Mo., 15.05.2017

Landtagswahlen Klarer Erfolg für CDU

Im Rathaus wurden am Sonntagabend die Stimmen der Briefwähler ausgezählt.

Im Rathaus wurden am Sonntagabend die Stimmen der Briefwähler ausgezählt. Foto: Maximilian Stascheit

Metelen - 

Die CDU geht auch in Metelen als Gewinner aus den Landtagswahlen hervor. 48,1 Prozent gaben ihre Zweitstimme den Christdemokraten. Die Wahlbeteiligung lag mit 72,2 Prozent deutlich höher als 2012.

Von Maximilian Stascheit

Auch in der Vechtegemeinde geht die CDU als großer Gewinner aus den Landtagswahlen hervor. 48,1 Prozent der Metelener Wähler votierten mit ihrer Zweitstimme für die Partei von Spitzenkandidat Armin Laschet – ein Plus von 6,6 Prozentpunkten gegenüber der letzten NRW-Wahl im Jahr 2012. Christina Schulze Föcking, Direktkandidatin der Christdemokraten im Wahlkreis Steinfurt I, lag in der Gunst der Metelener Wähler ebenfalls deutlich vorn. Mit 57,7 Prozent verbesserte sie das Ergebnis der letzten Landtagswahl um 6,4 Prozentpunkte und erhielt mehr als doppelt so viele Stimmen wie ihre Kontrahentin Ulrike Reifig von der SPD (26,5 Prozent).

„Ich hatte natürlich gehofft, dass wir das Ergebnis der letzten Landtagswahl verbessern können“, erklärte der Fraktionsvorsitzende der Metelener CDU, André Kersten, am Sonntagabend. „Dass es allerdings so deutlich ausfällt, damit hatte ich wirklich nicht gerechnet“, so Kersten, der das Ergebnis auf der Wahlparty von Christina Schulze Föcking in Steinfurt feierte.

Als Grund für das starke Resultat sieht der Kommunalpolitiker in erster Linie die Unzufriedenheit mit der rot-grünen Landesregierung. „Eines unserer Kernthemen war auch die enorm hohe Bürokratie, die durch den Landesentwicklungsplan entstanden ist. Das haben wir natürlich auch in der Kommune gemerkt“, erklärte der CDU-Fraktionschef.

Sein Pendant auf Seiten der Sozialdemokraten, An­dreas Sievert, sieht vor allem die Themen Schule und innere Sicherheit als entscheidende Faktoren für das Ergebnis. „Das waren sicherlich Bereiche, bei denen die Wähler viele Fragen hatten, die Landesregierung jedoch keine zufriedenstellenden Antworten geben konnte“, so der SPD-Fraktionsvorsitzende im Gemeinderat. An dem schlechten Ergebnis seiner Partei gebe es nichts schönzureden. „Das ist eine krachende Niederlage“, so Sievert.

Dass die Landesvorsitzende und amtierende Ministerpräsidentin Hannelore Kraft noch am Wahlabend ihren Rücktritt von allen Ämtern verkündet hat, bedauert der Sozialdemokrat. „Ich kenne sie und finde das sehr schade, da ich sie nach wie vor für eine sympathische und kompetente Politikerin halte. Letztendlich führt bei diesem Ergebnis aber wohl kein Weg daran vorbei“, erklärte Sievert.

Während die SPD ihre stärksten Ergebnisse in den Wahllokalen Gaststätte Pieper (35,9 Prozent) und St.-Vitus-Grundschule (34,3 Prozent) einfahren konnte, erlangte die CDU bei den Wählern im Hotel Brink (49,6 Prozent) und der ehemaligen Droste-Hülshoff-Hauptschule (59,3 Prozent) eine besonders hohe Zustimmung.

Deutlich weniger Stimmanteile als in den landesweiten Hochrechnungen konnten die beiden am Rande des politischen Spektrums angesiedelten Parteien auf sich vereinen. So kam die AfD in Metelen auf 4,6 Prozent der Stimmen, die Linke erreichte lediglich 1,9 Prozent.

Erfreulich fiel in der Vechtegemeinde die Wahlbeteiligung aus, wie Wahlleiter Andreas Joost am Abend vermeldete. Angesichts einer Quote von 72,2 Prozent gaben deutlich mehr Wähler ihre Stimmen ab als bei den NRW-Wahlen 2010 (65,4 Prozent) und 2012 (68,0 Prozent).



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