Kinkerlitzchen-Festival
Viele kleine Kinkerlitzchen

Ochtrup -

Bevor am Wochenende das Kinkerlitzchen-Festival steigt, gibt es für die Macher und Helfer noch eine Menge zu tun. Die Aufbauarbeiten an Plagemanns Mühle sind im vollen Gange. Neben einem Baumhaus für den Backstage-Bereich steht nun übrigens auch das Line-Up.

Mittwoch, 09.08.2017, 07:00 Uhr
Er hat den Überblick: Klangkultur-Vorsitzender Simon Stücker (großes Bild) überblickt von einem Baumhaus, welches im Backstage-Bereich aufgebaut ist, das Festivalgelände. Im Rondell neben der großen Wiese sind Bennet Sparta (oberes Bild, l.) und Jan-Niklas Kippelt mit der Installation eines modularen Pavillons beschäftigt. Auf der Südbühne (unteres Bild) stapelt sich Equipment für die Lichttechnik.
Er hat den Überblick: Klangkultur-Vorsitzender Simon Stücker (großes Bild) überblickt von einem Baumhaus, welches im Backstage-Bereich aufgebaut ist, das Festivalgelände. Im Rondell neben der großen Wiese sind Bennet Sparta (oberes Bild, l.) und Jan-Niklas Kippelt mit der Installation eines modularen Pavillons beschäftigt. Auf der Südbühne (unteres Bild) stapelt sich Equipment für die Lichttechnik. Foto: Maximilian Stascheit

Simon Stücker steht auf einem Baumhaus und schaut schon ziemlich zufrieden über die Wiese an Plagemanns Mühle. Schwere Klötze werden verrückt, Paletten zu Tischen oder Bänken zusammengebaut und es wird viel diskutiert. Schließlich soll es alles bis ins letzte Detail stimmig sein, wenn am Wochenende über 1000 Film- und Musikfans auf das Festivalgelände strömen werden.

Seit Samstag sind täglich rund 20 Helfer vor Ort, um alles herzurichten für das große Event. Die kleine Südbühne steht bereits, auch die selbst zusammengebauten Stände für den Verkauf von Getränken und Merchandising-Artikeln nehmen bereits konkrete Formen an. „Morgen ist hier noch mal richtig Großalarm. Dann wird nämlich die große Bühne kommen. Da sind wir dann auch den ganzen Tag mit beschäftigt“, erklärt Simon Stücker. Bei dem Vorsitzenden des Vereins „Klangkultur Metelen“ laufen an diesen Tagen alle Fäden zusammen. „Mit dem Aufbau haben wir wirklich die ganze Woche zu tun. Gestern war ich erst um halb eins im Bett“, berichtet der Musikexperte, der sich wie alle anderen Mitglieder ehrenamtlich in dem Verein engagiert.

Neben dem großen Platz, auf dem am Freitag zunächst Kurzfilme präsentiert und einen Tag später dann diverse Bands die Bühne rocken werden, sind Jan-Niklas Kippelt und Bennet Sparta derweil eifrig mit der Installation eines selbst entworfenen Pavillons beschäftigt. „Das Modulare steht dabei im Vordergrund. Der Pavillon besteht aus mehreren Gelenken und Platten, sodass er jedes Jahr anders bestückt werden kann“, erklären die beiden Architektur-Studenten. Das Objekt steht in der Mitte eines Rondells, in dem am Wochenende mehrere Gourmet-Stände, eine Designerin sowie die beliebte Fotobox stehen werden. „Dieser Bereich soll quasi die Ruheoase neben dem großen Trubel werden“, berichtet Stücker.

Wer von dem Rondell aus auf die Vechte blickt, entdeckt dort auch das Logo des Festivals, das in den Abendstunden beleuchtet wird. Es ist eines von vielen kleinen Kinkerlitzchen, mit denen die detailverliebten Organisatoren für die wohlige Atmosphäre sorgen wollen, welche die Fans des Festivals bereits aus den vergangenen Jahren kennen.

Da diese für die Anreise oftmals einen langen Weg in Kauf nehmen, haben die Organisatoren auf der Wiese neben der Feuerwache in diesem Jahr erstmalig einen Zeltplatz errichtet. Mehr als 80 Besucher haben sich diese kostenlose Campingmöglichkeit bereits reservieren lassen. „Ein schöner Nebeneffekt der Anmeldungen ist, dass wir sehen, woher die Leute kommen. Da ist aus ganz Deutschland eigentlich alles dabei – von Kiel über Berlin bis nach Stuttgart“, freut sich Stücker.

Er und sein Team können jetzt nur noch die Daumen drücken, dass das Wetter am Wochenende mitspielt. „Die Prognosen haben wir bewusst etwas ignoriert“, erklärt der Klangkultur-Vorsitzende mit leicht bedenklicher Miene. Aber selbstverständlich haben die Organisatoren auch für diesen Fall eine Lösung: So hält der Merchandising-Stand unter anderem Regenponchos für den „Worst Case“ bereit. Und ganz zur Not lässt sich die Musik auch im Regen genießen. Das Line-Up ist dafür vielversprechend genug.

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