Vogelpark-Gelände
Urzeitriesen in der Metelener Heide

Metelen -

Das ehemalige Vogelparkgelände soll in absehbarer Zeit zur Heimat für Kreaturen aus der Vorzeit werden. Nach Informationen unserer Zeitung plant der Eigentümer des Geländes eine neue Park-Attraktion mit Dinosaurier-Nachbildungen. Schon jetzt werden dafür Bäume gerodet. 

Freitag, 30.06.2017, 10:00 Uhr
Angst zu haben brauchten die Besucher des Dinopark-Projekts in der Metelener Heide nicht. Auch die Fleischfresser unter den Dinos sind ja nicht echt. Hinter der Eingangs-Trutzburg – einem der Überbleibsel aus den Vorgänger-Parks – geht es friedlicher zu als auf dem animierten Bild.
Angst zu haben brauchten die Besucher des Dinopark-Projekts in der Metelener Heide nicht. Auch die Fleischfresser unter den Dinos sind ja nicht echt. Hinter der Eingangs-Trutzburg – einem der Überbleibsel aus den Vorgänger-Parks – geht es friedlicher zu als auf dem animierten Bild. Foto: Montage

Kettensägen kreischen in der Metelener Heide, meterhohe Zäune werden aufgebaut, Arbeiter haben schweres Gerät in Stellung gebracht, um den Wildwuchs im ehemaligen Vogelpark in den Griff zu kriegen. Nach Jahren des Stillstandes tut sich was auf dem weitläufigen Parkgelände. Es wird Platz geschaffen für die neuen Bewohner der Anlage: Dinosaurier.

Nach Informationen dieser Zeitung ist der Eigentümer der Anlage, der niederländische Unternehmer Peter van den Brand, derzeit dabei, alles vorzubereiten, um im Frühjahr 2018 mit einer frischen Parkidee an den Start zu gehen: Dinos im Großformat sollen die Attraktion des großen Geländes werden.

Gelände muss nutzbar gemacht werden

Van den Brand hat den Park nach der Übernahme des alten Vogelparks bereits einmal in Eigenregie betrieben. Sein damaliger Freizeitpark, der Tiergehege mit Attraktionen wie etwa einer Armee lebensgroßer Krieger und vielen Spielmöglichkeiten für Kinder kombinierte, schloss allerdings nach einigen Jahren. Auch die Nachfolger, ein junges Paar, das ambitioniert einen Zoopark betreiben wollte, in dem unter anderem ein Wolfsgehege angelegt worden war, musste rasch aufgeben. Der Park verwaiste.

Fünf Jahre lang schlummerte das Gelände unter hohen Kiefern vor sich hin. Einigen dieser mächtigen Bäume geht es derzeit an den Stamm. Um das Gelände wieder nutzen zu können, sind Unternehmen beauftragt worden, Bäume mit Schieflage. Mit einem tonnenschweren Harvester, einer achträdrigen Erntemaschine, werden die Bäume gefällt. Diese waren in Folge von Stürmen der Vergangenheit nicht mehr standsicher oder stellten ein Gefährdungspotenzial dar – etwa durch das Zusammenwachsen der Kronen und damit der Gefahr von Schneebrücken, die auf Besucher hinabstürzen könnten.

Lebensnahe Gestaltung der Dinosaurier

Doch auch das Unterholz, das in weiten Bereichen des Parks seit einem halben Jahrzehnt die Gelegenheit hatte, sich auszubreiten und in die Höhe zu schießen, wird ausgelichtet. Sogar in einigen der ehemaligen Gehegen und Volieren wuchsen ehemals hüfthohe Sträucher zu meterhohen Gestrüppen heran.

Ergänzt wird die Durchforstung des Geländes durch die Anlage neuer Zäune. Im rückwärtigen Bereich des Parks, nahe dem ehemaligen Tropenhaus des Vogelparks, ist dies bereits gut erkennbar. Die Zäune sind teils bis zu zweieinhalb Meter hoch, nagelneu und ersetzen alte Sicherungsanlagen, die mitunter eine wilde Kombination von Maschenzaun, Nato-Draht und Stacheldraht bildeten.

Zweieinhalb Meter halten natürlich keine Dinosaurier auf. Müssen sie auch nicht. Die Ur-Reptilien sind selbstredend nicht lebendig, sollen aber – wie zu erfahren war – recht lebensnah gestaltet sein und auch eine natürliche Hautoberfläche besitzen. Bis zu mehr als 30 Meter lang sollen sie sein und die Attraktion des Parks bilden, heißt es. Daneben, so lauten weitere Informationen unserer Zeitung, könnten auch echte Tiere den Park beleben. Die Rede war hier etwa von Affen.

Dinosaurier-Parks sorgen für Aufmerksamkeit

Parkeigentümer Peter van den Brand war für eine Stellungnahme zu seinen Plänen für das Gelände bisher nicht zu erreichen. In der Vechtegemeinde hingegen sind die Arbeiten in der Heide Ortsgespräch. Und auch das Dinosaurier-Thema sorgt schon jetzt für Aufmerksamkeit.

Dinosaurierparks gibt es auch an anderen Orten der Republik. Einer der bekanntesten seiner Art ist der Park in Münchehagen nahe des Steinhuder Meeres in Niedersachsen. Dieser Park wirbt mit wissenschaftlicher Begleitung seiner Ausstellung und damit der Korrektheit der Darstellung der lebensgroßen Exponate. In der Eifel lockt der Dinosaurierpark „Teufelsschlucht“ mit den Giganten der Urzeit.

Im nur 100 Kilometer entfernten Bergkamen sollte im Jahr 2015 ebenfalls ein Dinopark eröffnen. Nach einem Bericht der Internetseite „Parkerlebnis.de“ scheiterte dieses Projekt allerdings schon vor seiner Eröffnung.

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