Fr., 12.05.2017

Landesfotoschau „Ochtruper Lichtmaler“ holen Wettbewerb in die Töpferstadt

Vorfreude auf die Landesfotoschau: Die „Ochtruper Lichtmaler“, hier vertreten durch (v.r.) Lea Ruskamp, Jonathan Ilmer, Lia Alke, Steffi Herrmann, Jasper Eißing und Chris Tettke, richten die Landesfotoschau des DVF Westfalen aus. Unterstützung bekommen sie dabei unter anderem von der Sparkasse, hier vertreten durch Barbara Plenter.

Vorfreude auf die Landesfotoschau: Die „Ochtruper Lichtmaler“, hier vertreten durch (v.r.) Lea Ruskamp, Jonathan Ilmer, Lia Alke, Steffi Herrmann, Jasper Eißing und Chris Tettke, richten die Landesfotoschau des DVF Westfalen aus. Unterstützung bekommen sie dabei unter anderem von der Sparkasse, hier vertreten durch Barbara Plenter. Foto: Anne Steven

Ochtrup - 

Am Samstag (13. Mai) findet in Ochtrup die Landesfotoschau des Deutschen Verbandes für Fotografie Westfalen statt. Ausrichter sind die Nachwuchsfotografen „Ochtruper Lichtmaler“. Die Jugendlichen überlassen dabei keineswegs nur den Erwachsenen das Ruder. Sie packen selbst mit an.

Von Anne Steven

Ein wenig aufgeregt und ein bisschen stolz sind sie schon, die „Ochtruper Lichtmaler“. Immerhin haben die Nachwuchsfotografen die Landesfotoschau des Deutschen Verbandes für Fotografie Westfalen in die Töpferstadt geholt. Die Jurierung findet bereits am morgigen Samstag statt und ist öffentlich.

Ein Jahr liegt die Bewerbung der „Lichtmaler“ zurück. „Wir haben gesagt: Das trauen wir uns zu“, berichtet Chris Tettke von den Vorüberlegungen. Der Ochtruper Fotograf begleitet gemeinsam mit seiner Frau Steffi Herrmann seit vielen die Nachwuchsfotografen. Wichtig sei ihnen gewesen, dass nicht nur die Erwachsenen die Organisation der Veranstaltung übernehmen, sondern eben auch die Jugendlichen.

So werden die Mädchen und Jungen am Wochenende ordentlich zu tun haben. Am Freitag (12. Mai) geht es mit dem Aufbau in der Stadthalle los. Insgesamt wurden für die Fotoschau 523 Bilder bei den Erwachsenen und mehr als 80 Bilder im Jugendbereich eingereicht, wobei die „Ochtruper Lichtmaler“ einen Großteil der Bilder der unter 18-Jährigen stellen. „Die Jugendarbeit im Verband ist sehr schwach. Sie soll demnächst aber aufgebaut werden“, erzählt Chris Tettke und liefert damit den Grund für die weniger gute Resonanz im Jugendbereich.

Die Jugendarbeit der „Ochtruper Lichtmaler“ ist dagegen auf Beständigkeit ausgelegt. Zwar gebe es nach oben keine Altersbeschränkungen, doch meist lasse das Engagement in der Gruppe im Erwachsenenalter nach, haben Chris Tettke und Steffi Herrmann gelernt. Doch keine Sorge. Es gibt genügend Nachrücker. So nehmen die „Lichtmaler“ demnächst wieder zwei Nachwuchskräfte in ihre Reihen auf.

Doch vorher gilt es, die Landesfotoschau zu stemmen. Dafür mussten sämtliche eingereichte Bilder gerahmt werden, um sie in der Stadthalle der Jury präsentieren zu können.

Am Samstag haben dann von 9.30 bis 10.30 Uhr alle Interessierten Gelegenheit, einen Blick auf die Fotografien der Wettbewerbsteilnehmer zu werfen. „Da sind wirklich echte Knallerbilder dabei“, findet Steffi Herrmann. Und auch ihren „Lichtmalern“ räumte sie Chancen ganz vorne ein. Die Entscheidung fällt natürlich die Jury. Deren Mitglieder dürfen nicht aus Westfalen kommen. Somit werden Manuela Prediger und Peter Ernßt aus Bayern sowie Ulrich Reiß aus Bremen die Einsendungen bewerten. Wenn die drei Juroren ihre Arbeit tun, darf sie niemand stören. Zugucken sei aber erlaubt, sagt Steffi Herrmann.

Etwa ein Viertel der eingereichten Bilder wird in der Regel für den Wettbewerb angenommen. Es gibt drei Altersklassen: die Altersklasse 1 für alle Teilnehmer bis zwölf Jahre, die Altersklasse 2 für die 13- bis 17-Jährigen und die Altersklasse 3 für die Erwachsenen. Alle angenommenen Bilder werden später in einem Katalog veröffentlicht und in einer Ausstellung in der Villa Winkel zu sehen sein. Die besten Fotografien erhalten zudem Auszeichnungen in Form von Medaillen und Urkunden. Zudem gibt es die Juroren-Preise (Lieblingsbilder der Jury), die von örtlichen Unternehmen gesponsert werden.

Apropos: Unterstützung bekommen die „Lichtmaler“ nicht nur von ihren Eltern und dem Fotostammtisch „3 Pictures“, sondern auch von der Verbund-Sparkasse Emsdetten/Ochtrup. Schließlich müssen die Juroren untergebracht, die Stadthalle hergerichtet und die hoffentlich zahlreichen Besucher bewirtet werden.

Hat die Jury ihre Wahl getroffen, geht die Arbeit für die „Lichtmaler“ aber noch weiter. Denn als Ausrichter ist die Gruppe auch für die Erstellung des Katalogs zuständig. Zeit haben sie dafür bis zum 24. Juni (Samstag). Dann finden in der Villa Winkel die Ausstellung und Preisverleihung der Landesfotoschau statt. Beginn ist um 14 Uhr, und auch diese Veranstaltung ist öffentlich. Mittels einer Beamershow – der Platz in der Villa Winkel reicht leider nicht für alle Aufnahmen aus – werden die Fotografien der Teilnehmer präsentiert. Für die musikalische Untermalung ist auch ein Nachwuchsfotograf zuständig. „Paul Lammers wird am Klavier für Live-Musik sorgen“, verspricht Chris Tettke. Die Ausstellung selbst ist an diesem Nachmittag sowie am 25. Juni (Sonntag) von 11 bis 18 Uhr sowie noch eine Woche lang zu den Öffnungszeiten der Volkshochschule zu sehen. Bleibt also noch jede Menge zu tun für die Nachwuchsfotografen. Sie gehen an die Sache aber ganz locker und entspannt ran. Und mit Preisverleihungen kennen sie sich ja schließlich bestens aus.



http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/4827377?categorypath=%2F2%2F2669082%2F2670173%2F2686135%2F2686808%2F2686835%2F