G20-Gipfel
Malteser sind gut gerüstet für den G20-Gipfel

Metelen -

Sieben Malteser aus Metelen machten sich jetzt auf den Weg nach Hamburg, wo sie während des G 20-Gipfels eingesetzt werden. Eingebunden sind die MHDler in eine Katastrophenschutzstafel, die damit beauftragt wurde, einen Behandlungsplatz für Verwundete vorzubereiten.

Samstag, 01.07.2017, 06:00 Uhr
Die Bifi muss mit! Metelens Malteser bereiteten sich auf die Gipfel-Woche in Hamburg vor. Das Septett hat eine Aufgabe im Rahmen einer Katastrophenschutz-Staffel der Bezirksregierung Münster bekommen.
Die Bifi muss mit! Metelens Malteser bereiteten sich auf die Gipfel-Woche in Hamburg vor. Das Septett hat eine Aufgabe im Rahmen einer Katastrophenschutz-Staffel der Bezirksregierung Münster bekommen. Foto: Martin Fahlbusch

Dass das mal klar ist: Zum Party-Machen fahren einige Metelener Malteser bestimmt nicht nach Hamburg zum G20-Gipfel. „Dafür ist uns unser Sonderurlaub viel zu schade“, schmunzelt der 24-jährige Matthias Dudenhausen und reagiert so auf seine Wiese auf bestimmte Vorkommnisse bei Berliner Polizeihundertschaften, die in den letzten Tagen durch die Medien gingen.

Manfred Meyer, im Ortsverband für die Notfallvorsorge und den Sanitätsdienst zuständig, beschreibt gelassen die Ausgangslage für den mehrtägigen Einsatz in der Hansestadt. „Von den Behörden der Elbmetropole lag ein offizielles Amtshilfeersuchen bei der Bezirkregierung in Münster vor. Diese hält mehrere Katastrophenhilfestaffeln vor. Wir sind Bestandteil einer Einsatzeinheit der Bezirksregierung Münster, der so genannten BMS04, also einer Malteser-Mannschaft aus dem Kreis Steinfurt“, so der Malteser.

Die zusammengestellte Truppe mit verschiedenen Einsatzfahrzeugen hat sich am Donnerstagmorgen von Rheine aus in Richtung Norden in Bewegung gesetzt. Meyer wird nicht dabei sein. „Bei uns im Betrieb hat die Urlaubszeit begonnen und ich vertrete schon einen Kollegen. Die meisten unserer Arbeitgeber wissen um die Bedeutung unserer ehrenamtlichen Arbeit. Aber es ging halt nicht“, erläuterte der Metelener die Situation. Auch bei Claudia Wessels, Matthias Oergel, Andé Muth, Ekrem Akün, Matthias Dudenhausen und Dieter Wehmeier, den andern Maltesern aus Metelen, liefe ohne die Unterstützung der Chefs nichts.

„Wir sollen für einen eventuellen Notfall einen BHP 50 aufbauen, fachlich bestücken und betreuen“, erklärt Dudenhausen. Im Falle des Falles ist das ein Behandlungsplatz für etwa 50 Verletzte – BHP 50 ist das Kürzel hierfür. Die Malteser sind in einer Schule nahe am Geschehen untergebracht und stehen nur zur Sicherheit bereit. „Wir agieren nicht aufgrund von irgendwelchen Spekulationen, sondern stehen für den Eventualfall bereit“, unterstreicht Elke Schöbel, die Ortsbeauftragte der Metelener Malteser.

Der Einsatz in Hamburg wird am 9. oder 10. Juli enden und deshalb werden André Muth und Ekran Akün erst im zweiten Teil des Einsatzes nach Hamburg fahren, um Claudia Wessels und Dieter Wehmeier abzulösen. Das Thema Sonderurlaub haben die Metelener Malteser ja schon angesprochen – und diese sind oft im Einsatz. Der nächste dürfte mit einiger Sicherheit der Katholikentag in Münster im kommenden Jahr sein.

Der Katastophenschutz-Lkw, der in Metelen stationiert ist, wird in Hamburg gebraucht, ebenso ein Krankenwagen. Einen kleinen Kühlwagen wird ein Einsatzleitwagen (ein Bulli aus Ochtrup) ziehen. „Wir müssen im Einsatzfalle – aber nur dann – für mehrere Stunden unsere Versorgung selbst regeln. Obst, Getränke und die beliebten Schokoriegel haben wir schon besorgt und eingepackt“, schmunzelt Matthias Dudenhausen erneut.

Von den Spitzenpolitikern, den vielen Pressevertretern und den Schaulustigen und dem ganzen Sicherheitstamtam werden sie wohl kaum etwas mitbekommen. „Wir sind ja keine Gipfeltouristen“, sagte Elke Göbel trocken.

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