Senioren
Zum Abschied Strammer Max

Metelen -

Nach 23 Jahren traf sich die Gruppe „Wir um die 60“ jetzt zum letzten Mal.

Freitag, 07.10.2016, 21:00 Uhr
Ein letztes Mal traf sich die Gruppe in der Oase.
Ein letztes Mal traf sich die Gruppe in der Oase. Foto: dzim

Selters gab es immer, manchmal auch Sekt. An Karneval , zum Beispiel. Kaffee gab es natürlich auch, dazu mal Schnittchen, mal Kuchen. Wenn das aus sieben Frauen bestehende Team der Gruppe „Miteinander um die 60“ zum monatlichen Treffen in die Oase einlud, bereitete es stets mit viel Sorgfalt kleine Gaumenfreuden vor. Stand ein Fest im Jahreskalender, dann waren die Tische passend geschmückt und das Team ging – dem Anlass entsprechend – mit lustigen oder besinnlichen Beiträgen darauf ein. 23 Jahre lang war das so. Jetzt ist Schluss.

Vor dem Erntedankgottesdienst mit Pastoralreferentin Ruth Bentler teilte Christa Göbel dies jetzt den Besuchern in einem kurzen Satz offiziell mit: „Heute ist unsere letzte Veranstaltung.“ In den vergangenen zwei Jahren, so sagte Göbel am Rande, habe sich die Zahl der Besucher bei rund 20 eingependelt.

In den Jahren zuvor seien es oft doppelt so viele und mehr gewesen, besonders zu Weihnachten war die Frequenz hoch. „Wir als Team sind schon ein bisschen traurig. Wir haben das gern gemacht“, erklärte Göbel. Letztlich aber sei der Aufwand im Verhältnis zum offensichtlich geringen Interesse zu hoch.

Beim Team blieb auch ein bisschen Ratlosigkeit zurück. Margret Dankbar sagte, in Metelen gebe es viele ältere Leute, an die sich dieses Angebot, zu dem damals Pastor Erich Elpers den Anstoß gab, gerichtet habe. „Aber wer beizeiten nie hier war, der kommt in der Regel auch im höheren Alter nicht mehr.“ Ein weiterer Grund für den verhaltenen Zulauf könnte laut Göbels Einschätzung sein, dass 60- und 70-Jährige heute meistens sehr aktiv seien und viele eigene Termine hätten.

Walburga Rave gehört zu den Frauen, die seit Anfang an regelmäßig zu den Treffen gekommen sind. „Das war immer so schön gemütlich hier. Das Team hat sich viel Mühe gegeben. Schade, dass das jetzt vorbei ist“, bedauerte die 88-Jährige. Das findet auch Paula Bückers, die Gleichaltrige war ebenfalls eine treue Besucherin: „Das Team hat uns immer so schön bedient, und ich hab mich jedes Mal auf diese Nachmittage gefreut.“

Trotz ein wenig Wehmut ging es gesellig zu. Die Tische waren herbstlich dekoriert, ein Erntealtar war aufgebaut, und zum Kreis der weiblichen Besucher gesellten sich Männer, die jeder auf ihre Weise das Team bei der Durchführung der Treffen unterstützt hatten: Akkordeonspieler Josef Wolbeck, Diakon Ludwig Göbel und Pastor Thomas Stapper. Und nach der Tasse Kaffee servierten die Teamfrauen als Abschiedshappen einen Strammen Max mit Kartoffelsalat.

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