Filmwerkstatt: Kinder produzieren TV-Magazin
Achtung, da wird ein Ding gedreht!

Metelen -

Filmen, Interviewen, Schneiden, Moderieren – zehn Kinder produzieren in dieser Woche in der Filmwerkstatt der KIM ein Fernseh-Magazin. Bevor „Metelen aktuell“ am Freitag „auf Sendung“ geht, lernen die Teilnehmer alles. was zum TV-Handwerk gehört.  

Dienstag, 15.08.2017, 17:51 Uhr
Greifen zur digitalen „Schere“: Tobias Nienhaus und Max Bültbrun schneiden Filmsequenzen für den Vorspann von „Metelen aktuell“ zusammen.
Greifen zur digitalen „Schere“: Tobias Nienhaus und Max Bültbrun schneiden Filmsequenzen für den Vorspann von „Metelen aktuell“ zusammen. Foto: Kristian van Bentem

Es besteht kein Zweifel: In Metelen sind zehn Kinder gerade dabei, ein Ding zu drehen. Kein krummes allerdings! Die Teilnehmer der zweiten Filmwerkstatt der KIM arbeiten in dieser Woche schnurstracks darauf hin, um am Freitagabend ihr selbst produziertes Fernsehmagazin „Metelen aktuell“ zu präsentieren. „Und die Kinder sprühen vor Ideen“, freut sich Clara Beutler, die das Projekt im Rahmen des Ferienspaßprogramms zusammen mit dem Filmemacher Claudius Beutler betreut.

Kulturetage wird zum TV-Studio

Seit Montag hat sich die Kulturetage deshalb in ein TV-Studio verwandelt. Fünf Tage haben die jungen Nachwuchs-Fernsehleute Zeit, um ihre rund zehnminütige Sendung fertigzustellen. Was sich kurz anhört, erfordert bis dahin aber viel Arbeit. „Vom Vorspann über die Moderation, Magazin-Beiträge und einen Nachrichtenblock bis zu einer Live-Schalte und dem Abspann soll es alles geben, was zu einem Magazin à la Lokalzeit des WDR gehört“, verrät Clara Beutler.

Zwei Außenreporter sind derweil bei einem Außentermin unterwegs, um – mit Kamera und Mikro ausgerüstet – auf dem Hof Konert einen Beitrag über Windenergie zu drehen und ein Interview mit Betreiber Heiner Konert zu führen. „Sie machen das alles selbst“, betont Clara Beutler. „Von uns ist nur jemand dabei, um ihnen Tipps zu geben, damit sie zum Beispiel nicht zu viel schwenken und zoomen. Denn wenn man Aufnahmen später zusammenschneiden will, braucht man eher statische Bilder“, erklärt sie.

2. Filmwerkstatt der KIM in der Kulturetage Metelen

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  • 2. Filmwerkstatt der KIM in der Kulturetage Metelen Foto: Kristian van Bentem
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„Klick-klick, klick-klick.“ Im Leseraum der Kulturetage sind Tobias Nienhaus (11) und Max Bültbrun (12) mit der Maus schon einen Schritt weiter. An einem Laptop schneiden sie mit einem Profi-Programm den Vorspann für Metelen zusammen. „Wir haben am Montag einige Aufnahmen im Ort gemacht, zum Beispiel vom Kirchturm, der Vechte und dem Marktplatz, haben die besten Sequenzen herausgesucht und lassen die jetzt mit verschiedenen Blenden ineinander übergehen“, erzählt Tobias Nienhaus. Rund zwei Stunden haben sie voll konzentriert daran gesessen, um am Ende die Schnipsel in 23 Sekunden wie aus einem Guss aussehen zu lassen. „Wir brauchen Musik“, ruft Max Bülbrun. Denn als Nächstes soll das Intro noch auf der Tonspur mit Musik unterlegt werden.

War es nicht schwer, die ganzen Schritte und Kniffe so schnell zu beherrschen? „Nein, die Jungs sind so technikaffin. Die raffen das ganz schnell“, weiß Clara Beutler. „Wenn man ein bisschen Computer-Erfahrung mitbringt, ist das kein Problem“, bestätigt auch Max Bültbrun. „Und es macht viel Spaß.“

Alexander Fleig Gerling moderiert

Den sieht man auch Alexander Fleig Gerling an. Er wird die Zuschauer im Magazin als Moderator begrüßen und durch die Sendung führen. „Das war genau das, was ich gerne machen wollte“, sagt der Elfjährige, der zudem zusammen mit Elias Beutler gerade für eine „Live-Schalte“ zu einem anderen Ort übt. New York, London, Tokio? Steht noch nicht fest. Mal schauen, wo Metelen gerade eine Rolle spielt . . .

Nebenan im Seminarraum ist es nicht so, wie es aussieht. „Die spielen hier nicht, die arbeiten – nicht wahr, Carlo?“, sagt Clara Beutler zu den beiden Jugendlichen, die mit Spielkonsolen gebannt vor einem Bildschirm sitzen. Das „Minecraft“-Daddeln gehört aber tatsächlich zum Job. „Hier entsteht eine Animation für einen Beitrag zum Dino-Park“, erklärt Clara Beutler. „Mehr wird noch nicht verraten.“

Die Nachwuchs-Fernsehleute sprühen vor Tatendrang und Ideen. So sehr, dass Clara Beutler sie zuweilen etwas bremsen muss. „Manches bräuchte einfach so viel Zeit, dass es in fünf Tagen nicht zu schaffen wäre.“

Präsentation von „Metelen aktuell“ am Freitag

Denn der Sendetermin steht: Am Freitag ab 18 Uhr wird „Metelen aktuell“ im Vorführraum der Kulturetage ausgestrahlt. Dann können sich alle Interessierten selbst ein Bild davon machen, was für ein Ding die Jugendlichen gedreht haben.

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