Do., 04.05.2017

Lokale Wirtschaft Arbeitssicherheit mit Qualitätssiegel

Wenn die Flex kreischt und Funken fliegen, gehören Handschuhe, Sicherheitsbrille und Gehörschutz selbstverständlich dazu. Wheelabrator-Mitarbeiter Robert Schultejann demonstriert, wie er die Vorgaben an seinem Arbeitsplatz im Unternehmen umsetzt.

Wenn die Flex kreischt und Funken fliegen, gehören Handschuhe, Sicherheitsbrille und Gehörschutz selbstverständlich dazu. Wheelabrator-Mitarbeiter Robert Schultejann demonstriert, wie er die Vorgaben an seinem Arbeitsplatz im Unternehmen umsetzt. Foto: Dieter Huge sive Huwe

Metelen - 

Wheelabrator, international agierendes Maschinenbau-Unternehmen mit Standort in Metelen, hat an einer Sicherheits-Zertifizierung durch die Berufsgenossenschaft teilgenommen. Anderthalb Jahre lang erarbeiteten eine Arbeitsgruppe und Mitarbeiter ein Konzept für den Arbeitsschutz.

Von Dieter Huge sive Huwe

Im Promillebereich angesiedelt ist die Zahl von Unternehmen, die sich freiwillig einem Sicherheits-Check durch die Berufsgenossenschaft (BG) Holz und Metell unterziehen. Eines davon ist Wheelabrator, einer der großen Arbeitgeber in Metelen. Jetzt bekam der international agierende Hersteller von Sandstrahltechnik seinen hohen Standard in den Bereichen Sicherheit und Gesundheit schwarz auf weiß bescheinigt.

Thomas Ikemann und Thomas Ries von der Berufsgenossenschaft überreichten die Urkunde, der ein langer Prozess im Unternehmen vorausgegangen war, den die Berufsgenossenschaft begleitete.

Ikemann war dabei federführend für die BG tätig, bei Wheelabrator leiteten Qualitätsmanager Christian Heemann und Hans Bonrath, Fachkraft für Arbeitssicherheit im Unternehmen, das achtköpfige Team, welches den Prozess betreute. Dieser zog sich über insgesamt anderthalb Jahre hin und mündete jetzt in der Übergabe des Gütesiegels „Sicher im System“.

Sicherheit und Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz erarbeiten, in laufende Produktionsprozesse einbinden und die erarbeitete Philosophie und das Verhalten im Arbeitsalltag auch zu leben ist der Sinn der Zertifizierung. Die Vermeidung von Unfällen hat dabei natürlich oberste Priorität, aber auch präventive Maßnahmen zur Vermeidung von Langzeit-Belastungen am Arbeitsplatz gehören dazu.

Und diese reichen von höhenverstellbaren Schreibtischen in der kaufmännischen Abteilung über ergonomisches Equipment in der Konstruktion bis hin zur angepassten Schutzausrüstung in der Fertigung. Dies sind nur einige Punkte, die sich in einem umfangreichen Handbuch finden, das im Laufe des Prozesses erarbeitet wurde.

Wheelabrator-Geschäftsführer Markus Bremer freute sich, dass die Zertifizierung im Unternehmen sehr gut angenommen worden sei: „Es gab kaum ein Projekt, um das es so wenig Diskussionen gab.“ Deshalb zeigte er sich zuversichtlich, dass die jetzt erreichte Zertifizierung auch nachhaltige Wirkung zeige. „Wir haben außerdem Vorbildfunktion im Unternehmen“, blickte Bremer auf den Konzern, der aktuell unter amerikanischer Präsidentschaft geführt wird. Nicht zuletzt sei ein Gütesiegel wie „Sicher im System“ im Wettbewerb ein Argument.

Auch die BG-Vertreter lobten das Zertifizierungsverfahren bei Wheelabrator. „Ich habe es selten erlebt, dass in einem Unternehmen das Thema so strukturiert angegangen wurde“, merkte Thomas Ries an. Sein Kollege vor Ort, Thomas Ikemann, bescheinigte den Gesprächen eine sehr konstruktive Arbeitsatmosphäre. Das Gütesiegel hat jetzt drei Jahre Gültigkeit. Danach kann es im Rahmen einer Rezertifizierung verlängert werden.



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