von Grundstücken und Geld aus dem NRW-Stärkungspakt.

Donnerstag, 22.04.2021, 19:09 Uhr
Kämmerer Thorsten Brinker präsentierte im Haupt- und Finanzausschuss einen überaus positiv ausgefallenen vorläufigen Jahresabschluss.
Kämmerer Thorsten Brinker präsentierte im Haupt- und Finanzausschuss einen überaus positiv ausgefallenen vorläufigen Jahresabschluss. Foto: Matthias Lehmkuhl

Die Ewaldigemeinde gehört seit vielen Jahren nicht gerade zu den finanzstarken Kommunen im Kreis Steinfurt. Doch am Mittwochabend konnte Kämmerer Thorsten Brinker in der Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses einen überaus erfreulichen vorläufig Jahresabschluss für 2020 präsentieren. Vorläufig deshalb, weil dieser Finanzbericht zunächst von einem Wirtschaftsprüfer kontrolliert werden muss.

 

Ein Plus von über 2,4 Millionen Euro hat die Gemeinde Laer im vergangenen Jahr erwirtschaftet. Dieser Überschuss soll der Ausgleichsrücklage zugeführt werden.

Als der Haushaltsentwurf für 2020 am 19. Oktober 2019 eingebracht wurde, hatte Kämmerer Thorsten Brinker vorsichtig kalkuliert und einen Überschuss in Höhe von „nur“ knapp 34 000 Euro prognostiziert. „Die Ermittlung der Planansätze erfolgt entsprechend früh. Corona war zu diesem Zeitpunkt noch nicht ‚bekannt‘“, erläuterte der Finanzfachmann den Ausschussmitgliedern, dass der hohe Überschuss durch „Einmaleffekte“ erzielt worden sei.

Zu diesen Einmaleffekten gehörten der überaus gut verlaufende Verkauf von Wohnbaugrundstücken, die geflossenen Mittel aus dem Sonderhilfengesetz „Stärkungspakt des Landes Nordrhein-Westfalen zur Unterstützung des Haushaltsausgleichs im Zuge der Auswirkungen der Corona-Pandemie“ und die höheren Einnahmen aus der Gewerbesteuer.

„Wir konnten im Freisenbrock III mehr Grundstücke als geplant vermarkten. Aus Vorsichtsgründen hatten wir mit einem niedrigeren Veräußerungsgewinn kalkuliert“, erklärte Brinker. Aus dem „Geldtopf“ Sonderhilfengesetz wurden der Gemeinde insgesamt 948 000 Euro überwiesen. „Wichtig ist zu beachten, dass die diese Mittel ursprünglich in zwei Tranchen gezahlt werden sollten“, hob Laers Kämmerer hervor.

Der Ansatz bei der Gewerbesteuer belief sich auf 2,55 Millionen Euro. Gezahlt wurden von den Laerer Gewerbetreibenden letztendlich fast 3,3 Millionen Euro. „Die Mehreinnahmen aus der Gewerbesteuer resultierten aus Nachveranlagungen und Nachforderungen, die im vergangenen Jahr verbucht werden konnten“, unterstrich der Kämmerer. Da der unternehmerische Gewinn in der Regel erst nach Ablauf des Geschäftsjahres und somit auch des Steuerjahres an die Finanzämter gemeldet werde, erhalten die Gemeinden oft verspätet die Veranlagungsdaten. „Das führt zu einer Erschwernis bei einer genauen Planung von Steuererträgen“, so Thorsten Brinker weiter.

Neben den Mitgliedern des Haupt- und Finanzausschusses zeigte sich auch Bürgermeister Manfred Kluthe höchst zufrieden mit den vorläufigen Jahresabschluss: „Obwohl diese Zahlen durch Einmaleffekte zustande gekommen und die künftigen Einnahmen sowie Ausgaben nicht kalkulierbar sind, stimmt mich dieses erfreuliche Ergebnis vorsichtig optimistisch.“

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