Kunstprojekt
Paradiesisches Licht für die Stiftskirche

Metelen -

Spannung verspricht ein Lichtkunst-Projekt am 13. Oktober auf der Fassade der Stiftskirche. Schon jetzt laufen die Planungen für die Aktion, die im Rahmen eines münsterlandweiten Festivals läuft. Und auch Metelener können sich im Rahmen eines Workshops einbringen.

Mittwoch, 02.08.2017, 06:00 Uhr
Die Stiftskirche Ss. Cornelius und Cyprianus wird im Rahmen des Art-Flow-Projekt mit leistungsstarken Beamern angestrahlt. Pfarrer Thomas Stapper (l.), der Künstler Menno Dimitri Ouderkerk (M.) und Jan-Christoph Tonings vom Kloster Bentlage bereiteten die Lichtaktion vor. Foto: Dieter Huge sive Huwe
Die Stiftskirche Ss. Cornelius und Cyprianus wird im Rahmen des Art-Flow-Projekt mit leistungsstarken Beamern angestrahlt. Pfarrer Thomas Stapper (l.), der Künstler Menno Dimitri Ouderkerk (M.) und Jan-Christoph Tonings vom Kloster Bentlage bereiteten die Lichtaktion vor. Foto: Dieter Huge sive Huwe

Arkadien, diese mythisch verklärte paradiesische Landschaft des Goldenen Zeitalters, feiert im Oktober fröhliche Urständ in und an der altehrwürdigen Stiftskirche zu Metelen. Die künstlerische Auseinandersetzung mit dem Ideal menschlichen Zusammenlebens firmiert dabei unter dem Label „Art Flow“ und ist eingebettet in ein deutsch-niederländisches Lichtfestival. Metelen beschert das Projekt am 13. Oktober (Freitag) gänzlich neue Blicke auf die Stiftskirche.

Am Dienstagmorgen trafen sich Vertreter der Kirchengemeinde, der Kulturinitiative (KIM) und der beteiligten Künstler, um den Rahmen der Kunstaktion zu besprechen, an der sich Metelener nicht nur als Zuschauer, sondern auch aktiv beteiligen können.

Parallel zu Lichtprojektionen auf der Südfassade des Gotteshauses und auf dem Turm findet in der Kirche nämlich ein Workshop für Jugendliche und junge Menschen statt. In diesem dürfen sie experimentell mit Projektoren, Lampen und kleinen Beamern auch den Innenraum der Pfarrkirche beleuchten (Anmeldung: Telefon 0 25 56/ 3 63 02 63, E-Mail buero@kulturetage-metelen.de). Im Rahmenprogramm wird es daneben im Gotteshaus selber Tanzdarbietungen geben und auch Vokalmusik der Geschwister Beutler.

Clara Beutler von der KIM, die den Kontakt zum Kloster Bentlage gesucht hat, freute sich, dass auch Metelen – neben Spielstätten wie Münster, Rheine und Haaksbergen in den Niederlanden – in das Festival des Lichts aufgenommen wurde, auch wenn das Stichwort für die Lichtkunst vor Ort, nämlich KAFF, zunächst ein wenig despektierlich erscheinen mag.

Jan-Christoph Tonings, Künstlerischer Leiter im Kloster Bentlage, erläuterte, dass dies das Kürzel für „Kurzes Art Flow Festival“ sei, welches in einen größeren Rahmen eingebettet ist. In Bentlage treffen sich im September Künstler, um gemeinsam zu arbeiten und Themen für das Festival zu entwickeln. Diese Ideenschmiede firmiert dann unter dem Kürzel BAFF (Bentlager Art Flow Festival).

Aus dieser Bentlager Kreativwerkstatt heraus planen Menno Dimitri Ouderkerk aus Almelo sowie Ewald Bakker und Sjan Top aus Zwolle die Projektionen für die Kirche in Metelen. Ein 3D-Computermodell des Gotteshauses liefert dabei die virtuelle Spielwiese für die spätere Inszenierung auf der Südfassade. Die Künstler können ihre Ideen im Rechner durchspielen und auf die Architektur der Kirche zuschneiden. Dies soll so exakt geschehen, dass die großen Kirchenfenster nicht ausgeleuchtet werden – perfekt für den Lichtgrafik-Workshop im Innern der Kirche.

Zwischen 20 und 23 Uhr werden die Projektionen, die aus Sequenzen mit bewegten Bildern bestehen, vom Kirchplatz aus zu sehen sein. Das Rahmenprogramm wird teils parallel laufen, wobei die exakten Zeiten für die Darbietungen der Tänze noch nicht feststehen.

Pfarrer Thomas Stapper freut sich jedenfalls schon sehr auf das Projekt und lobte das Zusammenwirken aller Aktiven für die Inszenierung im Oktober mit den Worten: „Ich würde es Fügung nennen.“

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