Sa., 06.05.2017

Sanitäter vor Ort Sanitäter bereits 28 Mal im Einsatz

Teamwork der Helfer: Im Vorraum der Volksbank sind der Defibrillator, den Thomas Krabbe vom Roten Kreuz (l.) hält, und ein zusätzlicher Notfall-Rucksack, den Nico Kastner von den Maltesern aus dem Schrank holt, untergebracht. Die Sanitäter vor Ort sind auf Spenden angewiesen.

Teamwork der Helfer: Im Vorraum der Volksbank sind der Defibrillator, den Thomas Krabbe vom Roten Kreuz (l.) hält, und ein zusätzlicher Notfall-Rucksack, den Nico Kastner von den Maltesern aus dem Schrank holt, untergebracht. Die Sanitäter vor Ort sind auf Spenden angewiesen. Foto: Dieter Huge sive Huwe

Metelen - 

28 Mal in den ersten drei Monaten, seit sie im Einsatz sind, waren Metelens Sanitäter vor Ort, wenn dringende Hilfe benötigt wurde. Die Bilanz der ehrenamtlichen Retter fällt überaus positiv aus, denn sie wurden allein zu 23 Notfällen gerufen – auch zu lebensbedrohlichen Notlagen.

Von Dieter Huge sive Huwe

Wenn ein Mensch in grellorangener Jacke in die Volksbank spurtet, müssen die Metelener nicht in Sorge sein: Dies ist nicht der neueste Trick pfiffiger Bankräuber, sondern fast schon alltägliches Einsatzszenario der Sanitäter vor Ort. In einem Schrank im Vorraum des Geldinstituts ist nämlich lebensrettende Ausrüstung für die Helfer untergebracht.

Ein Defibrillator und ein Notfallrucksack mit zusätzlicher Ausrüstung lagern dort, und immer dann, wenn bei den Sanitätern der Alarmmelder piepst, eilt einer aus dem Team zur Bank, um das Equipment zu holen, während der zweite Helfer zum Einsatzort läuft oder fährt.

28 Mal waren die Sanitäter, die erst seit Februar dieses Jahres in Metelen aktiv sind, im Einsatz – Stand 1. Mai. 28 Einsätze in drei Monaten, das bedeutete, dass die Männer und Frauen von DRK, Maltesern und Feuerwehr im Schnitt alle drei bis vier Tage gefordert sind.

„In der Regel sind wir vor dem Rettungswagen am Einsatzort“, bilanziert Thomas Krabbe vom Roten Kreuz, das die Federführung der Gruppe übernommen hat. Dass die schnelle Hilfe Leben retten kann, wurde in den Einsatz-Szenarien ebenfalls unter Beweis gestellt. „Drei Personen mussten wiederbelebt werden“, schaut Krabbe in die Statistik der Einsätze, bei denen es sich überwiegend (23) um so genannte „medizinische Notfälle“ handelte. Hinzu kamen zwei Verkehrsunfälle und drei Kindernotfälle.

Durchschnittlich rückten die Sanitäter, die von der Leitstelle in Rheine aus parallel zum Rettungsdienst alarmiert werden, mit drei Helfern aus. Eine interne Whatsapp-Gruppe verhindert Doppeleinsätze. „Wir haben das so organisiert, dass in der Regel diejenigen, die gerade Freizeit haben, alarmiert werden“, beschreibt Krabbe, dass die Sanitäter im Einsatz nicht ihren Arbeitsplatz verlassen müssen. 48 Einsatzstunden kamen in den ersten drei Monaten zusammen, und es gab auch zwei Fälle, in denen keiner der Helfer zum Einsatzort kommen konnte – was aber natürlich nicht bedeutet, dass der Patient unversorgt blieb. Er musste dann eben auf die Ankunft des Rettungswagens warten.

Eine wesentliche Aufgabe der Sanitäter sieht Krabbe auch darin, den Angehörigen, die oftmals den Notruf gewählt haben und sich dann auch in einer Stresssituation befinden, Sicherheit zu geben. Dank der schnellen Alarmierung klingeln die Helfer aus dem Ort bisweilen schon eine Minute, nachdem die 112 gewählt wurde, an der Haustür.



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