Bürgermeister treffen sich
„Wir müssen nicht hektisch agieren“

Altenberge/Metelen -

Die Unsicherheit ist bei vielen Bürgermeistern im Kreis Steinfurt groß, wenn es um die Flüchtlingssituation geht. Dies wurde bei einem Treffen im Hügeldorf deutlich. Altenberge hat in diesem Jahr bislang 30 Geflüchtete im Zuge der Familienzusammenführung aufgenommen.

Freitag, 11.08.2017, 06:00 Uhr
Zum Auftakt des Bürgermeistertreffens stand eine Führung in der Firma Post auf dem Programm. An dem Treffen nahmen teil (v.l.): Gregor Krabbe (Metelen), Georg Moenikes (Emsdetten), Sonja Schemmann (Nordwalde), Peter Vennemeyer (Greven), Thomas Wünnemann (Technischer Geschäftsführer Firma Post), Jochen Paus (Altenberge), Manuel Post (Geschäftsführer), Robert Wenking (Horstmar) und Berthold Bültgerds (Wettringen).
Zum Auftakt des Bürgermeistertreffens stand eine Führung in der Firma Post auf dem Programm. An dem Treffen nahmen teil (v.l.): Gregor Krabbe (Metelen), Georg Moenikes (Emsdetten), Sonja Schemmann (Nordwalde), Peter Vennemeyer (Greven), Thomas Wünnemann (Technischer Geschäftsführer Firma Post), Jochen Paus (Altenberge), Manuel Post (Geschäftsführer), Robert Wenking (Horstmar) und Berthold Bültgerds (Wettringen). Foto: mas

Die Stimmung unter den Bürgermeistern des Südkreises im Kreis Steinfurt könnte besser sein – zumindest in punkto Flüchtlings-Situation. „Die Unsicherheit ist bei allen da“, fasst Jochen Paus die Lage zusammen. Insbesondere Greven, Emsdetten und Wettringen müssen in den kommenden Wochen wieder mit Zuweisungen rechnen. Dies gab der Bürgermeister bei einem Treffen in Altenberge bekannt.

In Greven werden in Kürze bis zu 130 Flüchtlinge erwartet, auch Wettringen muss in nächster Zeit rund 30 Geflüchtete aufnehmen.

Situation in Metelen derzeit entspannt

Und Metelen? „Bei uns ist die Situation derzeit noch recht entspannt“, sagte Bürgermeister Gregor Krabbe auf Nachfrage dieser Zeitung. Nachdem man kürzlich noch einige Flüchtlinge in der Gemeinde aufgenommen habe, gebe es aktuell keine Ankündigung der Bezirksregierung zu neuen Zuweisungen. „Wir müssen deshalb nicht hektisch agieren. Aber natürlich wissen wir nicht, wie sich das entwickelt“, gab Krabbe zu bedenken.

Auf „rund 65 bis 70“ beziffert Simone Frahling vom Fachbereich Bürgerdienste der Gemeinde die Zahl der Flüchtlinge im laufenden, noch nicht abgeschlossenen Asylverfahren, die derzeit in Metelen untergebracht sind. Keine aktuelle Zahl liege derzeit zu den bereits anerkannten Flüchtlingen in der Gemeinde vor, von denen einige inzwischen eigene Wohnungen bezogen hätten.

Gemeinde ist für weitere Zuweisungen gewappnet

Nachdem die Bezirksregierung Ende Mai mitgeteilt habe, dass die Gemeinde ihre Quote zu 65 Prozent erfülle, habe man im Juli zehn weitere Flüchtlinge aufgenommen. „Sollte es irgendwann weitere Zuweisungen geben, wären wir vorbereitet und könnten kurzfristig reagieren“, betonte Simone Frahling. Das könne schnell geschehen. „Andere Gemeinden haben von heute auf morgen die Nachricht bekommen“, sagte sie gegenüber dieser Zeitung. Die in Metelen im ganzen Gemeindegebiet angemieteten oder gekauften Wohnungen und Einfamilienhäuser böten für diesen Fall noch Kapazitäten.

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