Stromleitung
Die nächste Stromtrasse ist bereits am Horizont erkennbar

Metelen -

Die Ertüchtigung der Höchstspannungsleitung, die östlich an Metelen unter anderem über den Bereich Metelen-Land führt, ist nicht das einzige Großprojekt von Amprion. Künftig könnte eine zweite großvolumige Stromleitung westlich um den Ort führen – allerdings unterirdisch.

Samstag, 29.07.2017, 06:00 Uhr
In dieser Karte von Amprion   sind mögliche Trassenkorridore des Projekts A-Nord eingezeichnet. Die Korridore sind jeweils einen Kilometer breit und lilafarben eingefärbt. Eine Option ist die Verlegung des Erdkabels westlich der Ortslage Metelen.
In dieser Karte von Amprion   sind mögliche Trassenkorridore des Projekts A-Nord eingezeichnet. Die Korridore sind jeweils einen Kilometer breit und lilafarben eingefärbt. Eine Option ist die Verlegung des Erdkabels westlich der Ortslage Metelen. Foto: Amprion

Noch ist nicht ganz exakt ausgemacht, auf welcher Trasse die neue 370-kv-Starkstromleitung des Netzbetreibers Amprion verlaufen wird, da kündigt sich bereits die nächste großdimensionierte Baustelle an. Derselbe Betreiber, nämlich Amprion mit Sitz in Dortmund, ist nämlich auch dafür verantwortlich, dass der Strom von den Offshore-Windkraftanlagen in der Nordsee bis in den indu­striellen Ballungsraum an Rhein und Ruhr geführt wird. Dafür erkundet das Unternehmen im Rahmen des Projekts „A-Nord“ derzeit mögliche Streckenführungen – und eine davon führt über Metelener Gebiet.

Wobei die Formulierung „über“ das Thema eigentlich nicht ganz trifft. „Unter“ wäre die richtige Vokabel, denn bei der Leitung handelt es sich um eine unterirdisch verlegte Gleichstrom-Trasse. Und trotz des zweiten Projekts, nämlich der Hochspannungsleitung mit ihren hohen Masten, haben die Amprion-Verantwortlichen auch die Vechtegemeinde bei ihrer Planung mit im Visier.

Das Verfahren steht noch weitgehend am Anfang und so spricht das Unternehmen auch von einem „Korridor“ in dem die Leitung verlaufen soll. Dieser zieht sich von Emden am Dollart, wo der Windstrom eingespeist wird, bis nach Osterath bei Düsseldorf, wo er verteilt wird.

„Die Gleichstromverbindung A-Nord soll ab dem Jahr 2025 die größtenteils auf See erzeugte Windenergie in die Verbrauchszentren im Westen und im Süden Deutschlands transportieren. Somit ist A-Nord eine der Hauptschlagadern der Energiewende und sorgt dafür, dass der Strom aus erneuerbaren Energien in die Steckdosen der Verbraucher gelangt. Über A-Nord können künftig zwei Gigawatt Leistung übertragen werden – das entspricht mindestens dem Bedarf einer Großstadt wie Köln“, schreibt das Unternehmen.

Ist dieser Korridor und damit auch die Option auf mögliche Trassenverläufe in Niedersachsen noch relativ breit, so verengt er sich zwischen Gronau und Metelen auf wenige Kilometer. Drei mögliche Verläufe haben die Amprion-Planer eingezeichnet, zwei davon auf Ochtruper Stadtgebiet, einen quer durch Naendorf. Die Strecke würde – wenn sie denn so umgesetzt würde – erst nördlich und dann östlich um die Ortslage herum und dann südlich des Strönfeldes entlang führen und dann auf Heeker Gebiet weiter geführt. Infos zum Planungsstand im Internet.

 

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