Fahrradrallye der KAB Metelen
Nicht ohne Nummernschild

Metelen -

So verbindet man Angenehmes mit Nützlichem: Vor der KAB-Fahrradrallye wurden alle Drahtesel von der Polizei mit einem Nummernschild versehen. Das soll Diebe abschrecken – und verfehlt offenbar nicht seine Wirkung.

Donnerstag, 10.08.2017, 17:38 Uhr
Auf der Suche nach der Rahmennummer: Vor dem Start der Fahrradrallye wurden die Drahtesel aller Teilnehmer von Oberkommissar Christian Gieczinski mit einem Kennzeichen ausgestattet.
Auf der Suche nach der Rahmennummer: Vor dem Start der Fahrradrallye wurden die Drahtesel aller Teilnehmer von Oberkommissar Christian Gieczinski mit einem Kennzeichen ausgestattet. Foto: Maximilian Stascheit

Aus den Ferienkalendern vieler Metelener ist sie mittlerweile gar nicht mehr wegzudenken: die Fahrradrallye der KAB. Bereits zum 22. Mal hatte das Bündnis Teilnehmer aller Generationen am Mittwochnachmittag zu einer Tour durch die Umgebung der Vechtegemeinde eingeladen. An drei Stationen galt es, unterschiedliche Aufgaben zu erledigen, die sich allesamt dem Thema Umwelt und Natur widmeten.

„Maßnahme gegen Fahrraddiebstähle“

Doch bevor die 40 Teilnehmer bei strahlendem Sonnenschein zu der rund zweistündigen Rundfahrt aufbrechen konnten, wurden die Drahtesel von Oberkommissar Christian Gieczinski mit einem Nummernschild versehen. „Dieses System wurde als Maßnahme gegen Fahrraddiebstähle eingeführt. Und tatsächlich ist die Zahl seitdem deutlich gesunken“, erklärte der Polizist.

Das stellte die Teilnehmer schon vor der ersten Rallye-Station vor eine wahre Herausforderung, galt es doch, die Rahmennummern der Drahtesel ausfindig zu machen und richtig auf der Registrierungskarte zu vermerken. Im Gegenzug versah der Beamte die Gestelle mit einem schicken Nummernschild, durch das gestohlene Fahrräder schnell identifiziert und ihren Eigentümern zugeordnet werden können. „Viele Diebe schreckt das natürlich auch schon ab, die Räder überhaupt zu klauen“, berichtete Gieczinski. Daher empfehle er allen Metelenern, sich während seiner Sprechstunden auf dem Polizeirevier ein Fahrradkennzeichen ausstellen zu lassen.

Alle Räder augenscheinlich fahrtüchtig

Um den Startschuss für die Rallye nicht unnötig hinauszuzögern, verzichtete Gieczinski allerdings auf eine eingehende Sicherheitskon­trolle der Stahlrosse. „Augenscheinlich waren sie aber zumindest alle fahrtüchtig“, versicherte Metelens Dorfsheriff.

Dass der Sicherheitsaspekt während der Rallye jedoch oberste Priorität habe, machte Organisator Werner Bever unmittelbar vor der Abfahrt am Pfarrzentrum Oase deutlich. „Jeder ist auch für seine eigene Sicherheit verantwortlich. Wir wollen ja, dass alle wieder gesund hier ankommen“, so Bever. Wichtig sei, dass die Teilnehmer grundsätzlich nicht in den Straßenverkehr eingreifen dürfen. „Deshalb haben wir an allen Kreuzungen Leute postiert. Deren Anweisungen ist unbedingt Folge zu leisten“, appellierte der Organisator, bevor die ersten Teilnehmer hochmotiviert in die Pedale traten.

Hier gibt es immer coole Aufgaben und ich finde toll, dass am Ende jeder etwas bekommt – egal, wer gewonnen hat.

Juna Bevers

Zu ihnen zählte auch Werner Bevers Enkelin Juna, welche die Aktion schon aus den vergangenen Jahren kennt. „Hier gibt es immer coole Aufgaben und ich finde toll, dass am Ende jeder etwas bekommt – egal, wer gewonnen hat“, erzählt die Neunjährige, die sich zusammen mit ihrer Freundin Rike auf den Weg machte.

Dieser führte die Teilnehmer über den Schulweg zunächst in Richtung Schöppingen. Anschließend kamen sie an der Schöppinger Vechtebrücke, dem Reiterhof Reuter sowie der Metelener Reithalle vorbei, bis es über den Radweg Steinfurt-Heek schließlich zum Grillen zurück in Richtung Pfarrzen­trum ging.

Fragebögen an drei Stationen auszufüllen

Vor dem Start waren alle Teilnehmer mit einem Fragebogen ausgestattet worden, den sie an drei Kontrollpunkten auszufüllen hatten. Dabei galt es unter anderem, Pflanzen und Fische richtig zu identifizieren, die Anzahl der Brückenstützen zu zählen oder die Frage nach dem Alter von Pastor Stapper zu beantworten.

Natürlich wurden sie an den Stationen von den Streckenposten auch mit kühlen Getränken versorgt. Und falls irgendwelche Unfälle oder Pannen auftreten sollten, war Werner Bever als „Mann für alle Fälle“ jederzeit einsatzbereit. Schließlich hat die Sicherheit bei der Fahrradrallye oberste Priorität.

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