Kirmes
Feuerzauber bei der gemütlichen Dorfkirmes

Metelen -

Es dauerte nur zehn Minuten, begeisterte aber die Zuschauer, die sich rings um den Kirchplatz aufgestellt hatten: das Barockfeuerwerk war ein Höhepunkt der

Montag, 31.07.2017, 06:00 Uhr
Karussells für Jung und Alt, neue Attraktionen wie das Spiegellabyrinth, durch das die Besucher mit Spektralbrillen ausgerüstet liefen – und dazu ein tolles Barockfeuerwerk – Metelens Kirmes machte Spaß.
Karussells für Jung und Alt, neue Attraktionen wie das Spiegellabyrinth, durch das die Besucher mit Spektralbrillen ausgerüstet liefen – und dazu ein tolles Barockfeuerwerk – Metelens Kirmes machte Spaß. Foto: Dorothee Zimmer

Es ist Freitagabend und ziemlich genau halb elf: Rund um den noch von Strahlern erleuchteten Kirchplatz haben sich viele Schaulustige eingefunden, weil sie das angekündigte Kirmes-Feuerwerk ansehen wollen. Aus einem Lautsprecher kommt die Stimme des Bürgermeisters. Er begrüßt die Zuschauer und sagt, dass das Feuerwerk eine zusätzliche Attraktion zur Kirmes sei.

Dann hört man Philipp Heitmann aus dem Off. Der Vertreter der Schausteller zählt von zehn an rückwärts. Das Licht der Strahler erlischt, und bei null setzt in Bodennähe ein funkelnder und wirbelnder Feuerzauber ein. Gegen Ende des knapp zehnminütigen Leuchtspektakels steigen Feuerwerksraketen in den Himmel. Schließlich ein lauter Knall, dann ist das faszinierende Funkenspiel ganz plötzlich zu Ende. Einen paar Sekunden lang ist es dunkel und still. Bis viele Leute, darunter Andrea und Roland Sippel, anfangen, begeistert zu applaudieren. „Das war toll“, meint das Ehepaar.

Die Kirmes lädt da schon seit ein paar Stunden zum Besuch ein. Nachmittags um drei Uhr fiel der Startschuss für die dreitägige Veranstaltung, die mit Karussells und weiteren Angeboten viel Kurzweil bietet und dazu Speisen, Getränke und Süßes in allerlei Variationen.

Schausteller Fredi Welte macht zum ersten Mal in Metelen Station. Der zweite Vorsitzende des Schaustellerverbandes Osnabrück betreibt das „Break Dance“. Er ist sonst auch bei größeren Volksfesten vertreten, beispielsweise in Münster oder Wolfsburg. „Das hier in Metelen ist eine gemütliche Dorfkirmes“, sagt er im Vergleich. Was ihm angenehm auffällt: „Die Leute hier sind freundlich, auch beim Aufbau hat keiner gemosert, wie das andernorts schon mal vorkommt.“

Andererseits macht er auch eine schlechte Erfahrung: In der Nacht zu Samstag schlitzten Unbekannte Planen an seiner Absperrung auf.

Für Ron Oberschelp hat die Kirmes-Teilnahme in Metelen ebenfalls Premiere. Beim Gang durch sein Glaslabyrinth werden die Besucher mit einer Spektral-Brille ausgestattet, die sie optisch narrt. Ein befreundeter Schausteller habe ihm Metelen vorgeschlagen, sagt Oberschelp, der gegenüber von Buch- und Schreibwaren Ewering steht. Er zeigt auf das Geschäft und erzählt von „der netten Dame, die sich als Moni vorgestellt hat“ und die ihm gleich bei der Ankunft Kaffee und Toilettennutzung anbot. Mit dem zugewiesenen Platz indes hadert Oberschelp: „Hier läuft wenig Publikum vorbei. Ich bin zu weit weg vom Schuss. Das finde ich natürlich schade.“

Im Rahmen der Kirmes versteigert die Gemeinde 22 Fahrräder, deren Aufbewahrungsfrist abgelaufen war. Laut Simone Frahling vom Ordnungsamt stieß die Aktion auf großes Interesse. Der Erlös für die Fund-Leezen: „Zwischen zwei und 150 Euro.“

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