Grundschule
Mit Freude um die Ecke denken

Metelen -

Mathematik ist für viele Kinder das ungeliebte Stiefkind im Kanon der Unterrichtsfächer. Nicht so bei drei Jungen und einem Mädchen aus der Vitusschule: Das Quartett besteht ausschließlich aus Mathe-Assen, das seine Leistungsfähigkeit jetzt im Kreiswettbewerb bewies

Dienstag, 04.07.2017, 06:00 Uhr
Die Mathe-Asse der Grundschule sind (v.l.): Lotta Alteepping, Moritz Helling, Luis-Ramon Fittkau und Friedrich Foecker.
Die Mathe-Asse der Grundschule sind (v.l.): Lotta Alteepping, Moritz Helling, Luis-Ramon Fittkau und Friedrich Foecker. Foto: Dorothee Zimmer

Das Fach Mathematik übt auf drei Schüler und eine Schülerin aus der Jahrgangsstufe vier an der St.-Vitus-Schule einen ganz besonderen Reiz aus. Dass sie darin sogar außergewöhnlich geschickt sind, haben Lotta Alteepping, Luis-Ramon Fittkau, Friedrich Foecker und Moritz Helling jetzt auch schriftlich.

Auf einer Urkunde, die ihnen für ihre Teilnahme an einem NRW-weiten Grundschul-Mathematikwettbewerb im Kreishaus von Schulamtsdirektor Andreas Frede und dem stellvertretenden Landrat Bernhard Hembrock verliehen wurde, wird der „besondere Erfolg“ attestiert. Weiter steht zu lesen: „Im Namen der Wettbewerbsorganisation spreche ich dir unsere hohe Anerkennung aus und gratuliere zu deiner Leistung.“

Bei den drei zehnjährigen Jungen und der neunjährigen Lotta schlägt sich die Begeisterung für das Fach stets auch in den Zensuren bei Klassenarbeiten und auf dem Zeugnis nieder. Am Montag erzählen sie von vielen Einsen: „Nur ganz selten ist auch mal eine zwei dabei“. Lotta sagt, sie habe schon im Kindergarten immer gern gerechnet. Dafür mag sie nicht ganz so gerne das Fach Deutsch. Moritz geht es genauso. Bei Friedrich ist es der Musik- und bei Luis-Ramon der Kunstunterricht, der weniger gelitten ist als die Mathe-Stunden.

Wenn sie vom Wettbewerb erzählen, spürt man ihre Freude an der Herausforderung, die sie zu meistern hatten. „Das waren schon schwierige Aufgaben, wo man auch knobeln musste.“ Beispielsweise sollten sie die Entfernung bis zum Mond schätzen, im Bereich der Geometrie Formen zeichnen. Sie sollten Umfänge errechnen und notieren, wie man ein Kilo als Mengenangabe in Tonnen schreibt. Beim Kombinieren ging es unter anderem um einen Spielfigurenfrosch, er durfte von einer Seite zur anderen nur zwei Mal zwei Steine überspringen, ansonsten immer nur einen einzigen. Aufgabe war hier, den optimalen Weg für den Frosch zu finden.

Die beiden Mathelehrerinnen Ulrike Doths-Brummel und Marie-Helen Roscher begleiteten den Wettbewerb, der insgesamt aus drei Runden bestand. Laut Doths-Brummel starteten an der St.-Vitus-Schule insgesamt 55 Kinder. 17 von ihnen qualifizierten sich für die zweite Runde, und in die dritte, die in Rheine stattfand, kamen die vier Ausgezeichneten. Insgesamt nahmen kreisweit über 70 Grundschulen mit rund 750 Kindern teil.

„Gemessen an der Größe unserer Schule ist es ein schöner Erfolg, dass vier Schüler so weit gekommen sind“, sagte Konrektorin Doths-Brummel, die den Wettbewerb als „gute Möglichkeit, sein Wissen anzuwenden, sich zu messen und auch mal um die Ecke zu denken“ bezeichnete.

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