So., 15.02.2015

Lindwurm wird immer länger Metelens kleiner Karnevalszug mausert sich

„Wir sind cool – wir sind Kirche“: Die Messdiener mischten mit klaren Aussagen und bunten Wagen im Zug mit.

„Wir sind cool – wir sind Kirche“: Die Messdiener mischten mit klaren Aussagen und bunten Wagen im Zug mit. Foto: Dorothee Zimmer

Metelen - 

Aller guten Dinge sind drei: Das Sprichwort trifft auf den kleinen Metelener Umzug am Karnevalssamstag voll und ganz zu. Bei der dritten Auflage präsentierte sich der närrische Lindwurm nicht nur länger als in der Vergangenheit, er wurde auch von mehr Zuschauern bejubelt.

Von Dorothee Zimmer

Buntes Konfetti regnete es und süße Bonbons auch. Zu beiden Straßenseiten teilten die Teilnehmer des vom Spielmanns- und Fanfarenzug (SFZ) organisierten Lindwurms die Beigaben karnevalistischen Treibens aus, als sie am Samstagnachmittag durch den Ort zogen. An der Grundschule, von wo aus sich der Tross in Bewegung setzte, und am Sendplatz, dem Ziel, versammelten sich besonders viele Zuschauer. Aber auch auf dem Weg dazwischen war den Jecken frohgelaunte Aufmerksamkeit gewiss.

Im dritten Jahr erfreute sich der Zug erneut wachsender Beteiligung durch verschiedene Gruppen, darunter auch die musizierenden Kollegen vom Blasorchester und die Messdiener. Dabei fehlte zum ersten Mal die eigentliche Intention, nämlich das Warmlaufen der SFZ-Musiker für das Mittun im Kölner Rosenmontagszug . „In diesem Jahr fahren wir nicht nach Köln “, berichtete Cornelius Ernsting . Die Stadt habe die Aufstellfläche verringert und die Mitwirkung von insgesamt 40 Kapellen gestrichen. Der SFZ sieht indes darin keinen Grund, die örtliche Veranstaltung ersatzlos zu streichen. Ernsting: „Wir werden diesen Umzug sicherlich im nächsten Jahr erneut durchführen.“

Was die Beteiligung der Fußgruppen betrifft, „da können es ruhig einige mehr werden“, sagte Ernsting. Aber ein noch größeres Fass wollen die Musiker nicht aufmachen: „Es soll sich ausschließlich auf mitlaufende Akteure beschränken. Kämen motorisierte Wagen dazu, würde das Ganze schon wegen einzuhaltender Sicherheitsvorschriften zu aufwendig.“ Angesichts der Verstärkung durch fröhliche Jecken entschloss sich der SFZ, eine längere Strecke zu laufen als bei den beiden Malen zuvor. „Da waren wir in etwa 20 Minuten durch, jetzt dauert der Umzug eine gute Stunde.“

Unter den Schaulustigen war auch Bürgermeister Gregor Krabbe. Es sei eine tolle Initiative, die der SFZ da auf die Beine gestellt habe. Dass Metelener Kinder auf diese Weise die Möglichkeit bekämen, in einem Umzug mitzulaufen, sei lobenswert. Und mit Blick auf die vielen Zuschauer meinte Krabbe: „Es ist immer schön, wenn es im Ort lebhaft zugeht.“



http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/3075141?categorypath=%2F2%2F2669082%2F2670173%2F2686135%2F2686808%2F2686835%2F