So., 24.04.2016

50 Jahre Blasorchester Der Jubilar setzt Glanzlichter

Wenn das kein Grund zum Jubeln ist: Das Blasorchester Metelen (BOM) gibt es seit einem halben Jahrhundert. Das wurde am Wochenende mit zwei beeindruckenden Konzerten gefeiert.

Wenn das kein Grund zum Jubeln ist: Das Blasorchester Metelen (BOM) gibt es seit einem halben Jahrhundert. Das wurde am Wochenende mit zwei beeindruckenden Konzerten gefeiert. Foto: Martin Fahlbusch

Metelen - 

Ein halbes Jahrhundert und kein bisschen leise – im Gegenteil: Lautstark feierte das Blasorchester Metelen (BOM) am Wochenende sein 50-jähriges Bestehen. Die musikalischen Darbietungen während der Jubiläumskonzerte im Bürgerhaus wurden mit tosendem Beifall belohnt.

Von Martin Fahlbusch

„Ein Hoch auf uns“ – Andreas Bouranis weltmeisterlicher Song erklang beim Festkonzert des Blasorchesters Metelen (BOM) zum Anlass des 50-jährigen Bestehens der Musikergemeinschaft. Diese Festmusik gab es am Wochenende gleich zweimal im Bürgerhaus. Und das war nicht irgendwie anmaßend, sondern genau richtig, wie auch am tosenden Beifall des Publikums zu erkennen war. „ Glanzlichter der Blasmusik“ lautete der Titel der Veranstaltung. Und wie Dirigent Dirk Brünenborg bei der ersten Zugabe nach einem abwechslungsreichen Melodienreigen betonte, „darf man sich bei solchen Anlässen durchaus auch einmal ein bisschen selbst feiern“.

Der Saal und die Musiker erschienen in Schwarz und Gold, hier toll geschmückt, dort mit akzentsetzenden Kleidungsaccessoires – egal ob als Fliege, Schal, Stirnband, Anstecknadel oder Hut. Wenn die Zahl 50 die Goldene Hochzeit markiert, so erstrahlte auf diese modische Art das besondere Jubiläum. Was ebenfalls durchweg strahlte war das rund 60-köpfige Orchester, das mit der „ Continental Fanfare“ gleich zu Beginn wuchtig und festlich daher kam. Das alles blieb aber immer unterhaltend und wurde nie irgendwie steif. Dafür sorgten der spielerische Elan der Musiker und die frischen Einfälle bei der Präsentation der Stücke, als beispielsweise beim „Salut“ ein verirrter Hausmeister mit Megakopfhörern auf den Ohren plötzlich als Dirigent wider Willen agierte.

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Bei solchen Anlässen darf man sich durchaus auch einmal ein bisschen selbst feiern.

Dirk Brünenborg

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Im besten Sinne aufgelockert wurde das Konzert durch die gelenkige, tänzerische, wortpfiffige und für jeden Scherz zu habende Moderation von Ulla Averbeck und Dietmar Deitermann. Sie drängten sich aber nicht in den Vordergrund. So standen immer die Musik, die Spielfreude der Akteure und das engagierte Können des Orchesters im Vordergrund.

Wichtig auch, dass dem durchweg begeisterten Publikum Einblicke in die Nachwuchsarbeit des BOM ermöglicht wurden – mit dem Flöten- und Glockenspiel der Jüngsten oder den schon bemerkenswert aufspielenden Mitgliedern der Aufbaustufe und des Jugendorchesters. Und da war nicht zuletzt der kreative musikalische Elan des Hauptorchesters, der durch den Dirigenten Dirk Brünenborg immer gut geführte Anregungen bekam und eine intensive Probenarbeit auswies.

Filmmusik

Die Musik des BOM lässt sich auch im 50. Jahr nicht in irgendwelche Schubladen packen. Da erklang eine bierselige bayrische Polka mit schmucken Trachtensolisten genauso selbstverständlich wie ein Tango oder ein Walzer. Die Filmmusik zu „Ghostbusters“ tauchte neben Rockknallern und lyrischen Balladen auf. Holländische Referees bekamen musikalisch genauso ihr Fett weg, wie einheimischen Popstars enthusiastisch gehuldigt wurde. So ließ beispielsweise Nena grüßen, als echte Luftballons von der Decke zum richtigen Takt und Zeitpunkt aus einem großen Netz auf die Zuhörer regneten.

Ein dichtes und buntes Konzertprogramm, ganz viel Können und Engagement, mehrere Zugaben und eine dem Jubiläum angemessene Dreifach-Fontäne mit einer Unmenge an Goldschnipseln: Das hatte das Blasorchester Metelen bei seiner gelungenen Geburtstagsfeier allemal verdient.



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