Di., 16.05.2017

Minis der KG Stadtwacht suchen Verstärkung Das Maul des Krokodils

Hoch das Bein: Mit viel Eifer machen die Minis der KG Stadtwacht nach, was Juliane Westermann (hinten l.) und Franziska Hundehege ihnen vormachen.

Hoch das Bein: Mit viel Eifer machen die Minis der KG Stadtwacht nach, was Juliane Westermann (hinten l.) und Franziska Hundehege ihnen vormachen. Foto: Dorothee Zimmer

MeteLen - 

Weil viele Kinder in die Jugendgarde gewechselt sind, sind die jüngsten Tänzerinnen der KG Stadtwacht derzeit wieder auf Nachwuchssuche. Beim Probetraining mit Juliane Westermann und Franziska Hundehege wird schnell deutlich: Spaß an Bewegung ist das Wichtigste. „In alles andere wächst man in der Regel von ganz allein hinein“, wissen die beiden Leiterinnen.

Von Dorothee Zimmer

Das Krokodilsmaul hat es in sich. 15 Kinder sitzen auf dem Boden der kleinen Sporthalle und schicken sich an, die Übung nachzumachen, die gerade von Juliane Westermann und Franziska Hundehege so benannt, erklärt und gezeigt wird. „Wir machen den Rücken ganz gerade, so, als wenn uns jemand an einer Schnur hochzieht. Die Hände umfassen die Füße, und die Beine stellen wir angewinkelt nebeneinander. Dann drücken wir sie mit den Ellbogen so weit wie möglich auf den Boden.“ Die Kinder – zwischen vier und sieben Jahre alt – bemühen sich, dergestalt das Maul eines Krokodils zu imitieren. Bald werden die ersten Kommentare laut: „Das ziept aber ganz schön in den Oberschenkeln.“ Franziska Hundehege und Juliane Westermann wissen das. Sie nicken verständnisvoll und helfen jeweils da ein wenig nach, wo die Kinder Unterstützung brauchen. Die 18- und die 19-Jährige sind Trainerinnen der Minis, der Abteilung mit den jüngsten Tänzerinnen der KG Stadtwacht.

Weil die ehemals Jüngsten mit sieben oder acht Jahren in die Jugendgarde – die nächsthöhere Abteilung in der Tanzgarden-Familie der Roten Funken – aufsteigen, hat die Gruppenstärke der Minis jüngst stark abgenommen. Es gilt also, Tanzfreudige zu generieren für die Truppe aus lediglich fünf verbleibenden Mädchen, welche die Trainerinnen schon als „alte Hasen“ bezeichnen. Insgesamt vier Mal ist ein Schnupperangebot angesetzt.

Unter den alten Hasen und weiblichen Interessierten ist beim ersten Termin auch ein Junge, der es mal ausprobieren will. Er heißt Johann. „Bei den Großen haben wir auch einen Jungen, das ist Leon“, sagt Juliane Westermann, als alle im Kreis sitzen und die Kinder nacheinander erzählen, wie sie heißen und wie alt sie sind. Die beiden Trainerinnen selbst tanzen in der Ü-15-Garde. Tanzen ist ihre große Leidenschaft, und das seit frühen Kindertagen. „Als wir anfingen, waren wir rund vier Jahre alt, also etwa in eurem Alter“, verraten sie den Kindern.

Wer zu den Roten Funken gehören möchte, braucht zunächst nur eine Voraussetzung zu erfüllen: „Man muss Spaß an der Bewegung mitbringen. In alles andere wächst man in der Regel von ganz allein hinein“, wissen die beiden Hobbytänzerinnen. Eines geben sie allerdings zu bedenken: „Tanzen ist ein Sport, der ziemlich viel Disziplin erfordert und motorisch anspruchsvoll ist.“

Ihre Aufgabe in der Nachwuchsarbeit macht ihnen sichtbar Spaß, im Umgang mit den Kindern sind sie freundlich und aufmerksam. „Wir finden es schön, unser Wissen an die Kinder weitergeben zu können“, erklärt Franziska Hundehege einen der Gründe für das Engagement.

Diese Vermittlung geschieht zunächst auf ganz lockere Art. „Beim Tanzen ist es wichtig, dass man sich vorher aufwärmt“, ermuntert das Trainerduo die Kinder zu ungezwungenen Bewegungen kreuz und quer durch die Halle und fördert mit kleinen Spielen das gegenseitige Kennenlernen. Danach folgen verschiedene Übungen mit ähnlichem Schwierigkeitsgrad wie beim Krokodilsmaul. Zu guter Letzt ertönt ein Marsch, und fast schon kommt Karnevalsstimmung auf. Bis es in der Realität soweit ist, müssen sich die Minis noch gedulden und viel üben: Ihren ersten großen Auftritt haben sie am 11. November (Samstag) bei der Sessionseröffnung.

Zum Thema

Eine letzte Gelegenheit zum Reinschnuppern besteht am Montag (22. Mai) von 15.30 bis 17 Uhr in der kleinen Sporthalle an der Ochtruper Straße.



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